Allgemeine Berichte | 17.01.2025, 13:43 Uhr

Trockenmauerbau auf dem Weg zum immateriellen UNESCO-Kulturerbe

VG Rhein-Mosel. Das traditionsreiche Handwerk des Trockenmauerbaus soll in das deutsche Verzeichnis des immateriellen UNESCO-Kulturerbes aufgenommen werden. Eine Gruppe, die von der Regionalinitiative Faszination Mosel koordiniert wird, setzt sich dafür ein, dieses wertvolle Kulturgut langfristig zu bewahren.

Trockenmauern sind seit Jahrhunderten ein prägendes Element der Kulturlandschaften, insbesondere entlang der Mosel. Sie stabilisieren die steilen Weinberge, schützen vor Erosion und bieten Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten. Doch die Zahl der Fachkräfte, die diese anspruchsvolle Bauweise beherrschen, nimmt stetig ab. Um diesem Trend entgegenzuwirken und das Handwerk zu sichern, soll nun der Antrag zur Aufnahme in das UNESCO-Verzeichnis initiiert werden. Bereits seit 2024 arbeiten Fachleute wie Nico Melchior (Zweckverband Welterbe Oberes Mittelrheintal), Walter Oeffling und Frank Boewingloh (beide Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum) sowie Professorin Ingrid Schegk (Hochschule Weihenstephan-Triesdorf) an diesem Vorhaben.

Ziel ist es, die Bedeutung des Trockenmauerbaus in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken und die notwendigen Voraussetzungen für die Antragstellung zu schaffen. Der nächste Schritt ist die Bildung einer bundesweiten Arbeitsgruppe. Ein erstes Online-Meeting findet auf Einladung der Regionalinitiative „Faszination Mosel“ am Mittwoch, 19. Februar um 14 Uhr statt. Dabei werden das Vorhaben vorgestellt, Ansprechpartner aus verschiedenen Regionen benannt und die weiteren Schritte abgestimmt. Zur erfolgreichen Antragstellung werden neben fachlicher Expertise auch Dokumentationen, Fotos, Videos oder Audiodateien benötigt, die die Handwerkskunst veranschaulichen.

Ebenso werden Organisationen und Fachleute gesucht, die ihre Netzwerke oder ihr Wissen einbringen können. Die Frist zur Einreichung des Antrags ist der Oktober 2025. Ziel ist es, die Bedeutung des Trockenmauerbaus als unverzichtbaren Bestandteil der Kulturlandschaften hervorzuheben und langfristig für künftige Generationen zu sichern.Weitere Informationen und Anmeldung bei Simone Röhr, Tel. (0 65 71) 14 23 02 und simone.roehr@bernkastel-wittlich.de.

Pressemitteilung der

Regionalinitiative

„Faszination Mosel“

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