-Anzeige- Verein Treffpunkt Ohr hatte zur Infoveranstaltung für elektronische Hörhilfen eingeladen
„Taub und trotzdem hören“
Koblenz. Unter der Überschrift „Taub und trotzdem hören“ hatte der Verein Treffpunkt Ohr zu einer Infoveranstaltung in den Seminarraum bei Becker Hörakustik in die Schlossstraße eingeladen. Etwa 30 Zuschauer hatten sich eingefunden und lauschten eine Stunde den Ausführungen von Vertretern der vier führenden Herstellern von Cochlea-Implant (CI) – Geräten. CI ist eine elektronische Hörhilfe, die hochgradig Schwerhörigen und Ertaubten, die wenig oder gar keinen Nutzen aus herkömmlichen Hörgeräten ziehen können, das Hören ermöglicht.
„Wenn die Ohren überhaupt nicht mehr mitspielen, ist es noch lange nicht zu Ende, dann gibt es mit einem Cochlea-Implantat immer noch eine Hilfe“, wusste Joachim Seuling, Behindertenbeauftragter der Stadt Koblenz und selbst Betroffener. Weiter sprach er auch von einem wahren Luxusstandort Koblenz, denn hier gibt es sogar gleich zwei Kliniken, das Bundeswehrzentralkrankenhaus und die Klinik Marienhof, die Cochlea-Implant-Operationen durchführen können.
Was ist ein Cochlea-Implantat?
Diese elektronischen Hörhilfen ersetzen die ausgefallenen Funktionen des Innenohrs und bestehen im Wesentlichen aus zwei Komponenten: zum Einen aus dem Implantat, das in die Schnecke des schallverarbeitenden Sinnesorgan des Menschen eingesetzt wird und zum Anderen aus einer Sprachprozessoreinheit, die am Kopf getragen wird. Sogar ein Mensch, der fast oder völlig ertaubt ist, kann mithilfe des Implantates seine akustische Umwelt wieder wahrnehmen. Jedoch ist das Hörvermögen nicht im vollen Frequenzumfang möglich.
Wie weit aber die Technik voranschreitet und welche neuen CI-Geräte es auf dem Markt gibt, erläuterten die vier Vertreter der Hersteller im Haus Becker-Hörakustik genauestens. Die Fachleute der Firmen „Advanced Bionics“; MED- EL“;“Cochlear“ und „Oticon Medical“ gaben einen Einblick der verschiedenen Hörlösungen. Ist das Gerät wasserdicht? Wie steht es um die Kapazität der Batterien? Welche Modelle sind Top-Aktuell? Neue Formen, flexiblere Ohrhaken, alles beleuchteten die Fachleute in ihren doch kurzen Referaten.
Im Anschluss an die Veranstaltung gab es ausreichend Gelegenheit, mit den CI-Experten in den Erfahrungsaustausch zu gehen und so konnte man sich auch vor Ort gleich ein realistisches Bild von der Wirkungsweise von CI`s machen, denn es waren natürlich auch einige Mustergeräte vorhanden. Die Hör- und Verstehwelt wieder entdecken und die optimale Lösung zur Behandlung von Hörverlust finden ist das Ziel bei Becker-Hörakustik und dazu hat der Infoabend bestens beigetragen.
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Mustergeräte zum Anfassen und testen hatten die Fachleute der vier führenden Hersteller an CI-Geräten gleich mit dabei.
„Taub und trotzdem hören“, so hatte der Verein Treffpunkt Ohr zu einer Infoveranstaltung für elektronische Hörhilfen eingeladen und Vertreter der führenden Hersteller erläuterten die CI-Geräte genauestens: v.li. Dr. Mitsakos, Eva Keil-Becker (Becker-Hörakustik), Andreas Kirsch (Advanced Bionics), Herr Orth (Oticon Medical), Herr Strietzel (Cochlear), Herr Krieger (MED- EL) und Slawa Gorelik (Becker-Hörakustik).)
