Allgemeine Berichte | 17.02.2016

Kilos runter, Muckis drauf: drei gewichtige Bad Emser im Trainingswettstreit für ihre Vereinsjugend

„The biggest Emser – fit statt fett für deine Jugend!“

Wehe wenn sie losgelassen...Trainerin Alice Augenstein gibt das Startsignal, der Bad Emser Stadtbürgermeister Berny Abt (kniend, rechts) zerschneidet das symbolische Band und „entfesselt“ damit die Kontrahenten (v.l.) Marius Böttcher, Bodo Wieseler und Willi Willig. Jetzt gilt es: drei Monate lang sollen Kilos schmelzen und Muckis wachsen. -WW- Willi Willig

Bad Ems. „Beim nächsten Mal denke ich dran – und sag einfach mal gar nix“, schnauft Marius Böttcher, während er tapfer zur 20. Wiederholung auf der Beinpresse ansetzt. „Wer hat eigentlich die Idee gehabt“, zischt Bodo Wieseler fragend durch die aufeinandergepressten Zähne nachdem 16. Sit-up auf dem BOSU und Willi Willig fehlen ganz einfach – was durchaus seltener vorkommt – die Worte beziehungsweise die Luft dazu diese noch auszustoßen. Und das schon nach dem zwölfminütigen Warmup auf dem Crosstrainer.

Das Dreigestirn im Gesamtgewicht von satten 370 Kilogramm eint ein gemeinsames Ziel: schwitzen für die Jugend! In einem Drei-Monats-Zeitraum, beginnend mit der Fastenzeit, sollen Pfunde schmelzen und der Fitnesszustand erhöht werden. Der „Beste“ erhält den Wetteinsatz für die Jugendabteilung seines Vereins. Marius Böttcher geht für den Judoverein in den Wettkampf, Bodo Wieseler hält die VFL-Fahne hoch und Willi Willig vertritt den Bartholomäusmarktverein.

Wieseler und Willig haben während der Karnevalszeit („unter Alkoholeinfluss“ sagt der Eine, „in einem Anfall von jugendlichem Leichtsinn“, ergänzt der Andere) die Idee zum Kampf der Giganten auf lokaler Ebene geboren, Böttcher als dritter im Bunde war nur Sekunden nach Vorstellung des Konzepts „mit im Boot“. Und das ist das Konzept: die beiden Diät – aber auch Jojo-Effekt-Profis wollten sich zum erneuten Anlauf einem gewissen Druck aussetzen. Dazu liefert das Projekt „The biggest Emser – fit statt fett für deine Jugend“ die idealen Rahmenbedingungen. Vier regionale Unternehmen haben 1250 Euro in „den Topf“ geworfen – bislang, denn weitere Unterstützer sind gerne gesehen. Der Gesamtsieger erhält nach drei Monaten Battle-Dauer den Gesamttopf für die Jugendabteilung seines Vereins. Den Verlierern droht also nicht nur der einmalige Gesichtsverlust aufgrund von ungenügendem Gewichtsverlust, sondern monatelange Häme aus „seiner“ Vereinsjugend. Und dank extrem offener Berichterstattung auch im täglichen Leben. Die Emser Therme stellt die Rahmenbedingungen für den Wettstreit: unter professioneller Anleitung und Aufsicht der Trainer wird im FitnessPanorama trainiert. „Das Ziel ist eindeutig nicht in drei Monaten am meisten abzunehmen, das Ziel ist den Anteil an Körperfett und vor allem den Anteil des sogenannten viszeralen Fetts, des „Bauchfetts“ zu reduzieren, die Muskelmasse aber parallel aufzubauen“, erklärt Alice Augenstein, die Leiterin im FitnessPanorama. Dieses Panorama genießen Böttcher, Wieseler und Willig aber gerade in keinster Weise – für die drei ist so ziemlich alles im ersten Stock der Emser Therme „Neuland“ – inklusive der Schmerzen an Stellen, die in den vergangenen Jahrzehnten nie weh getan haben. „Ich wusste gar nicht, dass da überhaupt Muskeln sind“, pienzt Wieseler am Hüftadduktor, einem Gerät, das bis wenige Sekunden vor dieser Äußerung noch „ein Mädchen-Gerät“ war. Willig, der die erste Trainingseinheit nach dem Eingangscheck bereits einen Tag vorher absolviert hat, klagt heute schon über die Treppenstufen auf dem Weg zur Ernährungsberatung.

„Die Ernährungstipps gehören genauso wie die umfassenden Gesundheits-Checkups zum ,Wellpeak‘-Gesamtpaket“, erklärt Alice Augenstein. „Wellpeak“ ist ein Mitgliederbetreuungskonzept, das ganz individuell und intensiv auf die Ziele der Trainierenden eingehen wird. Das gewichtige Trio erhält also die exklusive Chance, als Erstes daran teilzunehmen. Die Der rund einstündige Eingangscheck mit zahlreichen detaillierten Fragen und Tests, so werden zum Beispiel der Sauerstoffgehalt im Blut, aber auch beispielsweise das Lungenvolumen getestet, führt bei den Drei zu unterschiedlichen Trainingsprogrammen. Einem Teil dieses Programms begegnen die drei Probanden allerdings zurzeit noch mit einer gehörigen Portion Respekt – nach einer Eingewöhnungsphase von rund zwei drei Wochen, wobei wöchentlich drei einstündige Kraft-Trainingseinheiten auf dem Programm stehen, steht ihnen ein individueller Ausdauer-Trainer zur Seite – Michael Meuer heißt der Mann, bringt geschätzt in etwa das auf die Waage, was die drei Jungs zusammen abspecken zu können glauben und absolviert als Hobby Triathlons beziehungsweise die so genannten Iron-Man-Wettkämpfe. Allerdings schöpfen die drei Beteiligten auch nach Meuers erstem Feedback ein wenig Hoffnung: „Einen Favoriten sehe ich noch nicht, aber alle drei sind hoch motiviert“, attestiert Meuer.

Erfolge und Misserfolge, Zwischenstände, Ernährungs- und Trainingstipps sowie Rezeptideen zum Projekt gibt es in loser Reihenfolge hier und auf der facebook-fansite www.facebook.com/thebiggestemser.

Willi Willig

Wehe wenn sie losgelassen...Trainerin Alice Augenstein gibt das Startsignal, der Bad Emser Stadtbürgermeister Berny Abt (kniend, rechts) zerschneidet das symbolische Band und „entfesselt“ damit die Kontrahenten (v.l.) Marius Böttcher, Bodo Wieseler und Willi Willig. Jetzt gilt es: drei Monate lang sollen Kilos schmelzen und Muckis wachsen. Foto: -WW- Willi Willig

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