Allgemeine Berichte | 06.07.2018

Erstes „Galerie-Geplauder“ mit Rosemarie Bassi

Über Kunst ins Gespräch kommen

Angebot ist Teil des Projekts „Leben und Älterwerden in Remagen mitgestalten“

Rosemarie Bassi /(l.) wusste Interessantes aus den vielen Jahren, seit denen sie sich schon der Kunst widmet, zu berichten. privat

Remagen. Jeder kennt sie, und ihre Galerie hat weit über Remagen hinaus einen Namen. Doch was macht eigentlich eine professionelle Galeristin aus, und wie beurteilt diese die Welt der Kunstschaffenden? Von Rosemarie Bassi war mehr zu erfahren. Bei Kaffee und selbstgebackenem Kuchen hatte sie zum ersten „Galerie-Geplauder“ in ihre Galerie nach Remagen eingeladen.

Umgeben von zahlreichen Kunstgegenständen war man direkt bei der Sache. Und die gebürtige Österreicherin erzählte von ihrem Werdegang, dass sie ihre künstlerische Laufbahn bereits mit 14 Jahren an der Akademie der bildenden Künste Wien bei Professor Albert Paris Gütersloh begonnen hatte und später sogar bei Oskar Kokoschka Aquarelltechnik und anderes studierte.

1963 wechselte Rosemarie Bassi nach Italien zur Akademie von Perugia. Nach ihrer Heirat lebte sie einige Jahre in Honkong und sammelte als selbstständige Geschäftsfrau im Perlengroßhandel vielfältige Erfahrungen. Nach einer Familienphase widmete sie sich dem Aufbau ihrer Galerie. Über Jahrzehnte mit Leib und Seele der Kunst verschrieben, verfolgt sie stets ihre oberste Maxime: „Ich mache nur das, was ich gerne tue, was mir Spaß macht!“

Es war spannend, mehr über ihr Leben und ihre Sicht der Dinge zu erfahren. Da wollten die Gäste auch wissen, welche Künstler sie in ihrem langen Leben als Galeristin begleitet hat und was nach ihrem Urteil wahre Kunst ausmacht.

„Das Wichtigste ist das Werk, und das steht im Vordergrund“, so Rosemarie Bassi. Dabei sei die Qualität eines Kunstwerks völlig unabhängig vom aktuellen Marktwert. Die akademische Ausbildung der Kunstschaffenden gilt für sie als eine wichtige Voraussetzung.

Zur Aufgabe einer Galeristin gehört es, Kunst in Szene zu setzen, also Planung und Organisation von Ausstellungen, Einladungen zu Vernissagen sowie das Dokumentieren von Kunstwerken. Eine weitere wichtige Aufgabe sei die Pflege von Kontakten zu Sammlerinnen und Sammlern, führte Rosemarie Bassi aus.

Mit herzlichem Applaus dankten die Gäste für diese erste Plauderstunde. Sie freuen sich schon auf den Herbst, wenn Rosemarie Bassi erneut in ihre Remagener Galerie einlädt, ein Angebot, das im Rahmen des Projekts „Leben und Älterwerden in Remagen mitgestalten“ stattfindet.

Rosemarie Bassi /(l.) wusste Interessantes aus den vielen Jahren, seit denen sie sich schon der Kunst widmet, zu berichten. Foto: privat

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