Allgemeine Berichte | 08.06.2016

Wachtberger Grundschüler auf großer Fahrt nach La Villedieu du Clain

Trinationaler Grundschulaustausch in Frankreich

Die Wachtberger lernten ihre Gastfamilien kennen und trafen auf die Gruppe italienischer Schüler und Eltern aus der gemeinsamen Partnergemeinde Bernareggio.

Die Gruppe der Kinder vor der abbaye de Nouaillé-Maupertuis.  privat

Wachtberg/Frankreich. Am Fronleichnamswochenende waren 25 Kinder aus den Grundschulen Adendorf, Berkum und Niederbachem, begleitet jeweils von Vater oder Mutter, der Schulleiterin der „Schule am Wald“, Martina Linten, sowie den Lehrerinnen Ute Luhmer und Katrin Lingnau aus Berkum, unterwegs ins 900 Kilometer entfernte La Villedieu du Clain. Mit an Bord waren auch zwei langjährige Wegbereiter des europäischen Gedankens auf Grundschulebene: Hedwig Tesch, ehemalige Schulleiterin aus Adendorf und Ideengeberin für dieses besondere Austauschprogramm, und Sigrid Zeisig, ehemalige Lehrerin aus Berkum.

Die lange Fahrt wurde kurzweilig durch Pausen, in denen die Vorführungen für den bunten Abend geprobt wurden, sowie den Besuch des Städtchens Amboise an der Loire mit dem berühmten Schloss aus dem 16. Jahrhundert. Beim herzlichen Empfang in La Villedieu lernten die Wachtberger ihre Gastfamilien kennen und trafen auf die Gruppe italienischer Schüler und Eltern aus der gemeinsamen Partnergemeinde Bernareggio. Es gab viele freudige Begegnungen, kannte man sich doch teilweise schon aus den Besuchen in Wachtberg im letzten Jahr.

Besuch in den französischen Grundschulen

Den Freitag starteten Kinder und Eltern mit einem Besuch in den Grundschulen. Kinder der École primaire in Aslonnes sangen das Lied „On écrit sur les murs“. Ein Rundgang durch die Schulen bot Einblicke in den französischen Schulalltag.

Anschließend verlebten 60 deutsche, italienische und französische Kinder den Tag gemeinsam mit ihren Lehrerinnen und Lehrern: sportiv, kreativ, informativ. Das gut vorbereitete Programm begeisterte. Die Eltern der Schüler wurden von Mitgliedern des Comité de Jumelage nach Poitiers begleitet. Neben einer Stadtführung und einem Picknick im Parc de Blossac erlebten sie in der Kathedrale von Poitiers einen Gänsehautmoment, als Wibke Anton aus Adendorf das Ave Maria sang.

"Soirée d’adieu" bis in den späten Abend

Den Abend und den darauffolgenden Samstag verbrachten die Gäste mit ihren Gastfamilien, die sich alle besondere Aktivitäten und Besichtigungen ausgedacht hatten und die Gäste kulinarisch à la francaise verwöhnten. Beim Soirée d’adieu feierten und tanzten Gäste und Gastgeber fröhlich bis in den späten Abend, nachdem die Grußworte des Präsidenten des Comité de jumelage, der Bürgermeister zweier gastgebender Gemeinden und die Videobotschaft einer Europaabgeordneten die Wichtigkeit dieser Begegnungen junger Familien herausgestellt hatten. „Das Herz der Partnerschaft schlägt in den Familien.“ So formulierte es Joseph Delhommois, Präsident des Comité de jumelage treffend.

Die deutschen Kinder und Erwachsenen bekamen viel Beifall für ihre Darbietungen: den „Jungs-gegen-Mädchen“-Rap, die „Habanera“-Persiflage mit Wibke Anton (die als Carmen den gesamten Saal mit ihrer tollen Stimme füllte) und den „Ein-Hoch-auf-uns“-Tanz der Kinder mit den choreographisch aufeinander abgestimmten „Fußbällen“, Dani Dresen und Jenny Düren, passend zur bevorstehenden EM.

Die italienische Gruppe hatte sich mit ihrer „Insieme“-Darbietung (unite, unite Europe...) ebenfalls den europäischen Gedanken zum Thema gemacht. Auf der Rückfahrt am Sonntag gab es noch eine Stadtrundfahrt und einen Aufenthalt am Eiffelturm in Paris. Das Mottolied des Austauschs, „On écrit sur les murs“, klingt noch heute nach.

Weitere Fotos sind auf der Homepage der „Schule am Wald“ zu sehen: www.ggs-schule-am-wald.de. Merci pour tout et à l’année prochaine en Italie!

Das Herz der Partnerschaft schlägt in den Familien.

Das Herz der Partnerschaft schlägt in den Familien.

Die Kinder spielen deutsche und französische Klatschspiele.

Die Kinder spielen deutsche und französische Klatschspiele.

Die Gruppe der Kinder vor der abbaye de Nouaillé-Maupertuis. Fotos: privat

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