Allgemeine Berichte | 08.08.2024

Wohltätigkeitsveranstaltung trotzte dem Dauerregen

Über 8000 Euro: „Picknick an der Wied“ war ein voller Erfolg

Die Besucher genossen die gemeinsame Zeit.  Foto: Peter Fischer

Waldbreitbach. Sechs Auflagen benötigte Filmboxer Rocky Balboa bislang, um so manchen Niederschlag zu verkraften. In der wirklichen Welt schafften Juliane und Jürgen Grünwald mit ihrem „Picknick an der Wied“ in Waldbreitbach bereits bei der Premiere einen faustdicken Erfolg. Trotz permanentem Niederschlag erwiesen sich die Wetterverhältnisse nicht als tausendfache K.O.-Tropfen für die neue Form der Wohltätigkeitsveranstaltung, die das Ehepaar jüngst an der romantischen Promenade im Herzen des Wiedtals in Szene gesetzt hatte.

Dass die Stimmung nicht baden ging, lag vor allem auch daran, dass das unerschütterlich heitere Naturell der Gäste durch den Sinn und Zweck des „Picknicks an der Wied“ gespeist wurde. Schließlich kommt der komplette Reinerlös der ganzen Benefizaktion der VOR-TOUR der Hoffnung zugute. Und die besitzt Standing dank ihrem Schöpfer Jürgen Grünwald. „Zum Gelingen der Erstauflage hat die Identifikation der Gäste quer durch alle Generationen mit den Anliegen der VOR-TOUR beigetragen. Selbst junge Leute habe sich bei uns für das schöne Fest bedankt“, ist Jürgen Grünwald noch immer berührt von solch positiver Resonanz.

Rund 300 Gäste waren dabei

An 34 Tischen hatten sich rund 300 Wohltäterinnen und Wohltäter zu einem fröhlichen Stelldichein auf dem grundsätzlich malerischen Idyll eingefunden und unverdrossen bis in die Nacht hinein der Dauerberieselung getrotzt. Neben dem guten Gefühl, zu sinnvollem Wirken beizutragen, entstammten die Aufheiterungen auch dekorativer Provenienz. Die willkommenen Picknickfreunde waren nämlich dazu aufgerufen, ihr Ambiente nach eigenem Gusto auszustaffieren, und diese Gelegenheit wurde vielfach so beherzt, sonnig und ideenreich wahrgenommen, dass der strahlende Sommer zumindest unter den ebenfalls standfesten Pavillons Einzug gehalten hatte. Farblich aufeinander abgestimmt von der Tischdecke bis zur Serviette und drapiert mit Zitronen, Peperoni, Artischocken und weiteren Pretiosen aus der Schatzkammer der Natur, hätten die Kreationen auch famos in jedem Lifestyle-Magazin für Hochglanz gesorgt.

Währenddessen hielten unmittelbar an der Wied die Kerzen aus den Leuchtern der Schmuck-Elemente gleich einem Fingerzeig an Petrus, nicht untergehen zu wollen, tapfer das Signal der Zuversicht in den wolkenverhangenen Himmel. Auf die Teilnahme zu verzichten, war keine Option. Schließlich ging es ja um die gute Sache und da wird nicht gekniffen, konnte der übereinstimmende Tenor der versammelten Gästeschar auf eine Formel gebracht werden.

Die ließen sich neben schmackhaften Kaltgetränken aus der VOR-TOUR-Gastronomie die Inhalte ihrer Picknickkörbe von Blätterteig und Buletten-Petit-Fours über famose Dips und Käse-Tapas bis hin zu herzhaft leckeren Salaten umso mehr munden, als dass sich die Vorleistungen für das VOR-TOUR-Festival derart beeindruckend ausgestaltet hatten. Viele Vereine, Gruppierungen und Einzelpersonen aus Waldbreitbach und den benachbarten Ortsgemeinden packten nämlich nicht nur über ihre Helferinnen und Helfer tatkräftig mit an, sondern brachten zusätzlich noch Spenden mit.

Bewegter Organisator

Letztendlich konnte somit ein Gesamterlös von 8.179 Euro für die VOR-TOUR der Hoffnung sozusagen „erpicknickt“ werden. „Diese unglaubliche und allumfassende Hilfsbereitschaft hat Jürgen und mich richtiggehend angefasst“, zeigt sich Juliane Grünwald noch immer bewegt. Und da auch im rheinischen Westerwald zu jeder Jahreszeit irgendwann immer Karneval angesagt ist, schunkelten sich die tapferen Gäste zunächst zu den Klängen des Duos M&M mit Manfred Düllberg und Melanie Klug trocken, bevor Frank „Faxe“ Kötting den Herren Westernhagen, Cocker & Co. seine beeindruckende Vokalistik verlieh. Als dann zum Finale der mariusque Evergreen „Lass‘ uns leben!“ die nassgrüne Picknickwiese musikalisch flutete, schwang über der gesamten Szenerie der unausgesprochene Optimismus mit, dass auch die widrigsten Bedingungen nicht einen kompletten Untergang nach sich ziehen müssen. Eine Maxime und ein Synonym wie geschaffen für die Botschaft der VOR-TOUR der Hoffnung.

Wenn eine Idee selbst bei Dauerberieselung solch durchschlagenden Erfolg hat, dann muss es schon etwas ganz Besonderes sein. Deshalb reifen bereits die ersten Ideen für eine Etablierung des Formats in den kommenden Jahren. Ausstaffiert mit ganz viel Charme, Originalität und Hilfsbereitschaft. Und ohne Regen.

Wie kann man spenden?

Gespendet werden kann natürlich weiterhin auf die Spendenkonten der VOR-TOUR der Hoffnung:

- Sparkasse Neuwied, IBAN: DE67 5745 0120 0102 2195 32

- VR-Bank Rhein-Ahr-Eifel e.G.. IBAN: DE59 5776 1591 0099 9555 00

Die Besucher genossen die gemeinsame Zeit. Foto: Peter Fischer

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