Lions Club Bonn-Rhenobacum
Trauer um Hilmar Schneider
Mitbegründer und höchster deutscher Lion verstarb im alter von 88 Jahren
Meckenheim. Der Lions Club Bonn-Rhenobacum und mit ihm die Lions der Bonner Zone, des Rheinlandes und in Deutschland, haben in einer bewegenden Trauerfeier auf dem Waldfriedhof Meckenheim Abschied genommen von Hilmar Schneider. Der Meckenheimer Mitbegründer des Lions Clubs Bonn-Rhenobacum, der im Alter von 88 Jahren verstorben ist, war schon seit 1967 Lion und unter anderem als Club-Präsident, als Distrikt Governor für den Distrikt Rheinland und als Vorsitzender des deutschen Governorrats und damit höchster deutscher Lion für „Lions International“ aktiv.
Hilmar Schneider war wie kaum ein anderer die Verkörperung des Lions-Leitspruchs „Wie serve“ - Wie dienen“. Der Kapitän zur See und Marineflieger, der im Ruhestand Meckenheim zu seiner Wahlheimat machte, fehlte einerseits weltweit auf nahezu keinem der großen Lions-Treffen, andererseits gab es keine Activity „seiner“ Rhenobacum-Lions, bei der er und seine Frau Marlies nicht nach Kräften mitarbeiteten, um Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten, Not zu lindern und behinderten Menschen in der Region Bonn/Rhein-Sieg zu helfen. Und das bis in seine letzten Tage. Ob Familien-Jazz-Brunch in der Rheinbacher Stadthalle, Benefizkonzert mit dem Bonner Jugendsinfonieorchester für die Aktion Weihnachtslicht, Adventsverkäufe auf dem Meckenheimer Neuen Markt oder dem Rheinbacher Weihnachtsmarkt, Hilmar und Marlies Schneider waren bei den Aktivitäten des Lionsclubs Bonn-Rhenobacum stets dabei.
Ganz besondere Verdienste erwarb sich Hilmar Schneider um die Verbesserung des Schulklimas in den deutschen Schulen. Seiner Zähigkeit , seiner Beharrlichkeit und Überzeugungskraft war es zu verdanken, dass 1989 das Schulprogramm der Lions-Organisation „Lions-Quest - Erwachsen werden“, das der Gewalt- , Drogen- und Alkohol-Prävention dient, in deutschen Schulen eingeführt werden konnte. Er sorgte für die Übersetzung in die deutsche Sprache, seine Anpassung an die deutschen Bedürfnisse. Bis heute haben über 80.000 Lehrerinnen und Lehrer an den Quest-Seminaren freiwillig teilgenommen und über 800.000 Schülerinnen und Schüler auf das Erwachsenwerden positiv eingestimmt. Hilmar Schneider konnte dafür im Juni dieses Jahres im Rheinbacher Gymnasium das vom Bundespräsidenten verliehene Bundesverdienstkreuz entgegennehmen.
Schon 1983 hatte ihm der Bundesminister der Verteidigung das Ehrenkreuz der Bundswehr in Gold verliehen. Hilmar und Marlies Schneider hatten noch zwölf Tage vor seinem Tode das Fest der diamantenen Hochzeit feiern können.
