Sanierungen der Bonner Straße schreiten voran
Trotz böser Überraschungen fast im Zeitplan
Unbekannte Kabelstränge und Betonreste verzögerten Arbeiten
Meckenheim. Groß war die Verwunderung, als man bei den Bauarbeiten für die Sanierung der Bonner Straße unbekannte Kabel fand. In keinem Plan verzeichnet, lagen sie teilweise quer und diagonal im Erdreich unter der Fahrbahn. Nachdem der Mehraufwand gestemmt und der weitere Verlauf der Sanierung, soweit möglich, trotzdem angegangen wurde, liegen die Arbeiten fast wieder im ursprünglichen Zeitplan.
Einen Zeitpuffer rechne man bei Bauarbeiten dieser Art immer ein, weil es immer Überraschungen geben könne, die zu Verzögerungen führen, hörte man von der Stadt. Was man im Erdreich der Bonner Straße entdeckte, war allerdings mehr als ungewöhnlich, hatte der technische Beigeordnete Heinz-Peter Witsch in der Dezemberratssitzung erklärt. Auch hatte er mitgeteilt, dass es durch die notwendige Zuordnung der „wild verlegten“ Versorgungsleitungen und die Bereinigung des Zustands zu Verzögerungen kommen würde. Zudem habe man große Mengen Betonreste unterhalb der Fahrbahn gefunden, die ebenfalls entsorgt werden müssten.
Auch die Versorger, denen man die Leitungen nach dem Freilegen der Kabel und Rohre zuordnen konnten, waren irritiert, erfuhr man bei der Stadt. Viele Kabel und Leitungen wurden gefunden, die in keinem Plan verzeichnet waren. Zudem lagen viele Kabel in der Straße, die sich nach fachlicher Begutachtung als nicht angeschlossen herausstellten. Um die Situation zu klären, hatten die Arbeiter das Erdreich anstatt mit dem Bagger teilweise zeitaufwändig mit Schaufeln ausheben müssen, um keine eventuell noch im Betrieb befindlichen Stränge zu beschädigen.
Drei Monate später, Anfang März 2020, ist der Mehraufwand für den ersten Abschnitt gestemmt und der zweite bereits Angriff genommen. Die Oberfläche der Straße im Abschnitt der Bonner Straße von der L158 bis zur Einmündung Mühlenstraße ist fast vollständig geschlossen, an der Einmündung Mühlenstraße wird in einigen Abschnitte schon der Untergrund für die Fahrbahn aufgeschüttet. Bei der Stadt ging man jüngst davon aus, dass diese Arbeiten bis Mitte März hier abgeschlossen werden, sodass man bald darauf die Bonner Straße von der L158 bis kurz vor der Einmündung Mühlenstraße wieder für den Verkehr freigeben könne.
In den nächsten Etappen wird die Straße von der Einmündung Mühlenstraße bis zur Mitte der Tankstelle saniert, anschließend von der Mitte der Tankstelle bis zum Niedertorkreisel. Wie es auch derzeit der Fall ist, sollen die Zufahrten zu den Gewerbebetrieben wie den Obsthöfen und der Tankstelle zu den Geschäftszeiten in jedem Fall möglich sein. Den Zeitplan für die Arbeiten im Baumschulenweg, die ebenso wie die Sanierung der Bonner Straße im Rahmen des Integrierten Handlungskonzeptes erfolgen sollen, will die Stadt anschließend erstellen.
Trotz Bauarbeiten bleibt die Zufahrt zu den Obsthöfen aus der Richtung Mühlenstraße bzw. aus Richtung Hauptstraße möglich. Foto: Petra Reuter
In den sanierten Abschnitten wird schon die Unterlage für die Fahrbahn aufgeschüttet. Foto: Petra Reuter
Die Pflasterung wird sich an die Machart des Pflasters auf der Hauptstraße anlehnen. Foto: Petra Reuter
