Allgemeine Berichte | 28.10.2019

Leben ohne dich Andernach

Treffen der Selbsthilfegruppe

Montag, dem 4.11.2019 um 19.30 Uhr in der Familienbildungsstätte Andernach

Andernach. „In unserer Selbsthilfegruppe ´Leben ohne Dich` in Andernach treffen sich verwaiste Eltern, um in einem geschützten Raum langsam wahrzunehmen und zu begreifen, dass unsere verstorbenen Kinder immer bei uns sind, aber in einer anderen Dimension.“ Hier finden betroffene Eltern, egal wie alt das Kind werden durfte, egal wie es um sein Leben kam, einfühlsame Zuhörer und wahres Verständnis.

Es ist immer Raum für das Erzählen über die Kinder, für das Nennen des Namens – auch nach vielen Jahren, für kreatives Arbeiten im Gedenken an die Kinder. Die Gruppe ist offen für jeden Betroffenen, die Teilnahme ist kostenlos. Auch an Themenabenden haben neu hinzugekommene Mütter und Väter Vorrang. Jeder kann reden oder auch nur zuhören: Alles kann, nichts muss.

Zum Hintergrund der Selbsthilfe

Der Verlust eines Kindes ist für betroffene Eltern und Geschwister ein extrem traumatisches Erlebnis, das durch den Schmerz und die Trauer von allen Lebensbereichen Besitz ergreift und über einen langen Zeitraum immer wieder zu Krisensituationen führt.

Alle Lebensbereiche sind davon betroffen, mit Störungen und Problemen in der Partnerschaft. Beide Elternteile haben ihr Kind verloren und können sich daher oft nicht gegenseitig trösten. Jeder trauert individuell. Die Geschwister leiden neben ihrem eigenen Verlust auch unter der Trauer ihrer Eltern, wollen sie mit ihrem eigenen Schmerz aber nicht noch zusätzlich belasten. Anpassungsschwierigkeiten in der Schule, im Freundeskreis und im Berufsleben sind die Folge. Freunde, Bekannte, Arbeitskollegen und auch die eigene Verwandtschaft ziehen sich nach dem Tod eines Kindes oft zurück. Nichtbetroffene können den Schmerz und die Trauer – und vor allem die lange Zeit der Trauer – nicht nachvollziehen und geben trauernden Eltern nicht die Zeit für deren Trauerprozess. Insofern kommt der Selbsthilfe untereinander eine extrem wichtige Funktion zu, um in der Trauerarbeit voranschreiten und die sozialen Defizite so gut wie möglich kompensieren zu können und ein „Auffangen“ der trauernden Eltern und Geschwister durch Dialog und Erfahrungsaustausch zu ermöglichen. Nur selber Betroffene verstehen, dass die Trauer nie aufhört, und erkennen, dass sie sich gegenseitig am besten helfen können. „Unsere Arbeit und Hilfsangebote umfassen: Internet-Forum www.leben-ohne-dich.de mit Gedenkseiten (in Zusammenarbeit mit privaten Betreibern), Lokale Selbsthilfegruppen, Trauerseminare für verwaiste Eltern und Geschwister, Kennenlerntreffen, Ferienfreizeiten für trauernde Familien, Informationen für Menschen im Umfeld von verwaisten Familien, Aufbau und Pflege von Netzwerken. Für die Seminare stehen ausgebildete Trauerbegleiter zur Seite, die selber ein Kind verloren haben, bzw. erfahrene Therapeuten, die mit dem Thema „Tod eines Kindes“ langjährige Erfahrungen haben. Für eine erste Kontaktaufnahme stehen wir Ihnen unter Tel. 02630-4422 oder per Email unter hp-ihrlich@online.de zur Verfügung“, so Martina Ihrlich, Trauerbegleiter und Leiterin der Selbsthilfegruppe Leben ohne dich Andernach.

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Bildergalerien
Holz Loth-Entsorgung
Mülltonnen -Reinigung, bis auf Widerruf
rund ums Auto
Innovatives aus der VG Weißenthurm
Verkäufer scheitern am Kaufpreis
schlüsselfertiger Badausbau
Zukunft trifft Tradition KW 26
Empfohlene Artikel
Auch die Brohler Karnevalsprinzessin samt Hofstaat amüsierte sich prächtig.  Fotos:AKS
80

Brohl. Vielerorts geht allmählich das Wissen verloren, dass eine Kirmes nicht nur ein mehrtägiges Fest zum Feiern, Tanzen, Trinken und Essen ist, sondern seit dem Mittelalter als traditionelles kirchliches Hochfest gefeiert wurde. Denn der Begriff „Kirmes“ entstammt dem Wort „Kirchweih“, und so wird in vielen Orten am Kirmeswochenende die Weihe der Kirche oder der jeweilige Schutzpatron gefeiert.

Weiterlesen

Beim Schürreskarrenrennen wird nicht nur gerannt, sondern auch gerutscht.  Fotos: DU
106

Westum. Wenn in Westum die St. Peter und Paul Kirmes steigt, sagt in und um Westum kaum jemand „Kirmes“ dazu. Das Traditionsevent ist weithin als „Murrefest“ bekannt und beliebt. Und eben jene „Murre“, also die Möhre“, taucht rund um die Festivität immer wieder auf. Das war natürlich auch am vergangenen Wochenende der Fall, als sich die Westumer vier Tage lang dem Kirmestreiben hingaben. Schon zum...

Weiterlesen

Weitere Artikel
Der Bahnübergang in Heppingen.  Foto: ROB
6673

Der Bahnübergang in Heppingen wird gesperrt

Ab 29.06.: Vollsperrung in Bad Neuenahr-Ahrweiler

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Im Rahmen des Wiederaufbaus der Ahrtalbahn wird der Bahnübergang an der Martinusstraße erneuert. Die technischen Anlagen werden modernisiert und an aktuelle Sicherheitsstandards angepasst.

Weiterlesen