Markt lockte bei angenehmen Temperaturen tausende Menschen von Nah und Fern
Traditioneller Jakobsmarkt in Remagen war super besucht
Remagen. Es stimmte einfach alles beim ersten Jakobsmarktsonntag in Remagen. Fand am Abend vorher die Wallfahrtseröffnung mit der Erhebung des Heiligen Hauptes großen Zuspruch, so erlebte der erste Jakobsmarktsonntag wohl sein bestes Jahr seit einigen Jahren. Nicht zuletzt sorgten dafür die sehr angenehmen Temperaturen. So ließen es sich wirklich Tausende Gäste aus Nah und Fern nicht nehmen, nach Remagen zu kommen und den ersten Jakobsmarktsonntag zu besuchen.
Schon am Morgen ging in Remagen wirklich die Post ab. Rund 180 Stände hatten die fliegenden Händler in der Fußgängerzone mit der Josefstraße und in Verlängerung der Alten Straße bis etwa zur Einmündung Alter Fuhrweg aufgebaut. Und auch die Rheinpromenade war wieder in das große Geschehen mit eingebunden, ebenso wie die Fährgasse. Am Rhein lockten dann neben den Ständen mit Waren jedweder Art die Fahrgeschäfte unter anderem der Familie Dossier mit Kinderkarussell, Entenangeln, der Schießbude sowie dem Süßigkeiten- und Spielzeugstand.
Die Bachstraße war wieder den Kindern vorbehalten. Sie konnten hier in einem Kinderflohmarkt ausrangiertes Spielzeug, Kleidung und einiges mehr zum Kauf anbieten, um sich dann mit dem Erlös vielleicht am Stand nebenan mit neuen Schätzen wieder einzudecken.
So konnten die Besuchermassen einen regelrechten Rundgang durch die budenumsäumten Straßen und Gassen der Innenstadt und der Rheinpromenade starten. Bereits ab dem Morgen waren die Gäste der Stadt mit ihren Autos unterwegs, um einen Parkplatz zu ergattern. Ob in den Wohngebieten, auf den vorhandenen Parkplätzen oder entlang der B9 – überall, wo ein Parkplatz war, war er auch rasch wieder vergeben.
Viele Gäste aus der Eifel, aus dem Koblenzer und Kölner Raum, dem Bonner, dem Siegburger, dem Neuwieder Raum und dem Mayener Raum, dem Westerwald und sogar von der Mosel, um nur einige zu nennen, kamen, um sich beim Jakobsmarkt mit nützlichen Dingen einzudecken.
Auch Marktmeister Günter Balas zeigte sich mehr als zufrieden. Der Besuch sei wohl einer der besten in den vergangenen Jahren gewesen und offensichtlich sei auch recht gut bei den Händlern eingekauft worden. Gut 175 Stände hätten entlang des Marktbereichs aufgebaut; Absagen habe es so gut wie keine gegeben.
Geöffnet hatten gleichzeitig auch die Remagener Geschäfte, sodass dem Kauferlebnis in Remagen keine Grenzen gesetzt waren. Ergänzt wurde das Kauferlebnis durch das große Angebot der kulinarischen Genüsse. Das gab es einfach alles: von der Bratwurst oder dem Steak mit Pommes, Süßigkeiten, Flammkuchen und Eis über Fischbrötchen bis hin zu den leckersten Kuchenvarianten.
Dafür hatten sich neben den Händlern auch Vereine eingesetzt. Mit dabei waren das DRK, die Prinzengarde, der Eine-Welt-Laden, das Tierheim mit Tierschutzverein, der Türkisch-Islamische Kulturverein und Gemeinschaftliches Wohnen. Neben den Händlern und Vereinen gab natürlich auch die Remagener Gastronomie alles. Ob Restaurant, Café oder Eisdiele – hier war fast jeder Stuhl besetzt, ob im Marktbereich, auf dem Marktplatz oder auf der Rheinpromenade.
Und was es alles bei den Händlern zu erstehen gab, das war schon eine große Palette von Waren. Die unglaubliche Vielzahl von Waren bot Haushaltswaren vom Messer über den Eierbecher bis zum Kartoffelschäler und vieles mehr, Textilien in vielen Varianten, Lederwaren von der Handtasche über den Rucksack bis zur Geldbörse, Dekorationen, Putzmittel, Lappen, Besen, Tischdecken, Bücher, CDs, Schmuck in vielen Varianten, Messer en masse, Socken, Schnitzel- und Hobelgeräte für Gemüse und Salate, Seidenblumen, Düfte, Provence-Tischdecken, Bücher, Körbe in vielen Varianten sowie Spiele. Und vieles, vieles mehr wurde den Jakobsmarktgästen geboten.
Auffällig waren auch in diesem Jahr wieder die zahlreichen Lederwarenstände, die höherwertige Produkte anboten. Und Renner waren wieder die vielen nützlichen Helfer für den Haushalt. Dicht umringt präsentierten die Vorführer ihre praktischen Helfer.
Und wer dann noch nicht genug Schnäppchen ergattert hatte, der konnte es am frühen Nachmittag auf dem Marktplatz versuchen. Hier gab es eine öffentliche Versteigerung unter dem Motto „Für den Appel un dat Ei“. Auktionator Marius Köbbing brachte neben Fahrrädern alles unter den Hammer, was irgendwo von der Stadt gefunden und aufgelesen worden war. Ob der Schal oder das T-Shirt, ob das Schüsselchen aus der Küche, ob Modeschmuck – vieles kam unter den Hammer und brachte einen Erlös für das städtische Säckel von rund 880 Euro. Menschenscharen standen vor der Rathausbühne und ließen sich die Versteigerung nicht entgehen.
Und wer am kommenden Sonntag wieder dabei sein möchte, der kann dies tun, denn dann ist der zweite Jakobsmarktsonntag erneut von 11 Uhr bis 18 Uhr angesagt. Bis zum nächsten Sonntag sind auch täglich die Kinderfahrgeschäfte auf der Rheinpromenade geöffnet. AB
Am Marktplatz konnten die Besucher eine Auszeit vom Shoppen nehmen.- Fotos: AB
Die Innenstadt war stets gut besucht.