Allgemeine Berichte | 11.05.2023

Das Städtische Gymnasium Rheinbach vergibt zum 21. Mal Förderpreise und verleiht seine mit 500 Euro dotierten Auszeichnungen an drei junge Talente

Teamplayer mit besonderem Talent

V.l.: Meike Kleefuß, Elias Bosbach, Lilli Conrad. Foto: privat

Rheinbach. „Wir feiern heute miteinander die 21. Verleihung des Förderpreises, der im Jahr 2002 u.a. vom Rotarier Helmut Wegener, dem Lionsclub-Mitglied Rolf Hüttel und meinem Vorgänger Albin Schmid begründet wurde“, beginnt Schulleiter Stefan Schwarzer seine Eröffnungsrede „Diese Gründungsväter legten in der Satzung des Preises als Kriterien fest, dass er an Schülerinnen und Schüler mit einer besonderen Begabung, einer hohen Leistungsbereitschaft und einer besonderen Persönlichkeit verliehen wird. Die Preisträger:innen setzen ihre Begabung in unterschiedlicher Art um, z.B. in herausragenden Facharbeiten, Teilnahmen an Wettbewerben und Akademien außerhalb des Unterrichts oder auch in außergewöhnlichen Projekten, die im Schulkontext stehen. Die aus einer Urkunde und einem Geldpreis von 500,- Euro bestehende Auszeichnung werden gleich drei von euch in Empfang nehmen dürfen“, kündigt Schwarzer dem gebannt zuhörenden Publikum aus Schüler:innen der Jahrgangsstufe 11 an, aus deren Reihen die noch unbekannten Preisträger:innen von der Jury ausgewählt worden sind. „Diese Preisträger dürfen sich in die lange Reihe der hervorragendsten Köpfe unserer Schule stellen, von denen viele inzwischen zu den Spitzen in Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Kunst zählen: Ein recht exklusiver Club“, betont Schwarzer mit einem Augenzwinkern.

In diesem Jahr wurden die Förderpreise für beständig herausragende Leistungen im mathematisch-naturwissenschaftlich-technischen Bereich, im sprachlich-literarisch-künstlerischen Bereich und für besonderes schulisches Engagement verliehen.

Der Förderpreis im mathematisch-naturwissenschaftlich-technischen Bereich wurde an Elias Bosbach vergeben. Tom Ramakers, welcher als Vorsitzender des Fördervereins stellvertretend für die Geldgeber und die Jurymitglieder die Laudationes hielt, betonte zu Beginn, dass das Städtische Gymnasium eine „seit vielen Jahren sprudelnde naturwissenschaftliche Quelle“ sei. „Ich nehme seit acht Jahren an der Jurysitzung teil und jedes Jahr haben wir das gleiche Problem, nämlich aus den vielen Kandidaten, die für den Förderpreis in dieser Kategorie in Frage kommen, diejenige oder denjenigen herauszufiltern, der an der Spitze des Talentpools steht“, berichtete Ramakers. Er schilderte, dass Elias in jeder einzelnen Unterrichtsstunde den Anspruch an sich selbst sichtbar werden lasse, die komplexen naturwissenschaftlichen Zusammenhänge genauestens zu analysieren und gedanklich vollständig zu durchdringen. Er begeistere sich für Mathematik, weshalb er an zahlreichen Mathematik-Wettbewerben, auch außerhalb der Unterrichtszeiten teilgenommen habe. Dabei sei er gleichzeitig sehr hilfsbereit, unterstütze seine Mitschüler:innen und begegne ihnen wertschätzend und freundlich. Er engagiert sich darüber hinaus auch beim schulinternen Nachhilfeangebot „Schüler helfen Schülern“. Gerade seine naturwissenschaftlich-mathematische Begabung will Elias in seiner Berufswahl berücksichtigen. „Die Mathematik begeistert mich schon sehr“, betont Elias, „vielleicht studiere ich Wirtschaftsmathematik, aber ich weiß es noch nicht genau.“

Meike Kleefuß findet ihre Leidenschschaft im literarisch-künstlerischen Bereich. „Sie schreibt in ihrer Freizeit Kurzgeschichten und Romane“, erläuterte Ramakers. „Jüngst wurde eine ihrer Kurzgeschichten im Rahmen eines Literaturwettbewerbs Klimazukünfte2050 auf der Leipziger Buchmesse ausgezeichnet und in einem Buchband veröffentlicht. Sie ist außerdem Co-Autorin des Theaterstücks „Ruf der Wölfe“ im Jungen Theater Bonn, arbeitet als Testleserin von Romanen auf Englisch und besitzt das Zertifikat „Musical Theater“ des Trinity College in London. Im schulischen Bereich hat Meike „querbeet sehr gute Noten“, was zeigt, dass die Preisträgerin Interesse sowohl an den Naturwissenschaften, Sprachen als auch an den Gesellschaftswissenschaften habe. Ihr wird eine hohe Auffassungsgabe attestiert, sie ist „stets bereit, weit mehr als das Geforderte zu leisten und bereitet Zusatzaufgaben und Hausaufgaben gewissenhaft vor.“ Die zurückhaltende Schülerin ist sehr sozial und hilfsbereit und „stellt ihr Wissen stets allen Kursteilnehmenden zur Verfügung. Komplexe Zusammenhänge kann sie für schwächere Schüler:innen einfach und anschaulich darstellen und sich empathisch in andere Ansichten hineindenken“, schilderte der Fördervereinsvorsitzende. Auf die Frage, in welche Berufsrichtung sie nach der Schule gerne gehen möchte, hat Meike noch keine feststehende Antwort. „Wahrscheinlich mache ich zunächst ein Soziales Jahr, um Zeit zur Orientierung zu haben“, überlegt sie und lächelt, „aber ich könnte mir gut vorstellen, Schriftstellerin zu werden.“

SGR-Förderpreisträgerin 2023 wurde auch Lilly Conrad, der auf diese Weise für ihr intensives und besonderes schulisches Engagement gedankt wurde. Tom Ramakers unterstrich ihr sonniges Gemüt „als beliebte, weil fröhliche und lustige Gesprächspartnerin“ und ihre selbstbewusste Persönlichkeit „als meinungsstarke und zielstrebige Schülerin, nicht nur in ihren Leistungskursen Mathematik und Erdkunde.“ Sie stehe für einen „offenen Geist und eine enorme Schöpfungskraft“. In der Laudatio wurde auch Lillis führende Rolle in der neu gegründeten Schülerfirma Snackpoint Charlie herausgestellt, denn „sie hält das noch junge Unternehmen im wahrsten Sine zusammen.“ Sie koordiniere die vier Abteilungen, führe Gespräche mit Banken, schreibe Dienstpläne, bringe Ordnung in die Küche und habe stets ein offenes Ohr für alle Mitarbeiter:innen des Teams. „Für dieses außergewöhnliche schulische Engagement und deine liebenswerte, farbenfrohe Art hast du dir den Förderpreis redlich verdient“, mit diesen Worten überreichte der Fördervereinsvorsitzende Tom Ramakers Lilly die Urkunde. Aufgrund sehr guter Erfahrungen, die die junge Frau in einem Praktikum gemacht hat, kann sie sich gut vorstellen, Jura zu studieren.

V.l.: Meike Kleefuß, Elias Bosbach, Lilli Conrad. Foto: privat

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