Allgemeine Berichte | 12.10.2016

Erntedank- und Trachtenumzug in Insul

Tausende säumten wieder den Straßenrand

Der Vorstand führte den Erntedankumzug an.UM

Insul. Das Oktoberfest in Insul, das alljährlich und nun schon seit weit über 40 Jahren vom Junggesellenverein Insul als Großveranstaltung ausgetragen wird, zählte auch in diesem Jahr wieder zur Erfolgsgeschichte in der Eifelregion. Dazu gehört aber auch, dass sich der Vorsitzende und Präsident Sascha Cläsgens auf seine rund 50 Mädels und Jungs verlassen kann, und die opfern sogar zum Gelingen ihres traditionellen Oktoberfestes Tage ihres Jahresurlaubs. So kann man die Junggesellinnen und Junggesellen bereits Tage vor dem Fest emsig auf den Ahrwies’n umherlaufen sehen, wenn sie das Festzelt im XXL-Format aufbauen. Denn vom Auf- und Abbau bis zur aufwendigen Dekoration in den Traditionsfarben der Wies´n Gaudi „Weiß-Blau“ wird alles in Eigenregie des Junggesellenvereins ausgeführt, ganz wie es die Tradition mit der „Einigkeit“ des Vereinslebens vorschreibt. Am Freitagabend stürmten dann die feschen Mädels in Dirndl und die Jungs in Lederhosen das Oktoberfestzelt, das mit einem kräftigen „O’zapft is“ eröffnet wurde und in dem das Bier vier Tage lang in die Maß- und Halbliterkrüge floss. Um immer wieder für Abwechslung zu sorgen, bietet der Junggesellenverein an all den Festtagen stimmungsvolle Wies´n-Musik mit neuen Gesichtern. Allerdings nicht ohne die beliebte Gruppe der „Schilehrer“ aus dem Stubaital, die im nächsten Jahr auf der Oktoberfestbühne in Insul bereits ihr 30-Jähriges feiern. Die Eröffnungsmusik kam diesmal von den Udelhovener Dorfmusikanten, die mit ihrer fetzigen Blasmusik so richtig einheizten, bevor sie dann das stimmungsgeladene Publikum an „Die Draufgänger“ übergaben. Als junge Band hatten es die vier Draufgänger mit ihrer Draufgängerin aus der Steiermark nicht schwer, nach ihrem Motto „jung, frei und wild“ die Oktoberfestbesucher auf die Bänke zu treiben. Da hatte der Junggesellenverein Insul mit der neuen Band wieder ins Schwarze getroffen und die Oktoberfestbesucher vollends begeistert. Nach dieser Erfolgseröffnung auf den Ahrwies’n war das Festzelt auch am Samstag wieder voll besetzt, als die Wershofener Musikanten den Takt angaben und die „lustigen Schilehrer“ dem Publikum bis in die späten Nachtstunden einheizten. Das hieß dann auch für die Mädels und Jungs vom Junggesellenverein, dass die Nacht nur wenig Schlaf bringt, da am Sonntagmorgen bereits wieder das riesige Zelt für den Frühschoppen hergerichtet sein musste. Da war es wieder das Blasorchester Insul, als die „Original Veltöner“ die mit ihrem Dirigenten Richard Knipp zum zünftigen Frühschoppen aufspielten. Diesmal hatten sie sich sogar Verstärkung vom Blasorchester Hönningen und Altenahr geholt, um die Blechinstrumente im bereits wieder voll besetzten Zelt so richtig auszureizen. Während die einen sich noch mit dem originalen Wies’nbier zuprosteten, boten die Damen vom Kirchenchor Cäcilia Schuld bereits ihr überschwängliches Kuchenbüfett mit selbstgebackenen Kreationen an. Auch vor dem Festzelt herrschte Oktoberfeststimmung pur, ganz so wie auf den Wies´n, mit Brezeln, Weißwurst und Kirmesbuden. Da wurde es auch schon langsam Zeit, das Festzelt kurzfristig zu verlassen, um den Erntedank- und Trachtenumzug nicht zu verpassen. Der gehört ebenso wie die Musik zum Oktoberfest dazu und da säumten auch wieder über tausend Menschen die Straßenränder, als sich der Umzug wie ein Lindwurm durch den Ort schlängelte. Auch hier gab es bei der begleitenden Musik einige Neuerungen, da neben dem Blasorchester Hönningen und dem Tambourcorps Germania Schuld das Panikorchester Lantershofen und die Blaskapelle Kesseling erstmalig mitmarschierten. Ganz vorneweg Präsident Sascha Cläsgens mit seinem Stellvertreter Tobias Blindert und Geschäftsführer Marc Silvanus als Fahnenträger. Dann folgten die aufwendig gestalteten Motivwagen, immer begleitet von den Gruppen, die über viele Stunden an den Wagen so emsig gebaut hatten. Vorne mit dabei der Nachwuchs des Junggesellenvereins mit Bollerwagen und an der Hand von Mama oder Papa als die Insuler Backmäuse, die liebevoll ihr süßes Gebäck am Straßenrand verteilten. Zu verteilen hatten alle etwas und so gab es immer wieder Bier, Wein, Apfelsaft, Brezel, Schmalzbrote und kleine Häppchen, so dass der Erntedankumzug mit vielen kurzen Stopps durch die Straßen zog und da winkten auch die Weinmajestäten aus Mayschoß mit Weinkönigin Nina und ihren Weinprinzessinnen Emely und Sophie aus der Kutsche ins Volk. Bei den Motivwagen hatten sich ihre Erbauer wieder allerlei einfallen lassen und so erfreuten die feschen Burschen mit wohlduftendem Heu frisch von den Eifelwiesen ebenso wie die Waschfrauen, die wie zu Großmutters Zeiten zu Werke gingen oder die Waldarbeiter mit der original englischen Stammsäge, alle gezogen von den urigen Bulldog Lanz Maschinen der Glühköpp aus Hönningen. Die Insuler Gruppe hatte das Füllhorn der Natur gut ausgeschüttet und auch hier den Nachwuchs mit dabei. Der Motivwagen, der mit Ortsbürgermeister Ewald Neiß auf dem Trecker gezogen wurde, spiegelte die ganze Idylle der Insuler Mühle wider. Mit Angelteich, Räucherofen und den Fischen an der Angel und auf der Leine ein wahrer Hingucker. Für ihre ausgefallenen Ideen bekannt hatten die Lückenbacher sogar ihre Heidekönigin gekrönt. Mit dabei auch der Junggesellenverein Dümpelfeld und die Niederadenauer Dorfgemeinschaft mit der alten Schreinerwerkstatt. Imposant und aufwendig daher rollte das Insektenhotel Insul, in dem auch große Insekten übernachten können. Die Fußballer hatten sich wieder was ganz Besonderes einfallen lassen und ganz Gentleman kamen sie in Lederhosen und verteilten rote Rosen. Oktoberfest und Sonnenschein, wo kann es anders schöner sein, das wissen die fünf Damen bereits seit vielen Jahren und grüßten so wieder aus ihrer geschmückten Kutsche. Bei Gastlichkeit und Keuler Bräu übte bereits die nächste Generation und hatte noch ein wenig schüchtern bei Mama auf dem Schoß Platz genommen. Aber auch die Sicherung des Umzugs gehört dazu und wurde wieder von der Freiwilligen Feuerwehr und dem DRK-Ortsverein Adenau übernommen. Noch bevor der letzte Takt im Umzug gespielt war, wurde es wieder eng im Festzelt und da war dann auch für die Kellner die Pause vorbei. Ebenfalls neu im Programm griffen jetzt die „Isartaler Hexen“ zu ihren Instrumenten, um die Stimmung weiter auf dem Höhepunkt zu halten. Als Partyband verstanden es die acht bayerischen Damen aus Regensburg, mit ihrer stimmungsvollen Musik die Festgäste bis in die Abendstunden zu begeistern. Der Abend klang dann mit der After Show-Party mit DJ aus und da mussten die Mädels und Jungs vom Junggesellenverein noch einmal so richtig ran, um das Festzelt ein letztes Mal herzurichten. So endete am Montag nach einem vier Tage Oktoberfest-Marathon die Großveranstaltung auf den Insuler Ahrwies’n mit einem ausgedehnten Tanzabend, bei dem sich die beliebte Gruppe der lustigen Schilehrer bei ihrem längst zu Freunden gewordenem Publikum bis zum nächsten Jahr verabschiedete.

UM

Dirigent Richard Knipp und die Original Veltöner Musikanten brachten Stimmung ins Zelt.

Dirigent Richard Knipp und die Original Veltöner Musikanten brachten Stimmung ins Zelt.

Der Vorstand führte den Erntedankumzug an.Fotos: UM

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