Zum 25. Wirtschaftsempfang der Stadt kamen etwa 300 Gäste aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft in den Schlossgarten
Über 100.000 Arbeitsverträge in Koblenz
Oberbürgermeister David Langner blickte zurück und nach vorn auf die BUGA 2029, die ein Fixstern werde
Koblenz. 205.000 Arbeitsverträge gibt es im Bezirk der Arbeitsagentur Koblenz-Mayen und davon über 100.000 in der Stadt Koblenz. Diese beeindruckenden Zahlen nannte Oberbürgermeister David Langner beim Wirtschaftsempfang der Stadt Koblenz im kurfürstlichen Schlossgarten. Die Wirtschaftsförderung der Stadt und die Koblenz Touristik hatten zu diesem Jubiläumsempfang geladen, es war der 25. 300 Gäste aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft waren eingeladen. Hintergrund ist, dass Entscheider sich kennenlernen und Netzwerke knüpfen.
In seiner Rede hob der Oberbürgermeister hervor, dass die Wirtschaft in Koblenz überraschend gut durch die zweieinhalb Jahre dauernde Pandemie-Krise gekommen sei: „Bei den Gewerbesteuereinnahmen sind neue Höhenflüge zu erwarten, denn Arbeitgeber und Arbeitnehmer haben sich da richtig reingehangen.“ Es gebe aber auch Verlierer beklagte David Langner und das sei im Innenstadtbereich der Einzelhandel, der durch die Internetanbieter schon vor der Krise unter Druck war: „So haben wir für den Innenstadtbereich die Plattform Koblenz bringt´s geschaffen, durch die der Einzelhandel Waren nach Hause liefern kann.“
Herz von Koblenz ist laut David Langner die Innenstadt
Das Herz von Koblenz ist laut David Langner die Innenstadt, die belebt bleiben muss mit Menschen, die hier arbeiten, wohnen und einkaufen: „Die Arbeitsplätze in der Innenstadt müssen erhalten und neue angesiedelt werden. Diese Menschen bleiben hier, kaufen ein und gehen aus und erwecken so das Herz dieser Stadt zu neuem Leben.“ Die starke Wirtschaftsregion in und um Koblenz wirbt permanent um Urlaubsgäste aus Deutschland: „Im September 2021 hatten wir mehr Gäste als 2019. Wir machen das gemeinsam und leben den regionalen Zusammenhalt, der uns vorangebracht hat, besonders in der Gastronomie, die in der Krise besonders gebeutelt war“, erläuterte der Oberbürgermeister.
Er setzt große Hoffnungen in die Bundesgartenschau 2029: „Sie wird für uns ein Fixstern sein, so wie die BUGA 2011, die 3,6 Millionen Menschen nach Koblenz gelockt hat. Es konnten viele Projekte, die nichts mit der BUGA zu tun hatten verwirklicht werden. Und viele Bürger nahmen die BUGA zum Anlass zu investieren, und sei es nur, um Vorgarten und Haus zu verschönern, diese Menschen brauchen wir.“
Als Herausforderung bezeichnete David Langner die Eigenständigkeit der Uni Koblenz ab Januar: „Wir pflegen einen engen Austausch mit den Hochschulen, denn Stadt, Wirtschaft und Wissenschaften können sich gegenseitig helfen und unterstützen. Für eine abwechslungsreiche Stadt brauchen wir Ideengeber und Menschen, die den Unternehmen hier zur Verfügung stehen. Um diese Menschen von außen für diese Region zu gewinnen ist der einfachste Weg der Studienort. Bei der Entwicklung von Uni und Hochschule hat die Landesregierung Zusagen gemacht und wir werden darauf achten, ob die eingehalten werden“, kündigte der Oberbürgermeister an.
So gehörte auch die Wirtschafts- und Wissenschaftsallianz Koblenz (WWA), ein Zusammenschluss von Hochschulen und Unternehmen, Kommunen sowie Bildungs- und Kultureinrichtungen im Norden des Landes, mit zum Veranstalter des Wirtschaftsempfangs, an dem die Präsidenten und Vizepräsidenten aller Hochschulen der Region teilnahmen. WWA-Vorsitzender Prof. Dr. Markus Rudolf (Rektor der WHU Vallendar), meinte, dass Koblenz und die Region wirtschaftlich nicht weit über dem Durchschnitt liege, aber man könne diesen Standard halten: „Unternehmen müssen sich hier ansiedeln und bleiben“, forderte Professor Rudolf.
Über dem Durchschnitt liege die Region aber mit ihren acht wissenschaftlichen Institutionen: „Einen Brückenschlag zwischen Wirtschaft und Wissenschaft zu vollziehen ist als Kombination sehr wichtig für den Wohlstand“, unterstrich der WHU-Rektor.
Nach dessen Rede ging es bei Minispeisen und Getränken lediglich um Gespräche und Kontakte, wobei auf ein Rahmenprogramm bewusst verzichtet wurde. HEP
Oberbürgermeister David Langner sprach beim Wirtschaftsempfang vor etwa 300 Gästen.
Kennenlernen und Netzwerke knüpfen war das Ziel des 25. Wirtschaftsempfangs der Stadt Koblenz, so auch für Gilmour Niggemann von BLICK aktuell (li.).
