Allgemeine Berichte | 23.10.2017

Förderverein Kultur im A.K.T. e.V.

Trennung als Aufbruch

Dr. Mathias Jung machte Mut, das unbekannte Glück zu ergreifen

Dr. Mathias Jung AKT

Montabaur. Wie es gelingen kann mit den großen Veränderungen, die eine Trennung von einem einst geliebten Menschen bedeuten, heilsam umzugehen, darüber referierte Dr. phil. Mathias Jung, in der ausgebuchten Stadthalle Montabaur. Alle Symptome deuten auf eine schwere psychische Erkrankung hin, ist ein Mensch frisch verliebt, so Heike Schönborn vom Atelier Kunst & Therapie. Schlaflosigkeit, Appetitlosigkeit, Desinteresse an allem was bis dahin wichtig schien et cetera. Und „Schuld sind ein paar Inselzellen in unserem Gehirn, der sogenannte Mandelkern. Er ist zuständig für die großen Emotionen, die Bindung und somit das Überleben.“

„Man sagt, die Liebe macht blind und wir Therapeuten wissen, auch eine Trennung macht manchmal blind und schneidet den Menschen von dem Teil seiner Fähigkeiten und seiner Geschichte ab, die vor, während und nach einer Beziehung zu ihm gehörten“, so Heike Schönborn in ihrer Einführung. Welche Chancen eine solche Krise in sich trägt, zeigte Dr. Mathias Jung den interessierten Zuhörern auf. Ob freiwillige oder unfreiwillige Veränderungen das Leben einen Menschen ins Chaos stürzen, bergen sie immer die Chance in neues, unbekanntes „Land“ aufzubrechen. Meist ist es ein Abschied von einem Menschen, einer Lebenssituation, die quälend war und durch kleine oder große Kränkungen zur Lähmung führte. „Meist zieht der Mensch jedoch das bekannte Unglück dem unbekannten Glück vor“. Diese alte therapeutische Weisheit hat ihre Gründe. Denn Trennung ist eine der tapfersten seelischen Leistungen unseres Lebens. Sie ist schmerzhaft und dennoch manchmal unumgänglich. Haben sich die Partner sehr verschieden weiterentwickelt? Möchte einer der Beiden gerne an alten, längst überholten Rollenmustern und Familienbildern festhalten? Vielleicht wurden auch Wunden aus der Kindheit im Laufe der Jahre geheilt und eine Kompensation durch den Partner, der einst unterentwickelte Anteile des Anderen lebte, können nun selbst, und müssen auch selbst gelebt werden.

Oft gehen Paare gestärkt aus einer schweren Krise hervor und schauen mit neuem Mut und Respekt auf den Anderen. Wenn jedoch eine Trennung von Nöten war, um sich selbst treu zu bleiben, so wachsen Menschen oft in eine Größe hinein, die ihnen unvorstellbar schien. Es gibt kein Patentrezept, wobei das Gespräch, die Bereitschaft und auch der Wille zur Versöhnung immer den Weg in das neue Leben kennzeichnen. Pressemitteilung des

Fördervereins Kultur im A.K.T. e.V.

Dr. Mathias Jung Foto: AKT

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