Johanneskapelle Kruft
Umfangreiche Instandhaltungsmaßnahmen
Kruft. Wer zur Zeit einen Herbstspaziergang über den Korretsberg macht, wird sich sicherlich erschrecken, wie es im Moment rund um die Johanneskapelle aussieht. Aufgegrabene Erde und die Hecke ist ebenfalls verschwunden. Was passiert? Was wird gemacht?
Um die Standsicherheit der geschichtsträchtigen, rund 100 Jahre alten Kapelle zu sichern, wurde der Untergrund umfangreich untersucht und das Fundament für eine Mauerwerkssanierung freigelegt. Insgesamt war die kleine Anhöhe, auf der die Kapelle steht durch Kaninchenbauten wie ein „Schweizer Käse“ durchlöchert. Daher war zu befürchten, dass die Tragkraft des Untergrunds auf die Dauer nicht gewährleistet sein würde. Die Böschungen der Anhöhe werden anschließend so gesichert werden, dass es zu keinen weiteren Hohlräumen unter der Kapelle mehr kommen soll. Gleichzeitig wird rund um die Kapelle neuer Boden aufgefüllt.
Leider musste im Zuge der Maßnahme die Ensemble-prägende Birke weichen. Sie hätte nicht nur aufgrund ihres Neigungswinkels und der fehlenden Standfestigkeit die Kapelle beschädigt. An ihrer Stelle wird natürlich ein neuer Baum gepflanzt werden. Auch die Hecke rundherum wird durch eine blühende, insekten- und vogelfreundliche Variante ersetzt werden, sodass Tiere zukünftig sogar noch mehr Lebensraum und Nahrungsressourcen erwarten dürfen, als es bisher der Fall war.
So wird sich beim nächsten Herbstspaziergang 2022 und auch bereits im nächsten Frühling ein völlig neues und harmonisches Bild dieses besonderen Ortes dem Spaziergänger eröffnen.
