Vokalensemble unter Leitung von Frank Hilgert vor zehn Jahren gegründet
„TonArt“ begeisterte mit Jubiläumskonzert
Im Keramikmuseum nahm der Chor die Zuhörer musikalisch mit in verschiedene Epochen und Länder
Höhr-Grenzhausen. Ein Jubiläumskonzert gab das Vokalensemble „TonArt“ jetzt im Höhr-Grenzhausener Keramikmuseum. Im Jahre 2006 hatten sich die vier Sänger des Levy-Quartetts mit ihrem musikalischen Leiter Frank Hilgert zur Gründung eines neuen Chors in gemischter Besetzung entschlossen. Damit, dass dieses Ensemble sich innerhalb von zehn Jahren so positiv entwickelte, hatte damals wohl kaum jemand gerechnet.
Der Name „TonArt“ ist bei dem Ensemble Programm, denn verschiedene Musik künstlerisch zu interpretieren, haben sich die Sängerinnen und Sänger unter ihrem Leiter Frank Hilgert zum Ziel gesetzt. So zählt das Vokalensemble „TonArt“ heute zu den Spitzenchören in seiner Kategorie, denn es siegte bei zahlreichen Wettbewerben.
„Ferne Welten“ nannte das Ensemble zum zehnjährigen Bestehen sein Jubiläumskonzert, das zahlreiche Zuhörer einfach nur begeisterte. Frank Hilgert hatte ein Programm mit Liedern zusammengestellt, das einen Bogen von der Romantik bis zur Gegenwart spannte. So wurde das Publikum mitgenommen auf eine Reise durch verschiedene musikalische Epochen und Länder.
Als Gast hatte der Chor eine Ausnahmepianistin eingeladen. Maria Streltsova wurde in Kiew/Ukraine geboren und erhielt bereits mit fünf Jahren eine Klavierausbildung. Später studierte sie an der Tschaikowsky-Akademie der Musik in Kiew, wo sie mit Auszeichnung abschloss. Erfolgreich konzertierte sie als Solistin mit dem Ukrainischen Nationalen Symphonieorchester in den USA und erhielt bald nationale und internationale Auszeichnungen.
Maria Streltsova ist Lehrbeauftragte des Instituts für Musikwissenschaft und Musikpädagogik im Fach Klavier an der Universität Koblenz und lebt als freie Konzertpianistin und Klavierpädagogin in Bonn. Die Pianistin begleitete das Ensemble bei wenigen Liedern, begeisterte aber auch mit fünf brillanten Darbietungen.
Bei „Ferne Welten“ erklangen sowohl Werke deutscher Romantiker bis hin zu zeitgenössischen Kompositionen aus dem Baltikum. Bei der „Vogelhochzeit“, eine bemerkenswerte Bearbeitung des alten deutschen Volksliedes, hatte der Arrangeur die Strophen durch alle Tonarten variiert, was dem Ensemble „TonArt“ eine musikalische Höchstleistung abverlangte.
Das Programm des Jubiläumskonzerts bestand aus Aftonen (Hugo Alfven 1872-1960), The Shower (Edward Elgar 1857-1934), Water Night (Eric Whitacre *1970), O salutaris hostia (Eriks Esenvalds *1977), Dirait-on (Morten Lauridsen *1943), Die Nachtigall (Felix Mendelssohn-Bartholdy
1809-1847), Die Vogelhochzeit (Fredo Jung *1949), Northern Lights (Ola Gjeilo *1978), Stars (Eriks Esenvalds *1977), Pseudo Yoik (Jaakko Mäntyjärvi *1963), Nine Hundred Miles (Jonathan Rathbone *1957), Go the Distance (J.A. Pamintuan *1972), Muote Dielenu (Juris Vaivods *1966), If the day is done (Vytautas Miskinis *1954), Only in Sleep (Eriks Esenvalds *1977), Zigeunerleben (Robert Schumann 1810-1856) und Loch Lomond (Jonathan Quick *1970). Solistisch sangen Sebastian Schmidt, Birgit Braun, Ursula Schaaf und Dieter Kuch.
HEP
