Kult-Open Air für den guten Zweck
Über 1.500 Besucher feiern „Typisch Kölsch“ am Apollinarisstadion
Bad Neuenahr-Ahrweiler. Dass der Fastelovend in der Kreisstadt samt seiner fünf Karnevalsgesellschaften nicht nur Menschen verbindet und gemeinsam feiern lässt, sondern auch für die gute Sache einiges bewegen kann, wurde schon oft eindrucksvoll unter Beweis gestellt – nicht zuletzt durch die berühmte „Hutsitzung“, deren Erlöse unverschuldet in Not geratenen Menschen in Bad Neuenahr-Ahrweiler zugutekommen. Nicht anders verhält es sich in Sachen Charity-Aspekt mit dem inzwischen ebenfalls längst mit einiger Tradition verbundenen „Typisch Kölsch“, das Jahr für Jahr die Beletage der kölschen- und rheinischen Musikszene ins Ahrtal bringt – und das mitten im Sommer. Organisiert vom „Förderverein Festausschuss Karneval Bad Neuenahr-Ahrweiler“ mit Franz-Josef Creuzberg und Vanessa Creuzberg an der Spitze, lockt das Open Air Festival immer zahlreiche Musik- und Fastelovendsfans in den Bad Neuenahrer Kurpark. Das war auch am vergangenen Wochenende bei hochsommerlichen Bedingungen der Fall, obwohl man wegen der Bauarbeiten im Kurpark diesmal auf den Parkplatz des Apollinarisstadions ausweichen musste. Über 1.500 Besucher sangen, schunkelten und rockten bei den insgesamt sieben Bands, die beste Live-Unterhaltung vom späten Nachmittag bis tief in den Abend lieferten.
Von „F!ASKO“ bis„Domstürmer“
Mit „Veedel for 12“ eröffnete eine Formation, die im Ahrkreis durch zahlreiche Auftritte beliebt und bekannt ist, gefolgt von den Newcomern „Auerbach“, inklusive deren 2025/26er-Sessionshit „Einmol“. Zu den längst etablierten Kölschrockern von „F!ASKO“ muss man keine großen Worte verlieren, sie hatten das feierfreudige Volk direkt auf ihrer Seite. Selbiges gelang mit Bravour auch der Frauen-Band „Mätropolis“, die mit ihrer energiegeladenen Bühnenshow im wahrsten Sinne des Wortes einen regelrechten Abriss produzierten. Dass kölsche Tön und Rap perfekt zusammenpassen können, bewies anschließend „Mo-Torres“, bevor als Headliner die Kultgruppe „Domstürmer“ leichtes Spiel hatte. Hits wie „Ohne Dom, ohne Rhing, ohne Sunnesching“ oder „Hauptgewinn“ funktionieren immer. Und als die Jungs um Frontmann Micky Nauber vor dem Zugaben-Teil noch den Guns N‘ Roses Gassenhauer „Paradise City“ auf die Bretter brachten, gab es endgültig kein Halten mehr.
Zahlreiche kölsche Kultbands gaben sich die Ehre.
Auch eine Safari-Gruppe war ans Apollinarisstadion gekommen. Fotos: DU