Allgemeine Berichte | 01.12.2025

Trotz des Regens kamen etwa 50 Teilnehmer zum traditionellen Fackelzug in Waldbreitbach

Traditioneller Weihnachtsdorfauftakt in Waldbreitbach

Der Fackelzug stoppte auch an dem Christbaum mit Geschenkpaketen und der großen Weihnachtspyramide.  Fotos: HEP

Waldbreitbach. Waldbreitbach. „Alle Jahre wieder...“ spielte der Musikverein Wiedklang bei der Eröffnung des Weihnachtsdorfs Waldbreitbach. Wie „alle Jahre“ war die jetzt aber nicht, sondern ziemlich feucht und wegen Regen abgespeckt. So leiteten der Vorsitzende des Weihnachtsdorf-Vereins Martin Lerbs und Gästeführerin Ulrike Kesselheim im Schnelldurchgang den Fackelzug mit etwa 50 Teilnehmern an den Attraktionen im Dorf vorbei. Dennoch durften Kinder das Licht der Sehenswürdigkeit einschalten.

Zuvor hatte Ortsbürgermeisterin Monika Kukla in ihrer Begrüßung auf dem Platz „Am alten Kreuz“ betont: „Auch die Gäste tragen dazu bei, dass unser Weihnachtsdorf lebendig ist und bleibt. Seit drei Jahrzehnten verwandelt sich Waldbreitbach in ein leuchtendes Weihnachtsdorf als Zeichen von Gemeinschaft, Heimatgefühl und Freude aufs Fest.“ Kukla verwies darauf, dass das Krippenmuseum wiedereröffnet wird und es als neue Attraktion einen Kinderkrippenweg gibt. „Eltern, Großeltern, Schulen und Kita haben sich beteiligt und auch Krippen gebastelt was ein Zeichen von Gemeinschaft ist.“

Besonders begrüßte die Ortsbürgermeisterin das neue Christkind Selina Keber. Sie ist 14 Jahre alt und besucht das Wiedtalgymnasium in Neustadt. Warum sie das macht erklärte Selina gegenüber Blick aktuell: „Ich mag Kinder sehr gerne und habe zufällig gesehen und dass man das mit 14 schon werden kann. Das wollte ich ausprobieren, weil ich dachte, das macht bestimmt Spaß und habe mich beworben.“

Ihre Hauptauftritte hat das Christkind an den 2. und 3. Adventswochenenden, an denen der Gewerbeverein den Christkindchenmarkt mit regionalen Ausstellern startet.

Natürlich war das Christkind, oft umringt von Kindern, bis zum Ende des Fackelzugs dabei, gut beschirmt von Florian Fark, Geschäftsführer des Touristik-Verbands Wiedtal, und Ulrike Kesselheim. Das Event, das erst am 25. Januar endet, ist ein Gemeinschaftsprojekt von Weihnachtsdorfverein (36 Mitglieder), Gewerbeverein, Krippenfreunde und zahlreichen Waldbreitbachern, die ihre Vorgärten und Häuser und Krippen schmückten. „Schon Anfang November beginnen etwa 40 Leute mit dem Aufbau des Weihnachtsdorfs“, erklärte Martin Lerbs gegenüber Blick aktuell und stellte besonders Charly Girnstein heraus, der die Krippen in den Schaukästen am Wiedufer allein gestaltet und auch sonst immer hilft.

Der Eröffnungsrundgang endete am Handwerks- und Gewerbemuseum, das der Weihnachtsdorfverein in einen riesigen Adventskalender verwandelt hatte. Daneben verkaufte der Gewerbeverein leckeren Döppekooche: „Wir haben drei Bleche vom Hotel zur Post und ein ganz großes von der Bäckerei Schmidt“, erläuterten die beiden Verkäuferinnen die Herkunft.

Für das passende Getränk sorgten gegenüber „die 4 von der Glühweinbude“, die sich vor einigen Jahren auf dem Christkindchenmarkt zusammengetan hatten.

Attraktionen in Zahlen

Im Weihnachtsdorf gibt es zahlreiche Veranstaltungen und über 80 Krippen. Hier die Highlights:

Wanderweg „Stern von Bethlehem“: 3500 LED-Lampen und 30 Krippen auf 2 Kilometern.

Neuer Kinderkrippenweg am Strandbadweg: Kleiner Rundweg durch Wald und Wiesen.

Krippen-Wanderweg durchs Dorf mit 82 Stationen.

Schwimmender Adventskranz auf der Wied: 8 Meter Durchmesser und 1 Tonne schwer.

Zunftbaum auf dem zentralen Platz am Alten Kreuz: 18 Meter hoch, 6 Meter Durchmesser, 10.000 LEDs.

Schwimmende Krippe auf der Wied: 8 Meter breit, 1,80 Meter hoch, beleuchtet in wechselnden Farben.

Weihnachtspyramide an der Hauptstraße: 8 Meter hohe Stahlträger und Elektromotor.

Glockenspiel am Rathaus: 23 Glocken spielen jede Stunde von 12.30 bis 17.30 Uhr Weihnachtsmelodien.

Freiland-Wurzelkrippe: Im Schmiedepark mit tollen großen Figuren.

Schwibbogen Krippe am Markt: Holzfiguren vom Schnitzer Hans Klucker aus Oberammergau.

Holzfiguren aus Erzgebirge auf Kirchentreppe: Vier traditionelle Figuren wie Bergmann, Engel, Nussknacker und Räuchermännchen.

Rekord-Naturwurzelkrippe in der Pfarrkirche: 1000 Wurzeln, 40 alte Gipsfiguren plus 85 Tiere, Bachlauf und lebende Pflanzen, 20 Tonnen schwer.

Adventskalender am Handwerksmuseum: In den Türchen Weihnachtsszenen und Bräuche von Grafiker Martin Schmitz. HEP

Der Eröffnungsrundgang endetete am Adventskalenderhaus.

Der Eröffnungsrundgang endetete am Adventskalenderhaus.

Der Fackelzug stoppte auch an dem Christbaum mit Geschenkpaketen und der großen Weihnachtspyramide. Fotos: HEP

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