Der Bischof von Trier zelebrierte das Pontifikalamt in der Filialkirche St. Petrus in Trimbs
Trimizzer feierten Stephan Ackermann – und anschließend auch sich selbst
Nach dem Gottesdienst ging es gemeinsam zur „längsten Tafel seit 1000 Jahren“ unter die Brücke
Trimbs. Hoher Besuch hatte sich am vergangenen Samstag zum Auftakt der Feierlichkeiten zum 1000-jährigen Bestehen der Ortsgemeinde Trimbs angesagt: Stephan Ackermann, seit 2009 Bischof von Trier, stattete seiner alten Heimat einen Besuch ab. Schließlich wurde er in Mayen geboren, wuchs in Nickenich auf und legte am Kurfürst-Salentin-Gymnasium in Andernach sein Abitur ab. Zusammen mit Pfarrer Jörg Schuh (Ochtendung) zelebrierte er das Pontifikalamt in der Filialkirche St. Petrus.
„Das Wort Gottes erreicht die Menschen auch in unserer Zeit, Geschichte und Gegenwart werden heute vereint“, verdeutlichte Ackermann in seiner Predigt. „Wir dürfen alle mit Gott selbst in Berührung kommen und haben uns als Gemeinschaft des Glaubens hier versammelt. Eine solche Gemeinschaft gibt dem Leben einen großen Horizont. Umso schöner ist es für mich, als Bischof zu einem solchen Fest zu kommen. Könige und Kaiser gibt es nicht mehr, aber Trimbs besteht auch weiterhin.“
Gegen Ende des einstündigen Festhochamts übernahm Ortsbürgermeister Peter Schmitt das Mikrofon und rief beim Bischof Erinnerungen wach. „Sie haben den Trimbser Kinder- und Erwachsenensternsingern im Dezember 2017 beim Aussendetreffen in Trier einen unvergesslichen und nachhaltigen Tag beschert“, erklärte Schmitt. „Ich glaube, dass ihnen der Trimbser Stern auch besonders gut gefallen hat.“ Damit der Bischof „unsere liebenswerte Pfarr- und Ortsgemeinde“ immer im Herzen behält, überreichte der Ortsbürgermeister an Ackermann eine Festschrift „1000 Jahre Trimbs“, eine vom Bischof selbst geweihte Kerze von St. Petrus sowie einen guten Tropfen, den „Trimbser Obermark“. Selbstverständlich handelte es sich um eine besondere Flasche aus der limitierten Sonderedition, und zwar die Nummer 63/1000, das Geburtsjahr des Bischofs.
Den Gottesdienst zuvor hatten der Männergesangverein „Eintracht“ Trimbs und die Mandolinen-Spielgemeinschaft Trimbs/Mendig unter der Leitung des Dirigenten Thomas Braun aus Mayen mitgestaltet. Es handelt sich hierbei um einen Zusammenschluss des Mandolinenclubs „Arion“ Trimbs und des Mandolinenclubs „Wanderlust“ Mendig. Mit den Instrumenten Mandoline, Mandola, Gitarre und Bassgitarre gaben die Musiker bei den Stücken „Suite in D-Dur“, „Heilig“ von Franz Schubert und „Ave verum“ von Wolfgang Amadeus Mozart dem Gottesdienst eine besonders einfühlsame Note.
Die Kapelle „Die Strolche“, eine Untergruppierung des Musikvereins Blau-Weiß Ochtendung, führte die Gemeinde schließlich zum Dorfplatz unter die Brücke. Dorthin war „die wohl längste Tafel, die Trimbs in den vergangenen 1000 Jahren erlebt hat“, verlegt worden. Ursprünglich sollte die „Schlemmermeile“ in der Florianstraße aufgebaut werden, doch aufgrund des schlechten Wetters entschlossen sich die Verantwortlichen zum (kurzfristigen) Umzug unter die Brücke. Dort stellten die „Improvisationskünstler“ ihre Grills und Fonduetöpfe auf und ließen es sich schmecken. Sage und schreibe 597 der insgesamt 630 Einwohner von Trimbs hatten sich im Vorfeld für diese gelungene Veranstaltung angemeldet. Der Bischof genoss diese Dorfgemeinschaft sichtlich. Als er sich Richtung Trier verabschiedete (am Sonntag stand der nächste Gottesdienst in Barweiler auf dem Programm), legten die Trimbser so richtig los. Sie feierten sich und ihre 1000-jährige Historie mit selbst zubereiteten Köstlichkeiten und mitgebrachten Getränken. Gegen 3 Uhr verließen die letzten Gäste die Tafel. Schließlich hatten sie am nächsten Tag noch viel vor.
Der Trimbser Ortsbürgermeister Peter Schmitt (rechts) bedankte sich beim Trierer Bischof Stephan Ackermann (links) für dessen Besuch. Derweil hielt Pfarrer Jörg Schuh aus Ochtendung die Geschenke fest.
Die Mandolinen-Spielgemeinschaft Trimbs/Welling sorgte beim Gottesdienst für eine einfühlsame Note.
