Erster Griesson-de Beukelaer-Cup im Leo-Schönberg-Stadion in Polch
TuS Mayen holte sich den Titel
Polch. Durch einen nie gefährdeten 4:1 (3:0)-Erfolg über den Ligakonkurrenten SG Eintracht Mendig/Bell hat sich Fußball-Rheinlandligist TuS Mayen den Titel beim vom VfB Polch ausgerichteten ersten Griesson-de Beukelaer-Cup im Leo-Schönberg-Stadion gesichert. Vor 200 Zuschauern beim Finaltag am Samstag spielte die Mannschaft von Trainer Thomas Reuter wesentlich aggressiver und strukturierter und führte bereits beim Halbzeitpfiff von Schiedsrichter Ronny Jäckel nach Toren von Lukas Mey und zweimal Niklas Weis mit 3:0. Im zweiten Durchgang sorgte Niklas Heinemann mit seinem Treffer für die Vulkanstädter für eine Ergebniskorrektur, Joshua Marx stellte wenige Minuten später den alten Abstand wieder her. Jörg Jenke nahm anschließend den Scheck über 300 Euro aus der Hand des VfB-Vorsitzenden Anton Reiter entgegen. Reuter konnte dem Sieg allerdings nicht allzu viel abgewinnen: „Das Ergebnis hat für mich nur wenig Aussagekraft. Auf beiden Seiten hat noch viel Personal gefehlt. Wir haben schwierige Pflichtspiele vor der Brust, da sind die Spieler vom Kopf her nicht 100-prozentig bei der Sache.“ Sein Kollege Florian Stein zeigte sich als fairer Verlierer: „Wir waren heute nicht konkurrenzfähig, keine Frage. Es waren immerhin acht Spieler nicht dabei. Trotzdem bin ich mit der Leistung meiner Jungs zufrieden. Lars Assenmacher hat zum ersten Mal seit Dezember 2012 gespielt, Torhüter Yannik Reinländer lief im Sturm auf. Wir wollten das Finale sogar absagen, aber so etwas gehört sich nicht.“
Im Spiel um Platz drei behielt die SG Vordereifel (Bezirksliga Mitte) gegen Gastgeber SG Maifeld (Kreisliga B Mayen) mit 1:0 (1:0) die Oberhand. Das Tor des Tages markierte Julian Hammes bereits nach zehn Minuten. „Wir trainieren im Moment besser als wir spielen“, war Peter Geisen aus Alzheim, der die SG Vordereifel trainiert, zumindest mit dem Ergebnis zufrieden. „Ich muss meine Jungs aber auch ein wenig in Schutz nehmen. Es war heute die 20. Einheit in diesem Monat, und auch der Juli hat bekanntlich nicht mehr als 31 Tage.“ Dem Saisonstart sieht er gelassen entgegen: „Wir spielen jetzt das dritte Jahr in der Bezirksliga. Die Frage wird sein, ob wir die sechs Abgänge kompensieren können. Wir müssen in der Bezirksliga in jedem Spiel ans Limit gehen, sonst gehen wir unter. Das ist aber allen im Verein bekannt.“ Mit Prognosen hielt sich auch Wolfgang Durben, der Trainer der SG Maifeld, zurück. „Wir haben uns als Gastgeber ordentlich präsentiert und die Partie gegen die SG Vordereifel ausgeglichen gestaltet. Wir haben viele Neuzugänge, die Mannschaft ist auf dem Weg, sich zu finden. Die Jungs ziehen im Training mit, alles andere wird sich zeigen.“
Halbfinale
Im ersten Halbfinale am Freitagabend hatte die SG Maifeld gegen die SG Eintracht Mendig/Bell mit 0:4 (0:1) verloren. „Wir haben uns vor allem in der ersten Halbzeit taktisch hervorragend verhalten und dem Favoriten das Leben schwergemacht. Als unsere Kräfte nachgelassen haben, mussten wir aber froh sein, die Niederlage in Grenzen gehalten zu haben“, analysierte Durben. Die Gäste von der Brauerstraße machten im zweiten Abschnitt kurzen Prozess, für die vier Treffer zeichneten Niklas Heinemann (2), Damir Mrkalj und Neuzugang Mark Spohler verantwortlich.
Im zweiten Halbfinale ebenfalls am Freitagabend hatte der TuS Mayen gegen die SG Vordereifel mit 1:0 (0:0) die Oberhand behalten. An seiner alten Wirkungsstätte gestaltete die Mannschaft von Trainer Reuter die Begegnung zwar überlegen, musste aber bis zur 57. Minute warten, ehe Lukas Mey der einzige Treffer des Abends gelang. „Es macht immer wieder Spaß, auf diesen herrlichen Rasen zurückzukehren“, schwelgte Reuter in Erinnerungen.
Die SG Eintracht Mendig/Bell (schwarze Trikots) hatte dem TuS Mayen im Endspiel nur wenig entgegenzusetzen.
Im Finale gegen den TuS Mayen (links Niklas Weis) hatte Jan Heinemann, der Torhüter der SG Eintracht Mendig/Bell, alle Hände voll zu tun.
Peter Geisen aus Alzheim, der Trainer der SG Vordereifel, weiß genau, dass seine Mannschaft in der Bezirksliga ans Limit gehen muss.
Durch den Erfolg im Halbfinale über die SG Vordereifel (rotes Trikot) zog der TuS Mayen (rechts Simon Berresheim) ins Finale ein.
