Akribische Vorbereitung und perfektes Timing beim 32. „Rund in Rheinbach“
Über 200 Fahrer waren am Start
Hans Pirius vom Team Ur-Kostritzer Giant gewinnt den Radrennklassiker „Rund in Rheinbach“
Rheinbach. Zum 32. Mal hieß es nun wieder „Rund in Rheinbach“. Auf einem Rundkurs mit Start und Ziel in der Martinstraße legten sich die Radrennsportler mächtig ins Zeug, nicht nur, um die ersten drei Plätze zu erreichen, sondern auch für die vielen Prämien und Sachpreise, die während der Rennen vergeben wurden. Bürgermeister Stefan Raetz hatte auch für die 32. Auflage des Radrennens in Rheinbach die Schirmherrschaft gern übernommen. Sein Dank galt an diesem Tag den vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer und natürlich auch dem Vorstand des Radsportclubs Rheinbach. Josef Göttlicher vom RSC Rheinbach und die vielen Helfer hatten das Rennen akribisch vorbereitet. Besonders schön fand er die Teilnahme des jüngsten Nachwuchses an dem professionell gestalteten Radrennen. Obwohl der Wettergott dieses Mal sehr launisch war, blieben die Radrennsportler von den gewittrigen Schauern scheinbar völlig unbeeindruckt und fuhren Runde um Runde durch Rheinbachs Innenstadt. Die Zuschauer erlebten über mehrere Stunden ein spannendes Rennen und feuerten die Sportler entlang der Rennstrecke immer wieder an.
Waghalsigen Brems- und Überholmanövern
Etwas enttäuschend war die Resonanz dieses Events bei der Rheinbacher Bevölkerung. Hier hätten die Radsportbegeisterten sich über eine größere Beteiligung sicher gefreut. Insgesamt waren an diesem Tag mehr als 200 Fahrer der verschiedenen Amateur- und Altersklassen am Start. Da der Rundkurs nur 1,5 Kilometer lang war, kamen die Zuschauer an der Strecke voll auf ihre Kosten, da die Fahrer beispielsweise im Spitzenrennen der Männer Elite, A/B Klasse, 48 Mal vorbeirauschten. So wurden sie Zeugen von waghalsigen Brems- und Überholmanövern und kraftvollen Sprints in den Schlussrunden.
Viele Altersklassen am Start
Die Eröffnung des Radrennens war den Senioren AK 2, 3 und 4 (von 41 bis 61 Jahren) vorbehalten. Acht Fahrer kämpften in diesen Altersklassen um die vorderen Plätze. Als Sieger dieses Rennens nach 27 Runden behauptete sich Jörg Grünefeld vom RV Blitz Spich vor Ulrich Strothmann vom Radtreff Campus Bonn und Jan Smekal vom Siegburger Radverein. Zehn Runden absolvierten dann die Schüler U13 m/w. Hier kam Gianluca Weßling vom RSC Sturmvogel Bonn auf den ersten Platz. Bei den Schülern U13, U15 und bei der Jugend fuhren auch die weiblichen Teilnehmer mit. Sie wurden getrennt gewertet. So fuhr bei den Schülerinnen U13 Martha Wiemers vom VfR Büttgen auf Platz eins. Bei den Schülern U15 m/w ging das spannende Rennen über 17 Runden. Die Sieger waren Jonas Fabian Messerschmidt vom TG Witten und Finja Smekal vom Siegburger Radverein. Die Jugend U17 m/w fuhr 20 Runden, als Sieger wurden Till Bardenheuer, RSG Heinrich Böll Gesamtschule und Lea Lin Teutenberg vom Verein FC Lexxi Speedbike e.V. geehrt. Schon deutlich mehr Kilometer mussten die Fahrer in der Männer C-Klasse zurücklegen. Die 19 Fahrer bewältigten in 40 Runden 60 Kilometer. Ingo Richter von Sqadra Cislismo Colonia verwies seine Konkurrenten Christian Dörfler und Nils Büttner auf die Plätze zwei und drei.
Auf "fetten Reifen"
Eine willkommene und amüsante, aber nicht minder spannende Abwechslung gab es beim anschließenden Superrennen auf „fetten Reifen“ mit den Kindern von sechs bis neun Jahren und von drei bis fünf Jahren. Wer bei dem Rennen aufgeregter war, die Kinder oder die Eltern, ließ sich nicht feststellen. Bei diesem Rennen waren alle Teilnehmer Sieger und jedes Kind bekam kleine Sachpreise und Anerkennungen.
Im Durchschnitt 45 km/h
Das Hauptrennen der Männer A/B-Klasse führte schließlich über 72 Kilometer in 48 Runden durch die engen Kurven der Rheinbacher Innenstadt. Trotz Regen und Wind fuhren die Radsportler im Durchschnitt 45 km/h. Sehr schnell hatte sich eine Spitzengruppe mit Christian Noll vom RSC Betzdorf, Alexander Weifenbach vom RV Blitz Spich und Hans Pirius vom sächsischen Team Ur-Krostitzer Giant vom Hauptfeld gelöst. Ihr Vorsprung war kurz vor dem Ziel auf 49 Sekunden angewachsen. Eine Aufholjagd vom Rheinbacher Gero Waldbruel scheiterte an zu wenig Unterstützung durch Mitfahrer. So kam das Führungs-Trio unangefochten in die letzte Runde und der mit Abstand stärkste Fahrer in diesem Feld, Hans Pirius, konnte in einem packenden Endspurt vor Alex Weifenbach und Christian Noll das Rennen für sich entscheiden.
Waghalsige Brems- und Überholmanövern und kraftvollen Sprints gehörten beim Rheinbacher Radsportevent dazu und begeisterten die Zuschauer. Hier die Fahrer der C-Klasse. Fotos: STEIN
Die 19 Fahrer der Männer C-Klasse legten sich bei der 32. Auflage von „Rund in Rheinbach“ mächtig in Zeug.
