Allgemeine Berichte | 18.07.2017, 15:31 Uhr

Hochschule Bonn-Rhein-Sieg unterstützt Umgestaltung

Transformation ghanaischer Universitäten

Rhein-Sieg-Kreis. Der Auf- und Ausbau praxisorientierter Hochschulbildung ist derzeit in vielen Ländern Subsahara-Afrikas ein zentrales Bildungsthema. Das westafrikanische Ghana hat dazu im vergangenen Jahr den Aufbau von technischen Universitäten am Model der deutschen Hochschulen für angewandte Wissenschaften beschlossen. Die Hochschule Bonn-Rhein-Sieg - H-BRS - unterstützt gemeinsam mit der TH Köln und der IUBH Bad Honnef die Umgestaltung von zwei zentralen Hochschulen im Land.

„Partnership for Applied Sciences“, so der Titel des vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) und dem NRW-Wissenschaftsministerium für vier Jahre geförderten Projekts. Es zielt, ganz dem Namen nach, auf den Ausbau von Hochschulen für angewandte Wissenschaften in Ghana. „Es geht darum, hochwertige und praxisnahe Hochschulbildung in Ghana anzubieten, die den Absolventen auch tatsächliche Chancen im Arbeitsmarkt des Landes eröffnet“, so Prof. Dr. Jürgen Bode, Vizepräsident für Internationalisierung und Diversität an der H-BRS. Hochschulabsolventen haben in dem westafrikanischen Land häufig Schwierigkeiten einen Einstieg in den Arbeitsmarkt zu finden.

An zwei Technischen Universitäten, der Kumasi Technical University und der Cape Coast Technical University, wollen H-BRS, TH Köln und IUBH helfen, die Praxisorientierung stärker in der Hochschullehre zu verankern und so die zukünftigen Absolventen fit für den Arbeitsmarkt zu machen. Zudem soll die angewandte Forschung intensiv gefördert werden. Darüber hinaus sollen an beiden Universitäten Businessinkubatoren als Startup-Zentren aufgebaut und die Bildung von Netzwerken mit der regionalen Wirtschaft verstärkt werden. „Am Ende des Prozesses wollen beide Technische Universitäten in Ghana nach dem Modell deutscher Hochschulen für angewandte Wissenschaften lehren, forschen und den Transfer ausbauen“, so Prof. Dr. Jürgen Bode.

Um die großen Herausforderungen im Rahmen dieser Transformation zu bewältigen, werde man einen intensiven und gemeinsamen Lernprozess mit allen beteiligten Hochschulen aufsetzen. „Eines der ersten Projektziele besteht darin, die Lehrpläne der ghanaischen Partnerhochschulen konsequent mit Blick auf die Anwendungsorientierung weiterzuentwickeln“, so Bode weiter. Anschließend gelte es, die Idee der anwendungsorientierten Forschung stärker bei den Wissenschaftlern an beiden Hochschulen zu verankern und gemeinsam die Netzwerkbildung mit der regionalen und nationalen Industrie zu intensivieren.

„Eine erfolgreiche anwendungsorientierte Forschung kann auch in Ghana dazu beitragen, die ökonomische Entwicklung voranzutreiben“, so Jürgen Bode. Mit den Businessinkubatoren schließlich wolle man dafür sorgen, dass Studenten mit innovativen Geschäftsideen bessere Möglichkeiten erhalten, die Ideen in die Tat umzusetzen und erfolgreiche, neue Firmen im Land aufzubauen. Pressemitteilung der

Hochschule Bonn-Rhein-Sieg

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