Allgemeine Berichte | 28.05.2019

Vernissage der „Are Gilde“ im Hospiz Rhein-Ahr

Thema der Ausstellung „Das Gesicht Europas“

Eva-Maria Kreuter, Präsidentin der Are Künstlergilde e.V, dankte allen Künstler,die mit viel Herzblut und Hingabe ihre Werke schufen. Foto: -KG-

Bad Neuenahr. Viele Gäste, darunter neben einer Reihe von Kommunalpolitikern und Ahrweinkönigin Annika Schooß auch die Kandidaten für das Europa-Parlament Hellmut Meinof (FDP, aus Ahrweiler), Norbert Neuser (SPD, MdEP aus Boppard), Ralf Seekatz (CDU, MdL aus Dernbach) hatten sich im Hospiz Rhein-Ahr eingefunden um der Eröffnung der Ausstellung „Das Gesicht Europas“ der Are-Gilde beizuwohnen.

In seiner Begrüßung dankte Christoph Drolshagen, Hausherr und Geschäftsführer des Hospiz im Ahrtal, den Künstlerinnen und Künstlern der Are Gilde, dass sie ihre Werke für die Ausstellung zur Verfügung gestellt haben. Diese Bilder, die die schwerstkranken Menschen und ihre Angehörige jeden Tag sehen, bereichern das Leben im Hospiz und schlagen die Brücke aus der Lebenswelt als Künstler in die Lebenswelt von Menschen, die mit dem Ende ihres Lebens konfrontiert werden. Der eine oder andere Impuls aus den Bildern wird mit auf den oft schweren Weg genommen und hilft allen Beteiligten.

Hospiz-Sterbehilfe in Europa

Im Weiteren ging er auf Aspekte zum Thema Hospiz-Sterbehilfe in Europa ein, so begann in dieser Woche in Berlin der 16. Welt-Kongreß der „europäischen Vereinigung für Pallative Care (EAPC). Seit der Gründung des ersten Hospiz in Europa im Jahre 1967 in London hat sich die Situation der sterbenskranken Menschen in Europa sehr unterschiedlich entwickelt. Auf der einen Seite gibt es in den BENELUX-Staaten Sterbehilfegesetze, die anderen Staaten, darunter auch Deutschland, gehen einen anderen Weg, und versuchen den Ausbau der Hospiz- und Palliativversorgung voranzubringen. Die ambulante und stationäre Hospizarbeit im Ahrtal zeigt modellhaft, dass sehr vielen Menschen durch palliativfachlichen Beistand geholfen werden kann. Aber es braucht noch viel mehr Ressourcen um ein Sterben in Würde zu ermöglichen. An die Vertreter der Europapolitik richtete er die Botschaft, dass die Hospiz- und Palliativarbeit weiter ausgebaut werden muss, denn es wird noch mehr Hilfe BEIM Sterben, aber nicht Hilfe ZUM Sterben benötigt.

Nach einem Musikstück von Stephan Maria Glöckner, der ab 2020 Botschafter der Hospizstiftung sein wird, begrüßte Ulrike Dobrowolny, Vorsitzende des Hospiz-Vereins die anwesenden Gäste, stellte einige Aspekte des Themas „Europa“ vor und gab einige kurze Erläuterungen zum Hospiz und schloss mit den Worten „Wenn Sie heute vielleicht zum ersten Mal in unserem Hospiz sind, werden Sie feststellen, das es gar nicht so schlimm ist“, auch die Beseitigung dieser „Berührungsängste“ stellt ein wichtiges Thema der Hospizarbeit dar.

Die Künstler haben sich dem Thema „Das Gesicht Europas“ gewidmet

Eva-Maria Kreuter, Präsidentin der Are Künstlergilde e.V., dankte Frau Dobrowolny und Herrn Drolshagen für deren einführende Worte. Die Are-Künstlergilde, vertreten durch die Mitglieder, Förderer und Gastkünstler, ist der Einladung des Hospizes sehr gerne gefolgt, mit einer repräsentativen Auswahl an Kunstwerken in diesen lichten und freundlichen Räumen auszustellen. Sie verbinden mit ihrer Ausstellung den Gedanken, den Wert und die Akzeptanz dieser Einrichtung hervorzuheben. Was gibt es für einen Künstler Schöneres, als durch seine Werke Menschen anzusprechen, Menschen in ihrer Seele zu berühren oder gar zu begeistern.

Die Künstler der Are Gilde haben sich dem vielfältigen, breitgefächertem und topaktuellem Thema „Das Gesicht Europas“ gewidmet. Diese drei Eigenschaften treffen auch auf diese Einrichtung „Hospiz“ zu. Gibt es etwas Menschlicheres? Das Hospiz ist vielfältig in der Betreuung unterschiedlichster Menschen, die am Ende ihres Lebens angekommen sind. Es ist breit gefächert, wie alle menschlichen Beziehungen ob jung oder alt, ob reich oder arm, ob gesund oder krank und auch das Thema „Hospiz“ ist hoch aktuell. In beiden Fällen geht um das menschliche Dasein. Es geht, um die Würde des Menschen in Frieden zu leben und in Frieden zu sterben. Man kann allen, die in dieser Einrichtung arbeiten und ihr Bestes geben, danken und sie dafür bewundern.

Frau Kreuter dankte allen Künstler, die ebenfalls mit Herzblut und Hingabe Werke schufen, die auf die Geschichtsträchtigkeit, auf die derzeitige Lage als auch auf die Gefahren, in denen Europa zu scheitern scheint, hinweisen. Das Gesicht Europas ist nicht personenbezogenen, viele Ereignisse im Verlauf der Geschichte, von den Völkerwanderungen über religiöse Konflikte bis hin zu Kriegen, aber auch und gerade die Friedenszeit in den vergangenen Jahrzehnten nach dem 2. Weltkrieg haben ihre Spuren hinterlassen und das heutige Gesicht des Kontinents geprägt. Der Are Gilde liegt es am Herzen, dass sich die Menschen für Europa entscheiden und damit für Frieden, Selbstbestimmung und Freiheit. Nur durch solche Gedankenanstöße können die Menschen wachgerüttelt werden aus dem Dauerschlaf des Wohlstands.

Nachdem Stephan Maria Glöckner ein „italienisches“ Lied gesungen und gespielt hatte, begleiteten die Künstler der Are Gilde die Gäste in kleineren Gruppen bei einem Glas Wein durch die facettenreiche Ausstellung und es wurden noch längere Zeit interessante Gespräche geführt.

Eva-Maria Kreuter, Präsidentin der Are Künstlergilde e.V, dankte allen Künstler, die mit viel Herzblut und Hingabe ihre Werke schufen. Foto: -KG-

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