Ausschreibung soll nach Unterbrechung im Spätsommer fortgesetzt werden
Ukraine-Krieg wirkt sich auf Schulcampus-Neubau aus
Meckenheim.Der Ukrainekrieg hat tiefgreifende Folgen, die sich unter anderem auf den Bausektor auswirken. Arbeitskräfte und Logistikdienstleister fallen vermehrt aus, die Verfügbarkeit von Rohstoffen und Baumaterialien ist sanktionsbedingt eingeschränkt, sodass daraus nicht kalkulierbare Preis- und Verfügbarkeitsrisiken für Bauunternehmen entstehen. Eine Planung lässt sich seitens der Firmen derzeit nicht verlässlich abbilden. Folglich schwindet bei potentiellen Bewerbenden die Bereitschaft zur Teilnahme an Ausschreibungsverfahren. Vor dem Hintergrund dieser aktuell nicht absehbaren Entwicklung hat der Rat der Stadt Meckenheim in seiner jüngsten Sitzung einstimmig beschlossen, das Ausschreibungsverfahren für den Neubau der Geschwister-Scholl-Hauptschule und des Konrad-Adenauer-Gymnasiums auf dem Meckenheimer Schulcampus zu unterbrechen. Der Rat folgte damit einer Empfehlung der Stadtverwaltung, die sich zuvor mit der VBD Beratungsgesellschaft für Behörden mbH (VBD) abgestimmt hatte. Die VBD berät die Stadt bei der technisch-wirtschaftlichen Begleitung des Vergabeverfahrens, das am 10. Februar eröffnet worden war. Trotz des jüngsten Beschlusses behält die Stadt Meckenheim den Neubau am Schulcampus fest im Blick und arbeitet weiterhin an dem ambitionierten Projekt. Zeitnah nach den Sommerferien soll die Gesamtvergabe mit der erneuten Bekanntmachung des Teilnahmewettbewerbs vorangetrieben werden - in Erwartung einer Anpassung des Marktes an die kriegsbedingt veränderten Gegebenheiten.
Pressemitteilung
Stadt Meckenheim
