Mehlemer Quartettverein
„Toni singt im Liedergarten“ besteht seit nunmehr zehn Jahren
Mehlem. Schon seit zehn Jahren wird in der Kollgasse in Mehlem gesungen, getanzt, gestampft, gesprungen, gelacht. Es fliegen Schneeflocken und Regentropfen, Blätter tanzen, Käfer krabbeln, Katzen schleichen, Bienen summen, je nachdem, welche Jahreszeit die Kinder gerade musikalisch erleben oder welche anderen Themen aus der kindlichen Wahrnehmung in Liedern, Versen, Fingerspielen oder Tänzen umgesetzt werden.
Im Sommer 2007 entschloss sich der Mehlemer Quartettverein, die Patenschaft für eine Eltern-Kind-Gruppe zu übernehmen, die den Namen „Toni singt im Liedergarten“ trägt. Seither treffen sich Mütter, Väter, Großmütter oder Tagesmütter mit ihren eineinhalb bis drei Jahren alten Kindern immer freitags in den Proberäumen des Mehlemer Gesangsvereins.
Die Mitglieder des Vereins vertrauten damals dem von der Musikhochschule Detmold in Zusammenarbeit mit dem Chorverband Nordrhein-Westfalen entwickelten pädagogischen Konzept für das frühkindliche Musizieren mit dem Ziel, das Singen und Musizieren in junge Familien zu tragen. „Eine
Idee, die aufging“, sagt Paul Friedrich Schorn, der Vorsitzende des Mehlemer Quartettvereins.
Die Leitung der Kurse hat Gabriele Plößner, die als Klavierlehrerin langjährige pädagogische Erfahrung mitbringt und auch die Zusatzausbildung zur Liedergartenleiterin hat. Ziel der Kurse ist es, die Lust am Musizieren zu stärken und der den Kindern innewohnende Musikalität Raum zu geben, sie so in ihrer sprachlichen, motorischen und kognitiven Entwicklung zu fördern.
Dabei geht es nicht um leistungsbezogene Ergebnisse. Bewegungsspiele und Tänze mit kleinen Choreografien wechseln sich mit konzentrierten Phasen, in denen die Kinder Ruhe und Stille erleben, ab. Es kommen Trommeln, Rasseln, Glöckchen, Glockenspiele oder Ukulelen zum Einsatz, aber auch eher ungewöhnliche Instrumente wie Regenmacher, Knisterfolie, Luftballons, Blökdosen, Gießkannen oder quietschende Schrauben. „In diesem Alter reichen schon kleinste Impulse, um die Wahrnehmung der Kinder anzuregen“, sagt Plößner, „oft erzählen mir Mütter, dass die Kinder zu Hause die neuen Lieder singen oder Tänze und Spiele mit ihren Kuscheltieren nachspielen, um dann selber in die Rolle des Lehrers zu schlüpfen. Die Lieder sind dabei meistens bruchstückhaft. Melodiebauteile verschiedener Lieder werden aneinander gestückelt, teilweise mit eigenen Worten anstelle der richtigen Texte. Darüber freue ich mich sehr. Denn so erleben sich die Kinder im fantasievollen und kreativen, spielerischen Umgang mit der Musik. Schöner können sie nicht an Musik herangeführt werden.“
Weitere Informationen bei Paul Friedrich Schorn, Telefon (02 28) 34 38 97, und bei Gabriele Plößner, Telefon (02 28) 36 36 34.
