Allgemeine Berichte | 25.09.2019

IGS Remagen startet Nachhaltigkeitsprojekt

Über den Titel sind sie sich noch nicht einig

„Grüner Freitag“ oder „Reparieren statt neu kaufen“ wollen es die 16 Schüler nennen

Ein Teil der Projektgruppe (von links): Martin Funke, Marvin Barz, Techniklehrer Simon Roth, David Ibrahim und Niclas Köllejan.Fotos: Sandra Rosa

Remagen. Während der Rest der Welt einmal mehr für den Klimaschutz auf die Straße ging, stellte der WPF-Kurs Technik der Jahrgangsstufe neun der IGS Remagen sein neuestes Projekt vor. „Grüner Freitag“ wollen sie es nennen. Oder „Reparieren statt neu kaufen“. Über den Projekttitel sind sich die 16 Schüler noch nicht ganz einig.

Sich im Technikkurs mit dem Aufbau und der Funktion eines Fahrrads und seiner Bestandteile zu beschäftigen, verwundert zunächst nicht.

Dass durch die Beschäftigung mit diesem Thema ein Projekt ins Leben gerufen wurde, für das die Schüler nun Feuer und Flamme sind, war so jedoch nicht zu erwarten. „Zunächst einmal ging es darum, unsere eigenen Fahrräder wieder flottzumachen“, weiß Baran Abdikoglu (9a). Schnell habe sich das Projekt aber herumgesprochen, sodass inzwischen auch Lehrkräfte ihre Räder durch das Team kontrollieren und die Sicherheit herstellen lassen. Anhand eines selbst erstellten Diagnosebogens, der zwölf kritische Punkte abdeckt, werden die Räder zunächst inspiziert. Anschließend wird eine Rückmeldung an den Besitzer gegeben. Dieser sorgt dann gegebenenfalls für die Beschaffung benötigter Ersatzteile wie Speicherreflektoren oder Schläuche. Auch besondere Kundenwünsche werden auf dem Bogen erfasst. Das Instandsetzen übernimmt das Schülerteam unter Anleitung seines Techniklehrers Simon Roth wöchentlich am Freitag in einer Doppelstunde des vierstündigen Wahlpflichtfachs.

„Unser Ziel ist es, das Projekt auch über die Schule hinaus bekannt zu machen. Vielleicht bringen künftig auch Anwohner ihre Fahrräder hierher und verzichten auf die Fahrt mit dem Auto“, so die motivierten Neuntklässler. Auch haben sich die Schüler Gedanken über den Fortgang ihres jungen Projekts gemacht. Sie setzen ihre Hoffnung darauf, dass das Projekt im kommenden Jahr vom nachfolgenden Kurs fortgeführt wird – ganz im Sinn der Nachhaltigkeit. Projektbeschreibung und -dokumentation gehören daher ebenso zu den Aufgaben des Teams. Bei den Lehrkräften ist das Projekt jedenfalls nach ein paar Wochen schon gut angekommen.

Martin Funke testet die Funktionsfähigkeit eines Dynamos. Kann gelötet werden oder muss er ersetzt werden?

Martin Funke testet die Funktionsfähigkeit eines Dynamos. Kann gelötet werden oder muss er ersetzt werden?

Ein Teil der Projektgruppe (von links): Martin Funke, Marvin Barz, Techniklehrer Simon Roth, David Ibrahim und Niclas Köllejan.Fotos: Sandra Rosa

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