Allgemeine Berichte | 13.06.2023

16 Jungjäger haben das „Grüne Abitur“ bestanden

Traditioneller Jägerschlag

Die erfolgreichen Prüflinge.  Foto: Christian Scheuer

Kreis Ahrweiler. Nach über zehn Monaten Ausbildung in Theorie, Praxis und im Schießwesen konnten neun Jägerinnen und sieben Jäger ihre bestandene Jägerprüfung gebührend im Rahmen des traditionellen Jägerschlags der Kreisgruppe Ahrweiler feiern. Dieser fand bei bestem Wetter und malerischer Kulisse in der Klosterruine Marienthal statt.

Zu den Gratulanten zählten neben Familienmitgliedern und Freunden, auch zahlreiche Vorstandsmitglieder der Kreisjägerschaft. Nach den Grußworten des Obmanns für junge Jäger, Lars Henscheid betonte der Vorsitzende der Kreisgruppe, Ralf Schmidt, dass die Jagd vielfältig ist und eine verantwortungsvolle Aufgabe darstellt. So stellen Hegemaßnahmen, wie etwa Biotopverbesserungen, aktiven Naturschutz dar. Neben der Jagdausübung und der Hege erwartet die Jungjäger vielleicht das Jagdhornblasen, das Wildtier-Monitoring oder auch das Engagement in der Kreisgruppe durch die Übernahme von Ehrenämtern. Es wird sich zeigen, welchen Weg die neuen Jungjäger einschlagen werden, so Schmidt.

Theoretisches Wissen und praktische Erfahrung gesammelt

Nicht umsonst wird die staatliche Jägerprüfung umgangssprachlich als das „Grüne Abitur“ bezeichnet

– eine intensive Vorbereitung ist unumgänglich. Während der letzten Monate mussten sich die Prüflinge umfangreiches theoretisches Wissen in sechs Prüfungsfächer aneignen: Von der Wildbiologie, über den Naturschutz, bis hin zum Waffenrecht. Die Mentoren der Kreisjägerschaft unter der Leitung von Ralf Bockshecker, André Lüdenbach und Stefan Zavelberg vermittelten nicht nur das notwendige theoretische Wissen, sondern lehrten auch den sicheren Umgang mit der Waffe im Rahmen der Schießausbildung. Während Waldbegehungen und der Mitarbeit im Revier sammelten die Prüflinge wertvolle praktische Erfahrungen für ihre zukünftigen Aufgaben.

Waidmännisches Verhalten als Leitbild

Die Mentoren vermittelten stets die Wichtigkeit des waidmännischen Verhaltens gegenüber dem Wild und den Mitjägern. Dass auch jagdliche Bräuche und Rituale nicht nur Gewohnheiten oder Verhaltensweisen sind, betonte der Mentor Ralf Bockshecker: „Hinter ihnen steht die Achtung und Ehrfurcht vor dem Lebewesen!“. An die verantwortungsvollen Aufgaben der Jägerschaft in der Natur und zum Wohle der wildlebenden Tiere erinnerte auch Peter Nettersheim, Obmann für das jagdliche Brauchtum, der die musikalische Begleitung des Jägerschlags durch die Jagdhornbläsern aus der Reihe der Kreisgruppe leitete.

Ergebnisse zeugen von bester Ausbildung

Nach dem feierlichen Jägerschlag wurde die Prüfungsbeste Dr. Simone Walldorf mit einem gravierten Messer ausgezeichnet, welches von Kreisjagdmeister Dr. Stephan Schuck gestiftet wurde. 16 der 17 Prüflinge bestanden in diesem Jahr die anspruchsvolle staatliche Jägerprüfung, weitgehend mit sehr erfreulichen Prüfungsergebnissen. Dies unterstreicht das Engagement und das Fachwissen des bewährten Mentorenteams und bestätigt die Kreisgruppe im Konzept der umfangreichen und zehnmonatigen Gesamtausbildung. Zum Vergleich: Bundesweit besteht jeder vierte Kandidat die Jägerprüfung nicht.

Die diesjährige Jägerprüfung erfolgreich bestanden haben: Carina Beckers (Wershofen), Daniela Brötz (Sinzig), Leonie Bungart (Kirchsahr), Stefan Hansen (Grafschaft), Dr. Samuel Hober (Bonn), Erik Hommes (Welschenbach), Annette und Henriette Jürgens (Grafschaft), Berthold Michels (Nickenich), Markus Michels (Kottenborn), Carolin Scheuffgen (Hümmel), Nadine Schmitz (Euskirchen), Frank Info Schwarzkopf (Sinzig), Volker Stehr (Grafschaft), Dr. Simone Walldorf (Wachtberg), Cornelia Wolf (Kirchsahr).

Pressemitteilung der Kreisgruppe Ahrweiler im Landesjagdverband Rheinland-Pfalz e.V

Die erfolgreichen Prüflinge. Foto: Christian Scheuer Foto: (c)CHRISTIAN / ANJA SCHEUER

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