Allgemeine Berichte | 03.12.2021

Agentur für Arbeit Montabaur informiert zur Woche der Menschen mit Behinderung

Trotz Handicap einen guten Job machen

Montabaur. „Wie komme ich an qualifiziertes Personal?“ Diese Frage stellen sich viele Betriebe, und für manchen könnte sie sogar zur Existenzfrage zu werden. Während die Wirtschaft sich seit Jahresbeginn von den Folgen der Pandemie erholt und der demografische Wandel sich beschleunigt, wächst der Branchen übergreifende Fachkräftemangel. Umso wichtiger wird es, vorhandene Potenziale zu nutzen. Damit eröffnen sich auch Perspektiven für Männer und Frauen mit Handicaps.

Auf sie lenkt die Agentur für Arbeit Montabaur den Blick anlässlich der bundesweiten Woche der Menschen mit Behinderung, die jedes Jahr Anfang Dezember im Kalender steht. „Ein Beeinträchtigung muss kein Hindernis sein, einen guten Job zu machen“, betont Dieter Knopp, in der Agentur für Arbeit Montabaur als Geschäftsführer operativ verantwortlich für den Bereich Rehabilitation. Mit moderner Technik und entsprechender Organisation lassen sich passende Arbeitsplätze einrichten – sei es für die Rollstuhlfahrerin, den Gehörlosen, die Blinde, den Autisten oder den Diabetiker.

Schwerbehinderte haben ein kaum erhöhtes Risiko, den Job zu verlieren. Wenn dies allerdings geschieht, bleiben sie deutlich länger arbeitslos als Personen ohne Beeinträchtigung. Außerdem sind unter den Arbeitslosen mit Handicap überdurchschnittlich viele Ältere (über 50 Jahre). Das erklärt sich vor allem dadurch, dass im Laufe des Lebens die Wahrscheinlichkeit steigt, chronisch zu erkranken oder nur noch eingeschränkt arbeitsfähig zu sein.

Um die Beschäftigungschancen zu erhöhen, sind Unternehmen mit mindestens 20 Arbeitsplätzen gesetzlich verpflichtet, mindestens 5 Prozent dieser Stellen mit Behinderten zu besetzen (siehe Infokasten). Die neueste Statistik nach dem so genannten Anzeigeverfahren datiert wegen der Meldefristen aus dem März 2019. Demnach gab es im Agenturbezirk Montabaur 640 Betriebe, die die „Fünf-Prozent-Klausel“ erfüllen mussten – 454 im Westerwald- und 186 im Rhein-Lahn-Kreis. Von insgesamt 3.115 Pflichtarbeitsplätzen (WW: 2.259, RL: 856) blieben 1.120 unbesetzt (WW: 900, RL: 220). Der Sollwert wurde deutlich unterschritten. Insgesamt lag die Beschäftigungsquote Schwerbehinderter bei 3,4 Prozent; im Westerwaldkreis waren es 3,1 Prozent, im Rhein-Lahn-Kreis 4,0 Prozent. Öffentliche Arbeitgeber erreichen eine deutlich höhere Quote als private Unternehmen.

Behinderte Menschen stoßen immer noch auf Vorurteile; oft sind es aber auch Unkenntnis und Berührungsängste: Man weiß einfach nicht, wie man sich ihnen gegenüber verhalten soll. Damit dieses Bewusstsein sich ändert, geht die Bundesagentur für Arbeit mit gutem Beispiel voran. In der Zentrale in Nürnberg gibt es bereits seit 2018 eine Koordinierungsstelle Inklusion. Jetzt werden bundesweit sämtliche Führungskräfte und Beschäftigten in Workshops für dieses wichtige Thema sensibilisiert: Welche Klischees herrschen? Wo und wie geschieht (unbewusst) Ausgrenzung? Wie lassen sich Hürden aus dem Weg räumen und Teilhabe ermöglichen?

„Bis zu einer inklusiven Gesellschaft ist es noch ein weiter Weg“, sagt Dieter Knopp. „Aber jeder Schritt lohnt sich, wenn dadurch immer mehr behinderte Menschen eigenständig ihren Lebensunterhalt verdienen, immer mehr Betriebe die Beschäftigten finden, die sie brauchen und menschliche Vielfalt immer selbstverständlicher wird.“

Der Arbeitgeberservice der Arbeitsagentur und der Jobcenter Westerwald und Rhein-Lahn wirbt bei den Betrieben für die Einstellung schwerbehinderter Menschen, die auf Stellensuche sind und informiert über Gesetze, Regelungen und Fördermöglichkeiten. Interessierte Unternehmen wählen die kostenlose Servicenummer 0800 4 5555 20.

Pressemitteilung Agentur

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