Allgemeine Berichte | 11.05.2022

Notärzte im Kreis Neuwied haben jetzt mobile Ultraschallgeräte an Bord

Technik für Lebensretter

V.l.: Hanna Buchinger (Notfallsanitäterin), Dr. med. Andreas Berg (Intensivmedizin und Notfallmedizin, Leiter Notarztstandort MHK Neuwied), Privatdozent Dr. med. Armin Rieger (Präsident DRK Kreisverband Neuwied), Marc Dillenberger (Beauftragter für Medizinproduktesicherheit / Sicherheitsbeauftragter), Michael Schneider (Schatzmeister DRK Kreisverband Neuwied und Geschäftsführer DRK Rettungsdienst Rhein-Lahn-Westerwald gGmbH), Marco Bust (Kreisgeschäftsführer DRK Kreisverband Neuwied), Frank Book (Katastrophenschutz, Breitenausbildung DRK Kreisverband Neuwied).  Foto: Angela Göbler

Neuwied. Sie sind kaum größer als ein elektrischer Rasierer und können doch im Notfall entscheidend dazu beitragen, ein Leben zu retten: Der DRK-Rettungsdienst ist künftig im Kreis Neuwied mit mobilen Ultraschallgeräten unterwegs. Diese können die präklinische Diagnostik erheblich verbessern und beschleunigen. Der DRK Kreisverband Neuwied hat auf Initiative seines Präsidenten, Dr. Armin Rieger, Chefarzt im hiesigen DRK Krankenhaus, vier dieser Geräte angeschafft und sie an den DRK Rettungsdienst Rhein-Lahn-Westerwald übergeben. Damit werden die Notarzt-Einsatzfahrzeuge der Standorte Neuwied, Linz, Asbach und Dierdorf ausgerüstet. Waren Ultraschallgeräte früher noch große, schwere Kästen, können die handlichen Sonografieköpfe an ein Smartphone angeschlossen werden und über dessen Display gestochen scharfe Bilder liefern. In der Luftrettung ist diese Technik bereits seit einiger Zeit im Einsatz, bei den Rettungsdiensten am Boden bildet sie aber noch die Ausnahme. Finanzierungsaufwand und Schulungsnotwendigkeit standen einer flächendeckenden Anwendung noch im Wege. Beide Anforderungen wurden in Neuwied nun erfüllt.

Rund 40.000 Euro hat der DRK Kreisverband in die tragbare Technik investiert. Die mobile Ultraschalluntersuchung versetzt die Helfer im Notfalleinsatz in die Lage, schnell und gezielt lebensbedrohliche Zustände zu erkennen. Je rascher die Patienten in die geeignete Klinik gebracht werden, umso höher sind Chancen auf Überleben und Genesung. „So können wir zum Beispiel unmittelbar sehen, ob die Lunge verletzt ist, sich Blut im Brustkorb oder im Bauchraum ansammelt oder ob große Blutgefäße zerrissen sind. Wir können dann sofort die richtigen Maßnahmen einleiten“, erklärt Projektleiter Dr. Andreas Berg, Oberarzt am Marienhausklinikum in Neuwied.

Mit der technischen Ausstattung alleine ist es aber noch nicht getan: In der nächsten Zeit werden die Notärzte sowie das Rettungsdienst-Personal umfassend im Umgang mit der neuen Ausstattung geschult. Im Notfall muss jeder Handgriff sitzen. Die Akzeptanz ist hoch, die Schulungstermine waren schnell besetzt. Während das Projekt in Rheinland-Pfalz noch modellhaften Charakter hat, sind Initiatoren und Helfer schon jetzt davon überzeugt, dass sich die Investition lohnen wird: 2021 kamen die Notarzt-Einsatzfahrzeuge rund 6000 Mal zum Einsatz. Künftig werden die Helfer mit der neuen Technik bei ihrer lebensrettenden Arbeit über ein wichtiges Hilfsmittel mehr verfügen können.

Pressemitteilung

DRK Kreisverbandes Neuwied

V.l.: Hanna Buchinger (Notfallsanitäterin), Dr. med. Andreas Berg (Intensivmedizin und Notfallmedizin, Leiter Notarztstandort MHK Neuwied), Privatdozent Dr. med. Armin Rieger (Präsident DRK Kreisverband Neuwied), Marc Dillenberger (Beauftragter für Medizinproduktesicherheit / Sicherheitsbeauftragter), Michael Schneider (Schatzmeister DRK Kreisverband Neuwied und Geschäftsführer DRK Rettungsdienst Rhein-Lahn-Westerwald gGmbH), Marco Bust (Kreisgeschäftsführer DRK Kreisverband Neuwied), Frank Book (Katastrophenschutz, Breitenausbildung DRK Kreisverband Neuwied). Foto: Angela Göbler

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Neueste Artikel-Kommentare
  • Siegfried Kowallek: Verwunderlich ist weiterhin, dass die SPD der Neuwieder CDU vorhält, gegen den Unvereinbarkeitsbeschluss der Christdemokraten in Bund und Land im Hinblick auf die Partei Die Linke zu verstoßen. In insgesamt...
  • Siegfried Kowallek: Die Nennung von BSW und der Partei Die Linke im selben Kontext ist sachlich nicht gerechtfertigt und damit unredlich. Prominentester linker Befürworter deutscher Waffenlieferungen an die Ukraine ist Bodo...
  • Beatrix Biskup: Ich habe Bibliotheken immer geliebt und ich freue mich über jeden Schritt den die Stadtbibliothek in Richtung Zukunft geht und über jede Veranstaltung die diese durchführen würde.
  • Janek: Wer die Strecke kennt, kann sich den Grund bereits denken … Der Straßenzustand ist dort so schlecht, dass er besonders für Motorradfahrer ein ernstzunehmendes Sicherheitsrisiko darstellt. Dem verunglückten...
Dauerauftrag 2026
Kreishandwerkerschaft
Rund ums Haus
Innovatives rund um Andernach
Auftrag, Nr. AF2025.000354.0, April 2026
Unterstützeranzeige
Mitarbeiter IT-Administrator
Stellenanzeige Personalsachbearbeiter/in
Stellenanzeige
Empfohlene Artikel
Symbolbild.
37

Die Woche vom 20. bis 26. April fällt in eine Phase des spürbaren Übergangs. Der Frühling zeigt sich vielerorts bereits stabil, gleichzeitig wächst die Erwartung auf den Mai. Diese Mischung aus Aufbruch und Ungeduld prägt viele Entscheidungen. In Liebe, Gesundheit und Beruf entstehen Chancen, aber auch Momente der Unsicherheit. Kleine Veränderungen im Alltag können große Wirkung entfalten.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Symbolbild. Foto: pixabay.com
168

Im Bereich der Ahrtalbahn könnte es nachts etwas lauter werden:

Ab 15.04.: Schleifzüge fahren auf der Ahrstrecke

Kreis Ahrweiler. Seit Dezember 2025 fahren die Züge wieder vollständig auf der gesamten Ahrstrecke zwischen Remagen und Ahrbrück. Seit März 2026 sind beide verkehrenden Linien rein elektrisch und damit umweltfreundlicher unterwegs. Damit die neuen Schienen nun noch einen „letzten Schliff“ erhalten können, wird nachts ein Schleifzug unterwegs sein. Dies betrifft die folgenden Zeiträume und Abschnitte:

Weiterlesen

11

Ausbau der Ladeinfrastruktur am Rathaus

Neuer Schub für die Elektromobilität

Meckenheim. Das regionale Energieunternehmen e-regio erweitert die Ladeinfrastruktur in Meckenheim und schafft am Rathausparkplatz zusätzliche Möglichkeiten zum komfortablen Laden von Elektrofahrzeugen. Aufgrund der hohen Nutzung der bestehenden Ladesäule werden derzeit zwei neue AC-Ladesäulen mit insgesamt vier Ladepunkten installiert. Die neuen Ladepunkte sind so angeordnet, dass sie von jeweils zwei Parkbuchten optimal erreichbar sind.

Weiterlesen

17

Allgemeine Berichte

Ortsübliche Bekanntmachung

Sinzig. Ortsübliche Bekanntmachung über die öffentliche Bekanntgabe der Bestimmung und Abmarkung von Flurstücksgrenzen in der Gemeinde _Sinzig_______ In der Gemarkung __Bodendorf______, Flur __13__, Flurstücke __124/1, 133______ wurden die Flurstücksgrenzen aus Anlass einer Liegenschaftsvermessung auf Antrag bestimmt und abgemarkt. Über diese Maßnahmen wurde am _17.3.2026_ eine Grenzniederschrift angefertigt.

Weiterlesen

Rund um´s Haus
Kreishandwerkerschaft
Essen auf Rädern
Oster-Anzeige
Imageanzeige Dauerauftrag 04/2026
Doppelseite PR/Anzeigen
Maschinenbediener, Staplerfahrer
Tag der offenen Tür
Kreishandwerkerschaft - Anzeige Pool
Rund ums Haus
Container Anzeige
SB Standesamt
Anzeige KW 14
Dauerauftrag 2026
Ostergrußanzeige
Imageanzeige - Ostern
Stellenanzeige Personalreferent/in