Allgemeine Berichte | 25.05.2016, 10:27 Uhr

Jugendhilfezentrum des Rhein-Sieg-Kreises für Alfter, Swisttal, Wachtberg

Überregionales Netzwerktreffen „Frühe Hilfen vor dem Kinderschutz“ widmete sich der Beratung von Fachkräften

v.l. Ferdi Hüllen-Veith, Leiter Jugendamt der Stadt Rheinbach, Dirk Polchow, Leiter Erziehungs- und Familienberatungsstelle des Rhein-Sieg-Kreises in Bornheim, Ernst Kaufmann, Leiter Erziehungs- und Familienberatungsstelle des Rhein-Sieg-Kreises in Rheinbach, Lydia Schönecker, Referentin des DIJuF, Elisabeth Wilhelmi-Dietrich, Leiterin Jugendhilfezentrum für Alfter, Swisttal und Wachtberg, Andreas Jung, Leiter Jugendamt der Stadt Meckenheim, Elvira Garbes, Leiterin Jugendamt der Stadt Bornheim.privat
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Rhein-Sieg-Kreis. Unter Federführung des Jugendhilfezentrums des Rhein-Sieg-Kreises für Alfter, Swisttal, Wachtberg kamen jüngst rund 90 Fachkräfte aus Kindertagesstätten, Schulen, Arzt- und Hebammenpraxen sowie Jugendämtern und Beratungsstellen zum 7. überregionalen Netzwerktreffen in der Aula der Sekundarschule in Wachtberg-Berkum zusammen. Das Netzwerktreffen wird im jährlichen Wechsel vom Jugendhilfezentrum des Kreises für Alfter, Swisttal, Wachtberg sowie den Jugendämtern Bornheim, Meckenheim und Rheinbach ausgerichtet. In diesem Jahr ging es um den Anspruch der „Fachlichen Beratung und Begleitung zum Schutz von Kindern und Jugendlichen“.

Landrat Sebastian Schuster wies in seiner Begrüßung auf die Wichtigkeit dieses Angebots hin. „Die ‚frühen Hilfen‘ sind ein präventives und niedrigschwelliges Angebot für werdende Mütter und Eltern in ihrer neuen Lebenssituation mit Kindern. Es lebt durch ein funktionierendes Netzwerk zwischen den Trägern, das auch vor kommunalen Grenzen nicht Halt macht. Für diese gute Zusammenarbeit möchte ich allen Beteiligten danken“, sagte Landrat Sebastian Schuster.

Lydia Schönecker, Referentin des Deutschen Instituts für Jugendhilfe und Familienrecht (DIJuF), ging in ihrem Inputreferat auf den Beratungsanspruch für Personen, die beruflich mit Kindern und Jugendlichen in Kontakt stehen - also Fachkräfte in den Kindertagesstätten, Lehrerinnen und Lehrer, Kinderärzte, Hebammen und Fachkräfte der Beratungsstellen - ein.

Erzieherinnen, Erzieher, Lehrerinnen und Lehrer, Ärzte sowie weitere Personen sind täglich beziehungsweise regelmäßig mit den Kindern und Jugendlichen in Kontakt. Wenn sie unsicher sind, ob möglicherweise das Kindeswohl gefährdet ist, haben sie einen Anspruch auf Beratung durch eine erfahrene Fachkraft. In der anschließenden Podiumsdiskussion mit Vertreterinnen und Vertretern der beteiligten Jugendämter, der Erziehungsberatungsstellen und mit Lydia Schönecker vom DIJuF wurde der konkrete Zugang zu einem Beratungsgespräch erörtert.

„Wichtig ist, dass sich Erzieher oder Lehrer sowie alle Personen, die beruflich in Kontakt mit Kindern und Jugendlichen stehen, bei Unsicherheiten, ob das Kindeswohl gewahrt ist, früher zu einem unverbindlichen Beratungsgespräch in geschützten Rahmen bei einem der beteiligten Jugendämter melden. Grundsätzlich sind alle Daten in diesem Beratungsgespräch anonymisiert, so dass daraus zunächst kein konkreter Handlungsbedarf erwächst. Die kollegiale Beratung, zum Wohle des Kindes, steht im Vordergrund“, erläuterte Elisabeth Wilhelmi-Dietrich, Leiterin des Jugendhilfezentrums für Alfter, Swisttal, Wachtberg.

Dass Bedarf da ist, zeigte sich: Gleich nach Ende der Veranstaltung wurden Termine für zwei anonymisierte Beratungsgespräche vereinbart. Das nächste Netzwerktreffen wird durch das Jugendamt der Stadt Rheinbach ausgerichtet.

Pressemitteilung

Rhein-Sieg-Kreis

v.l. Ferdi Hüllen-Veith, Leiter Jugendamt der Stadt Rheinbach, Dirk Polchow, Leiter Erziehungs- und Familienberatungsstelle des Rhein-Sieg-Kreises in Bornheim, Ernst Kaufmann, Leiter Erziehungs- und Familienberatungsstelle des Rhein-Sieg-Kreises in Rheinbach, Lydia Schönecker, Referentin des DIJuF, Elisabeth Wilhelmi-Dietrich, Leiterin Jugendhilfezentrum für Alfter, Swisttal und Wachtberg, Andreas Jung, Leiter Jugendamt der Stadt Meckenheim, Elvira Garbes, Leiterin Jugendamt der Stadt Bornheim.Foto: privat

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