Oberwinterer Junggesellen und Bürger feierten den neuen Hahnekönig der Junggesellen
Tom Robin Gabler erlangte die Königswürde
Oberwinter. Nach dreitägiger Hochstimmung bei der Kirmes in Oberwinter und einer Menge Arbeit für die Junggesellen um Vorsitzenden Heinz Holthoff stand am Kirmesmontag, dem Hochtag für die Junggesellen, das traditionelle Hahneköppen an. Proppenvoll präsentierte sich das Festzelt beim Einzug der Junggesellen und auch auf dem Festplatz vor den Toren des Festzeltes herrschte Hochbetrieb.
Mit Spannung erwartet wurde allseits das Hahneköppen der Junggesellen und das Hahneköppen um die Bürgerhahnekönigswürde. Waren alle Plätze schon vor Beginn des Wettbewerbs besetzt und das Festzelt proppenvoll, so wurde es noch voller, als das Hahnköppen begonnen hatte. Zig Bürger standen zusätzlich im Eingangsbereich, um den Wettbewerb zu verfolgen.
Zuvor waren die Junggesellen bereits bei einem Festzug durch Oberwinter aktiv gewesen. Stationen des Festzuges waren das Haus des Ortsvorstehers Norbert Matthias und das Franziskaushaus, wo zu Ehren des Ortsvorstehers und der Senioren das Junggesellenfähndel geschwenkt worden war. Im Festzelt angekommen herrschte bereits beste Stimmung. Dirk Assenmacher bereitete den Korb mit Hahn vor und sperrte den Bereich zum Hahneköppen ab. Das Tuch zum Verbinden der Augen lag bereit und Fred Jonen hatte das „Zielwasser“ bereits fest im Griff. An Katja Pertz, Vereinsmeisterin der Kirmes in diesem Jahr, lag es, die Reihenfolge der Aspiranten per blind gezogenem Zettel festzulegen. Sechs Aspiranten gab es mit Tom Robin Gabler, Tim Wiest, Kay Ganz, Rene Elbern, Klaus Wiest und Ferdinand Jonen, der vom weltbesten Hahnekönigsmoderator Fred Jonen mehrfach als Lieblingssohn bezeichnet wurde. Der erste Ehrenschlag galt dann dem letztjährigen Hahnekönig Peter Orbonz, der zweite Präses Pastor Frank Klupsch und der dritte dem Präsidenten und Vorsitzenden der Junggesellen Heinz Holthoff. Inzwischen hatte Moderator Fred Jonen das Mikrofon übernommen und startete eine Attacke nach der anderen auf die Lachmuskeln der Gäste. Die Gäste quittierten dies erstmal mit einer Laola. Der besondere Gruß von Heinz Holthoff galt dem Ehrenpräses und Jubelkind, dem ehemaligen Pastor Herbert Lonquich. „Ich freue mich riesig, heute für euch wieder den Kasper zu machen“, so Moderator Fred Jonen und betonte zudem, dass der Hahn im Korb unter notarieller Aufsicht in der vergangenen Nacht eines natürlichen Todes gestorben sei. Das Publikum lachte immer wieder hellauf nach seinen Kommentaren. Bei jedem Schlag auf den Hahn gibt es zuvor für den Akteur sowie für den Moderator ein Schnäppschen als Zielwasser. So kam dann doch bei 28 Schlägen allerhand zusammen. Schon nach dem ersten Schlag von Tom Robin Gabler dachten alle, der Hahnekönig steht fest, doch nur der Kamm fehlte und das ließ Dirk Assenmacher nicht durchgehen. Und der bestens gelaunte Kommentator in kunterbuntem Hawaihemd ließ einen Spruch nach dem anderen los. Seinem Sohn riet er, die väterlichen Gene mehr durchkommen zu lassen als die mütterlichen. Bei Tim Wiest merkte er an, dass er nun endlich mal seinem Vater zeigen solle, wo der Hammer hängt. Und Klaus Wiest musste sich gleich mehrfach als Ansporn anhören, dass doch so eine neue junge Freundin sicher zu einem mächtigen Schlag beflügele. Doch vier Runden vergingen, Moderator Fred war schon bei kleinen Wortspielen, ohne dass der Hahn geköppt war. Mit dem 28. Schlag, dem ersten in der fünften Runde, gelang um 13.35 Uhr Tom Robin Gabler der saubere Schlag zum Junggesellen-Hahnekönig. Er wurde als neuer Hahnekönig der Oberwinterer Junggesellen auf den Schultern seiner Kameraden mächtig gefeiert. Gleich mit dabei war dann auch die Hahnekönigin Katharina Petzold. Gemeinsam tanzte das Hahnkönigspaaar unter dem Junggsellenfähndel den Ehrentanz. Zu den ersten Gratulanten zählten neben dem Vorsitzenden Heinz Holthoff, Präses Pfarrer Frank Klupsch ud die Kameraden.
Eine knappe Stunde später stand mit Patrick Assenmacher auch der neue Bürgerhahnekönig fest, der von seiner Königin Bahia Assenmacher begleitet wird. Das Publikum tobte vor Vergnügen und Vergnügen hatte Kommentator Fred Jonen sicher auch genug.
Zum Abschluss der viertägigen Laurentius-Kirmes feierten die Junggesellen am Montagabend gemeinsam mit der Schützenbruderschaft Sankt Sebastianus um Präsidenten Martin Schlimpen den Königsball im Festzelt. Mit einem Festzug wurden das Hahnekönigspaar Tom Robin Gabler und Katharina Petzold, das Bürgerhahnekönigspaar Patrick und Bahia Assenmacher, der Schützenkönig Salvatore Cristodaro, der König der Könige Peter Orbonz mit Königin und Ehefrau Angela Dossmann, sowie die Bürgerkönigin Renate Cristodaro nach einem Festzug ins Festzelt geleitet. Nach der offiziellen Vorstellung der Majestäten durch den ersten Vorsitzenden der Junggesellen Heinz Holthoff und den Präsidenten der Sankt Sebastianus Schützenbruderschaft Martin Schlimpen gratulierten Bürgermeister Herbert Georgi und Ortsvorsteher Norbert Matthias den Majestäten, bevor die Kapelle „Sunshine Band“ zum Tanz aufspielte, um gemeinsam mit den Majestäten, den Junggesellen und der Bevölkerung den Königsball und den Abschluss der traditionellen Sankt Laurentius-Pfarrkirmes zu feiern.
AB
