HwK-Präsident Werner Wittlich als Festredner beim Jubiläum
Tradition und Zukunft im Sanitärhandwerk
Kreis Ahrweiler. „Sie können stolz sein auf ihr Handwerk, und wir brauchen sie“, mit diesem Satz begrüßte der Präsident der Koblenzer Handwerkskammer, Werner Wittlich“, die mehr als 250 Gäste bei, Jubiläum zum 90-jährigen Bestehen der Sanitär- und Heizungstechnik-Innung im Kreise Ahrweiler. Gleichzeitig stand der Fachverbandstag SHK Rheinland-Rheinhessen im kreisstädtischen Dorint-Hotel an. Neben den Regularien, die auch zahlreiche Ehrung mit sich führten, hatte Obermeister Reiher Hilger die Mitglieder der 65 Innungsbetriebe des Kreises vor den Festlichkeiten zu einem Vortrag mit Ex-FIFA-Schiedsrichter Urs Meier eingeladen. Als vollen Erfolg konnte Hilger die Rede „Entscheidungen unter Druck“ verbuchen. Dass in den Betrieben, die maßgeblich für das Wohl der Menschen im häuslichen Bereich zuständig sind, tagtäglich neue Entscheidungen anfallen, stellte auch der HwK-Präsident heraus. „Alle drehen den Hahn auf und das Wasser läuft, ganz selbstverständlich. Der Anlagenmechaniker für Sanitär- Heizung- und Klimatechnik macht`s möglich“, so der Präsident. Jeder Haushalt, jeder Betrieb und jedes Unternehmen sei mit sanitären Ausstattungen versehen, stellte Wittlich fest. Das stelle die Betriebe vor ganz besondere Herausforderungen. Oft müssten individuelle Lösungen auf den Tisch, damit das Wasser fließe - an und ab. Umweltschutz und Energieeinsparungen seien dabei neue Herausforderungen, denen sich die Betriebe stellen müssten. Da gelte es, Regel- und Steuertechniken zu verstehen. 958 Heizungs- und Sanitärbetriebe sind alleine im Gebiet der Kammer in die Handwerksrolle eingetragen, 103 davon im Kreis Ahrweiler. Einen Blick in die Tradition des Sanitärhandwerks warf Wittlich, sprach von der Veränderung der Arbeitswelt. Wer kann sich heute noch an die alten Gasbeleuchtungen erinnern, wo es heute doch um ferngesteuerte Wärmetechnik oder Solaranlagen geht. Wittlich sprach von der Verantwortung für Umwelt und Gesellschaft der Handwerker. Und was dem Präsidenten besonders am Herzen lag, war der Dank für die Ehrenamtler, die sich besonders um den Nachwuchs kümmerten. 884 Auszubildende gebe es zur Zeit im Gebiet der Kammer, doch es gelte, Werbung für das Handwerk zu machen, denn der Nachwuchs werde rar, so der Präsident. „Es wäre wünschenswert, wenn ihr Idealismus und Werteverständnis für ihren Berufsstand auch auf den Nachwuchs überspringt“, wünschte Werner Wittlich seinen Handwerkskollegen.
