Schüler des Megina-Gymnasiums Mayen liefen für den guten Zweck
Über 19.300 Euro kommen Kindern und Jugendlichen zugute
Kinderschutzbund Mayen sowie Kinder- und Jugendhospiz Koblenz konnten sich über großzügige Spenden freuen
Mayen. Das war nun wirklich ein besonderer Anlass, zu dem Schulleiter Prof. Dr. Edzard Visser die Gäste begrüßte. Neben der Schülervertretung des Megina-Gymnasiums mit Vertrauenslehrerin Katja Hens und dem Sozialkunde- und Sportlehrer Ingo Bücker hatten sich am Freitag in der ersten Schulwoche auch Vertreterinnen des ambulanten Koblenzer Kinder- und Jugendhospizes sowie des Mayener Kinderschutzbunds mitsamt Pressevertretern in der Bibliothek der Schule eingefunden.
Die SV hatte gemeinsam mit dem Lehrer Ingo Bücker einen Spendenlauf geplant, der während der Projekttage stattfand. Dazu hatten sich alle Schülerinnen und Schüler im Vorfeld um Sponsoren gekümmert, die ihre Laufleistung auf dem Sportplatz der Schule finanziell honorierten. „Die Entscheidung, wer das Geld bekommen sollte, war nicht einfach. Aber wir wollten, dass der Erlös Kindern und Jugendlichen zugutekommt“, erklärten Franziska Steffens und Julia Walderich von der SV. „Die ‚Nummer gegen Kummer‘ des Kinderschutzbunds kann auch von unseren Schülerinnen und Schülern in Anspruch genommen werden, und die Arbeit des ambulanten Kinder- und Jugendhospiz hat uns berührt, die wollten wir unterstützen.“ Im Namen der SV bedankten sie sich herzlich bei Dr. Edzard Visser und Ingo Bücker für die Unterstützung und bei der Schülerschaft für das große Engagement.
Insgesamt kamen so über 19.300 Euro zusammen, die nun jeweils zur Hälfte an die Vertreterinnen der beiden Organisationen übergeben wurden.
Katja Masendorf, Hospiz- und Palliativpflegefachkraft vom ambulanten Kinder- und Jugendhospiz Koblenz, war mit Jessica Lehnen, Leiterin des Teams, zur Spendenübergabe angereist. Masendorf skizzierte an einigen Beispielen kurz die Arbeit des Kinderhospizes. Ziel sei es, den Alltag der betroffenen Familien lebenswerter zu gestalten. Dazu sei schnelle und unbürokratische Hilfe notwendig. Die ehrenamtlichen Mitarbeiter besuchen die Familien, um sie von außen zu unterstützen. Die Kosten für ihre Aus- und Weiterbildungen sowie die Fahrzeuge müssen durch Spenden finanziert werden. Masendorf bedankte sich herzlich für die großzügige Unterstützung und lobte das Engagement der Schülervertretung und der Schülerschaft.
Erika Bertram, Erste Vorsitzende des Kinderschutzbunds Mayen, freute sich gemeinsam mit der Kassenwartin Angela Bertram über die große Spende. Das Geld werde zur Unterstützung des Kinder- und Jugendtelefons verwendet. Die „Nummer gegen Kummer“ werde von ehrenamtlichen Beratern besetzt, die telefonisch oder im Mailkontakt Kindern und Jugendlichen bei Problemen Hilfe leisten. Samstags stellen sogar Schüler das Beraterteam bei „Jugendliche beraten Jugendliche“. Die Aus- und Fortbildung der ehrenamtlichen Berater werde mit der Spende unterstützt. Bertrams Lob galt der SV und den Schülerinnen und Schülern, die das Geld erlaufen haben.
Zum Abschluss würdigte Dr. Edzard Visser die Solidarität der SV, die sich damit auseinandergesetzt habe, wie Kinder und Jugendlichen geholfen werden könne, die außerhalb des geschützten Bereichs der Schule in Situationen geraten sind, in denen sie oder ihre Familien Hilfe benötigen.
