Maibaum-Brauchtum wird vielerorts gepflegt
Tradition und Muskelkraft
Ahrweiler/Kreis Ahrweiler. Wenn sich der April seinem Ende zuneigt und der Mai in den Startlöchern steht, wird in zahlreichen Orten des Kreises Ahrweiler das althergebrachte Mai-Brauchtum zelebriert. Fester Bestandteil dieser Traditionen ist das Aufstellen eines bunt geschmückten Maibaums, der hoch über dem jeweiligen Ort thront. So etwas wie die „Maibaum-Hauptstadt“ ist zweifellos Ahrweiler, wo gleich vier Exemplare der vier Huten Ahrhut, Niederhut, Adenbachhut und Oberhut die Stadt verzieren. Verantwortlich für Organisation und Durchführung sind in Ahrweiler ebenso wie in den meisten anderen Orten die jeweiligen Junggesellenvereine. Das Aufstellen wird dabei mitunter noch auf traditionelle Weise mit den so genannten „Micken“ bewerkstelligt. Hierbei handelt es sich um große, hölzerne „Gabeln“, mit denen der Baum Stück für Stück in die Höhe gedrückt wird. Ein Zusammenspiel aus Muskelkraft, Koordination und Erfahrung, das beispielsweise noch in Ahrweiler, Lantershofen, Bengen, Esch und weiteren Dörfern praktiziert wird und immer wieder zahlreiche Schaulustige anzieht. Vielerorts wird das Ganze mit einem dazugehörigen Fest verbunden, hier sei als Beispiel Heimersheim genannt.
Der Baum der Ahrhut streckt sich in den sonnigen Himmel.
Das stolze Exemplar der Niederhut.
Der Baum der Oberhut.
