Exkursion des Odendorfer Zehnthausvereins
Trutzige Burgen und romantische Städtchen
Teilnehmer erlebten einen abwechslungsreichen Tag an der Mosel
Swisttal-Odendorf. Die Mosel mit ihrer reizvollen Landschaft, ihren zahlreichen historischen Stätten und den vielfältigen kulinarischen Angeboten ist immer ein lohnendes Ausflugsziel. Ganz besonders trifft dies natürlich zu, wenn auch Petrus entsprechend mitspielt.
Dies war der Fall, als der Odendorfer Zehnthausverein zu einer Mosel-Exkursion eingeladen hatte. Bei strahlendem Sonnenschein führte der Kulturwart Klaus Peter Scholz die Mitglieder und Gäste des Vereins durch einen abwechslungsreichen Tag.
Erste Station war Cochem. Dort beeindruckte vor allem auf einem steil zum Fluss abfallenden Bergkegel die mit ihren Türmen märchenhaft wirkende Reichsburg. Diese größte Höhenburg an der Mosel war 1689 im pfälzischen Erbfolgekrieg fast vollständig zerstört worden. 1868 erwarb sie der Berliner Industrielle Louis Ravené und ließ sie nach alten Plänen restaurieren und wiederaufbauen. In einer sachkundigen Führung wurden die Teilnehmer auf dem Weg durch Rittersaal, Speisesaal, Jagdzimmer und Kemenate anschaulich durch frühere Jahrhunderte geleitet.
Es folgte eine Schifffahrt moselaufwärts zu dem wildromantischen Städtchen Beilstein, das mit seiner mittelalterlichen Atmosphäre der Inbegriff der Moselromantik ist.
Die Besucher stiegen zu dem ehemaligen Karmeliterkloster aus dem Jahr 1636 auf, dessen barocke Klosterkirche heute als Pfarrkirche genutzt wird. Plastisch erläuterte dort Rainer Vitz, der Beilsteiner Stadtführer und profunde Kenner der Ortshistorie, die allgemein- und sozialgeschichtlichen Entwicklungen Beilsteins. Dabei ging er auch ausführlich auf das Kloster und natürlich auf die hoch über dem Ort thronende Burg Metternich ein.
Zu guter Letzt fand der spannende Tag bei einem Bummel durch das mittelalterliche Stadtbild, bei Kaffee und Kuchen oder einem Glas Wein einen harmonischen Ausklang.
