Allgemeine Berichte | 02.05.2018

Städtisches Gymnasium Rheinbach

Tattoos auf Kinderhaut

Die Kinder stellen eine Hautcreme her. Claudia Spittel

Rheinbach. „Tattoos“ sind cool!“, strahlt Max (Klasse 3c) und zeigt sein erstes Tattoo, das er sich auf seinen Unterarm hat aufbringen lassen. Das Aufbringen von Tattoos auf Arm oder Hand sowie wichtige Informationen rund um den immer beliebter werdenden Hautschmuck machen die Station 2 beim Stationenlernen im Rahmen des ZDI-Tages „Menschlicher Körper“ am Städtischen Gymnasium Rheinbach aus. „Unsere Schüler der Klasse 7c arbeiten heute mit den Drittklässlern der Katholischen Grundschule St. Martin zu Themenbereichen des größten Organs des Menschen, der Haut“, erläutert Claudia Henseler, „die Tattoos werden nicht gestochen, sondern künstlerisch von den älteren Schülern auf die Kinderhaut gemalt“, lächelt sie, „und die Gefahren des modernen Hautschmucks werden aufgezeigt. Vor dem Hintergrund des Gelernten beantwortet Max die Frage, ob er sich denn auch ein echtes Tattoo machen lassen würde, sehr eindringlich: „Nein, man kann davon Krebs bekommen und außerdem tun die Nadeln sehr weh.“

Nicht weit von Max und seinem Mitschüler Maxim entfernt arbeiten andere Kinder mit einem echten Schweineohr. Sie trennen vorsichtig mit einem Seziermesser etwas von der Haut des Tieres ab, legen es vorsichtig auf einen Objektträger und mikroskopieren anschließend. „Die Haut ist ja gar nicht glatt“, stellt Lena erstaunt fest. Borna, einer der betreuenden Siebtklässler, bringt den jüngeren Grundschulkindern bei, warum dies so ist: „Die Haut ist immer uneben, sie hat Haare und Poren, aus denen zum Beispiel der Schweiß austritt, außerdem muss die Haut den Körper schützen.“

Lilly, Eva und Lars sind derweil mit Indikatorpapier beschäftigt. Sie halten das Papier erwartungsvoll in einen Becher mit Cola. „Cola ist ja sauer!“, beobachtet Greta erstaunt und meint den pH-Wert des süßen Getränks.

Eric erklärt, dass in Cola auch Zitronensäure und Phosphorsäure enthalten sind, weshalb Cola einen sauren pH-Wert hat. Auch den leicht sauren pH-Wert der Haut ermitteln die Kinder mit dem Indikatorpapier und lernen mithilfe des Informationsmaterials unter anderen, dass der Säureschutzmantel der Haut verhindert, dass sich keine unerwünschten Bakterien auf der Haut vermehren. Die Arbeit an der sechsten Station ist so umfangreich, dass die Kinder in einen separaten Raum umziehen: Hier wird unter strengen hygienischen Bedingungen aus Melkfett, Mandel- und Olivenöl, destilliertem Wasser und dem Emulgator Tegomuls eine sehr verträgliche Hautcreme hergestellt. Emsig sind die kleinen und großen Schüler mit Abwiegen, Erhitzen und ständigem Rühren beschäftigt. Doch Liam und Leo (Klasse 3c) sind auch sehr daran interessiert, dass ihre Creme hinterher gut duftet.

Die Initiative „Zukunft durch Innovation“, kurz zdi, des Wissenschaftsministeriums will junge Schüler für die sogenannten MINT-Fächer Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik gewinnen. Dass dies am zdi-Projekttag am Städt. Gymnasium gelingen kann, beweisen die interessierten, ruhig und konzentriert arbeitenden Kinder und ihr großer Wissensdurst, mit dem sie die Chemielehrerinnen Dr. Daisy Breitbach und Claudia Henseler überraschen.

Die Kinder stellen eine Hautcreme her. Foto: Claudia Spittel

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  • Roman Bermel: Hallo Julia. Du hast vollkommen recht. Ich habe lange bei euch gearbeitet und bin auch heute noch in der Grundschule unterstützend tätig. Ich kann nicht feststellen, dass weniger Unterstützung notwendig ist, eher das Gegenteil ist der Fall.
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