13. Hospizlauf führte erneut entlang der Mosel - Sport und Spaß mit ernstem Hintergrund
Tolle Beteiligung auf der 200 Kilometer langen Strecke
Moselkern. Pünktlich um 16.02 Uhr trafen die Teilnehmer des Hospizlaufs am Freitag in Moselkern ein, wo die Organisatoren dieser Benefiz-Veranstaltung kühle Getränke, Cerealien, Obst und sonstige Leckereien für die Sportler bereitgestellt hatten.
Um 12 Uhr hatte der Koblenzer Oberbürgermeister Joachim Hoffmann-Göttig am Deutschen Eck den Startschuss für die 13. Veranstaltung dieser Art gegeben, deren Erlös wie immer dem Hospizhaus in Trier zu Gute kommt. „Über 100 Läufer, Biker, Rollschuh-Läufer und Skater sind auf die rund 200 Kilometer lange Strecke gegangen, die in 21 Etappen zu bewältigen ist“, erzählt Ralf Haas vom Organisationsteam im Gespräch mit „BLICK aktuell“. Athleten aus allen Schichten, Altersklassen und Berufsgruppen machen seit Jahren bei dieser guten Sache mit. Im vergangenen Jahr waren so insgesamt 32.000 Euro an Spenden und Verkaufserlösen zusammengekommen. Das Geld geht zu 100 Prozent an das Trierer Hospizhaus in der Ostallee 67. Dort engagieren sich seit Jahren Menschen für Todkranke, um ihnen ein würdiges Sterben zu ermöglichen.
Der Hospizlauf führte wieder entlang der Mosel, wobei weitere Stationen unter anderem in Cochem, Ellenz-Poltersdorf und Ediger-Eller waren. Dort hatte Schmiedemeister Rudolf Franzen auf der „Straße der Sportler“ weitere Metallschilder angebracht. Der Anerkennungspreis dafür wird und wurde immer komplett dem Trierer Hospizhaus übergeben. Da Franzen in diesem Jahr verletzt ist, konnte der engagierte 62-Jährige nur mit dem Fahrrad die Läufergruppe begleiten. Eine längere Rast wird immer in Zell gemacht. Dort hatte Christian Bauer traditionell eine Reihe von Backwaren und Snacks am Schwarze-Katz-Brunnen für die Teilnehmer bereitgehalten, um die Sportler bei ihrem Lauf durch die Nacht zu stärken.
Moderates Tempo und beste Versorgung
Weil die Aktion mit einem moderaten Lauftempo von 9 km/h (ca. 6,5 Minuten pro Kilometer) gelaufen wird, kann die Strecke auch genutzt werden, um zu reden und neue Leute kennenzulernen sowie die Flusslandschaft zu genießen. Jeder kann eine Etappe, mehrere Stationen oder den gesamten Lauf mitmachen. Pausen ermöglichen ein Verschnaufen. Für die Verpflegung, ärztliche Versorgung und das Wohlergehen stehen an den Versorgungspunkten Fachleute bereit. Ein Aussteigen aus dem Hospizlauf ist jederzeit möglich, da die Aktion unter dem Aspekt steht, durch kleine sportliche Aktivität Großes zu bewirken.
„Stattliche Summe erlaufen“
Exakt um 12 Uhr kamen dann am Samstagmittag einige Hundert Sportler in der Trierer Ostallee an, wo sie von einem begeisterten Publikum empfangen wurden. Oberbürgermeister Wolfram Leibe begrüßte als Schirmherr die Sportler. „Der Hospizlauf ist ein großartiges Beispiel dafür, wie sich Bürgerinnen und Bürger für andere engagieren. Sie haben ihre Fitness eingesetzt, haben eine stattliche Summe „erlaufen“, dafür danken wir ihnen“, so das Stadtoberhaupt in seiner Ansprache.
MT
Getränke, Snacks, Obst, Kuchen und Cerealien gab es vom Organisationsteam in den Moselanlagen für die Teilnehmer.
