Allgemeine Berichte | 19.06.2016, 12:30 Uhr

Feuerwehr Remagen auf Reisen

Tour mit unerwarteter Verlängerung

Ein nicht mehr fahrwilliger Reisebus sorgte für eine ganze besondere Heimfahrt

Die Teilnehmer der Tour vor dem Airbus-Werk. privat
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Remagen. Angehörige der Feuerwehreinheit Remagen machen sich mit einem Reisebus auf den Weg in den Norden Deutschlands. Ziel der Reisegruppe ist die Hansestadt Lüneburg, gelegen vor den Toren Hamburgs am Flüsschen Ilmenau. Unter der Reiseleitung von Oberbrandmeister Carsten Delord ging es zielstrebig los und so erreichte die Gruppe schon in den Mittagsstunden ihr Ziel. Bei herrlichem Sonnenschein konnten die Reisenden hier, nachdem sie ihre Zimmer in dem in der Altstadt liegenden Hotel bezogen hatten, sich bei einer kleinen Mahlzeit und einem kühlen Getränk von der Reise erholen. Aber schon am Nachmittag stand der erste Programmpunkt an. Mit dem Bus ging die Fahrt nach Scharnebeck am Elbe-Seitenkanal, denn hier befindet sich das größte Schiffshebewerk Deutschlands. Der Kanal verbindet die Elbe mit dem Mittellandkanal bei Wolfsburg. Um das Höhenniveau der beiden Wasserstraßen auszugleichen, werden hier Schiffe bis zu einer Länge von 100 Metern in großen Wannen um maximal 38 Meter angehoben bzw. herabgelassen. Nach einer sehr informativen Einführung konnten die Hebeeinrichtungen auch in Aktion bewundert werden.

Am nächsten Morgen führte die Reiseleitung die Gruppe in die Welt- und Hansestadt Hamburg. Nach einer interessanten Hafenrundfahrt mit einer Barkasse wurden die Stadt und die Hafenanlage auf eigene Faust erkundet. Aber schon am frühen Nachmittag stand der nächste Programmpunkt an. Es ging mit dem Bus weiter in den Stadtteil Finkenwerder, denn hier befindet sich das Airbus-Werk. Im Rahmen einer sehr umfangreichen Führung durch das große Werk konnten die Reiseteilnehmer alles über die Herstellung der Airbus-Flotte erfahren. In den Werkshallen konnten nahezu alle Schritte der Fertigung beobachtet werden, zum Schluss war es sogar möglich, zwei fertiggestellte Airbus A 380 aus verschiedenen Perspektiven zu bestaunen. Der Tag klang mit einem gemeinsamen Essen in Lüneburg aus. Nach dem Frühstück ging es dann am nächsten Tag zurück in Richtung Süden.

Um die lange Fahrt etwas aufzulockern, war eine größere Pause in Münster geplant. Noch während des Aufenthaltes in der historischen Stadt erreichte die Gruppe ein Anruf des Busfahrers und er teilte mit, dass der Bus nicht mehr anspringe. Ein unvorhersehbarer Fehler in der Bordelektronik führte dazu, dass das Fahrzeug seine weiteren Dienste versagte. Alle Versuche, den Bus wieder flott zu kriegen, scheiterten. Die Berufsfeuerwehr Münster unterstützte mit eine Schleppstange, ein Pannenservice konnte zwar die Ursache ermitteln, diese aber nicht beseitigen.

Es blieb den Reisenden nichts anderes übrig, als auf den Ersatz-Bus zu warten. Sie machten aus der Not eine Tugend und so wurde das EM-Deutschlandspiel bei einigen Kartons Pizza in der Ladeklappe des Reisebusses geschaut. Zu später Stunde ging die Fahrt dann mit dem zweiten Fahrzeug zurück nach Remagen, welches nach Mitternacht glücklich erreicht wurde. Für alle Teilnehmer wird es eine schöne, interessante aber auch unvergessene Tour bleiben.

Die Teilnehmer der Tour vor dem Airbus-Werk. Foto: privat

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