Allgemeine Berichte | 23.10.2019

Feuerwehren der Verbandsgemeinde Adenau

Übungseinsatz am Adenauer Marktplatz

„Gebäudebrand mit Menschenrettung in der Sparkasse Adenau“

Man wollte das Übungsszenario so real wie möglich gestalten, daher war niemanden vorgewarnt. Fotos: privat

Adenau. „Gebäudebrand mit Menschenrettung in der Sparkasse Adenau“, so lautete die Einsatzmeldung am Montagabend, den 21. Oktober 2019, für die Feuerwehr Adenau. Dabei wurde auch die Sirene um 19:11 Uhr ausgelöst, was in der Stadt Adenau nur noch äußerst selten vorkommt. Man wollte das Übungsszenario so real wie möglich gestalten und hatte deshalb auch niemanden vorgewarnt. So waren bei Eintreffen der ersten Kräfte bereits zahlreiche Zuschauer im Bereich des Marktplatzes anzutreffen. Dichter Rauch quoll aus mehreren Etagen, die Brandmeldeanlage hatte ausgelöst und schrillte laut hörbar bis auf den Bürgersteig. Auf der Frontseite standen mehrere Personen an Fenstern und schrien lauthals um Hilfe. Eine kurze Erkundung durch den Einsatzleiter ergab, dass ebenfalls an der Gebäudeseite Personen an Fenstern standen. Die Befragung eines Passanten (Übungsteilnehmer) ließ das ohnehin schon kritische Szenario zu einer fast unlösbaren Aufgabe für die bislang alarmierten Kräfte ansteigen: Bei Arbeiten an der Heizungsanlage im Keller ist wohl ein Feuer ausgebrochen. Durch offenstehende Türen zog der Rauch bis in die zweite Etage und das Dachgeschoss, sodass der Rückweg für die dort befindlichen Personen versperrt ist. Daher sind auch im Keller Personen vermisst, sodass von insgesamt 7 vermissten Personen in dem Bank- und Wohngebäude ausgegangen werden muss!

Umgehend wurden die Feuerwehren Quiddelbach und Wimbach nachalarmiert, die ebenfalls nichts von der Alarmübung wussten. Gleichzeitig wurden Steck- und Schiebeleitern an der Front sowie an der Seite angebracht. Der Angriffstrupp ging unter Atemschutz in das Gebäude vor, ebenfalls zur Menschenrettung. Die nun eingetroffene Drehleiter ersetzte die Leiter an der Gebäudefront. Mit ihr konnten zwei Personen gerettet werden, über die Steckleitern an der Seite weitere drei. Während dieser ersten Maßnahmen war der Passant in das Gebäude gelaufen, „um zu helfen“. Auch er wurde nun in dem stark verrauchten Gebäude vermisst. Die herbeigeeilten Kräfte aus Quiddelbach und Wimbach integrierten sich ohne Probleme und stellten zwei weitere Atemschutztrupps. Außerdem brachten sie Strahler zur Beleuchtung sowie Lüfter zur Entrauchung in Stellung.

Insgesamt 6 Atemschutztrupps suchten das Gebäude ab und fanden eine Person im Keller, eine in der Bank und eine weitere in einer Wohnung im Dachgeschoss.

Die Hauptstraße musste während diesem Übungseinsatz halbseitig gesperrt werden, insbesondere für die Aufstellung der Drehleiter. Der Verkehr wurde geregelt.

Es waren 40 Feuerwehrkräfte beteiligt, davon 12 unter Atemschutz. Die geretteten Personen waren hauptsächlich Bankangestellte und Partner von Feuerwehrangehörigen. Das Übungsobjekt wird zur Zeit umgebaut und erwies sich als ideal, vor Allem in dieser besonderen Lage. Einige Zuschauer beobachteten das Geschehen und hielten es zunächst für einen Realeinsatz.

In einer Nachbesprechung wurden kleinere Verbesserungen angemerkt. Prinzipiell verlief die Übung aber reibungslos. Gelobt wurde die Zusammenarbeit zwischen den beteiligten Wehren aus Adenau, Quiddelbach und Wimbach.

Die Hauptstraße musste während diesem Übungseinsatz halbseitig gesperrt werden.

Die Hauptstraße musste während diesem Übungseinsatz halbseitig gesperrt werden.

Mit einer Steckleiter konnten an der Seite des Gebäudes weitere Personen gerettet werden.

Mit einer Steckleiter konnten an der Seite des Gebäudes weitere Personen gerettet werden.

Die herbeigeeilten Kräfte aus Quiddelbach und Wimbach integrierten sich ohne Probleme und stellten zwei weitere Atemschutztrupps.

Die herbeigeeilten Kräfte aus Quiddelbach und Wimbach integrierten sich ohne Probleme und stellten zwei weitere Atemschutztrupps.

Die Feuerwehren Quiddelbach und Wimbach wurden nachalarmiert, diese wussten ebenfalls nichts von der Alarmübung.

Die Feuerwehren Quiddelbach und Wimbach wurden nachalarmiert, diese wussten ebenfalls nichts von der Alarmübung.

Man wollte das Übungsszenario so real wie möglich gestalten, daher war niemanden vorgewarnt. Fotos: privat

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