Eifelverein Remagen
Umgeben von Mausefallen
Auf dem Eifelsteig unterwegs
Remagen. Gewiss doch, die drei Etappen des Eifelsteigs von Gerolstein bis kurz vor Manderscheid sind aufregend schön und erlebnisreich. Allein schon gleich zu Beginn der Blick zurück auf Gerolstein mit seinen einzigartigen, himmelhohen Dolomitfelsen sucht seinesgleichen. Am Nerother Kopf erreicht der Eifelsteig mit 650 m seinen höchsten Punkt zwischen Aachen und Trier. Die große, drohende Burgruine Freudenkoppe kann dort bestaunt werden, ebenso die finstere Mühlsteinhöhle. Und dann folgt Daun, wo gleich hinter dem noch herbstlich bunt blühenden Kurgarten die Remagener Wanderer nach steilem Anstieg erst das Gemündener, dann das Weinfelder und schließlich das Schalkenmeerener Maar bewundern konnten. „Augen der Eifel“ nannte eine Dichterin zutreffend diese Maare. Ein starker Wind sorgte für Wellen und ließ diese Augen sogar blinzeln. Über den Dauner Maaren thront hoch oben der Dronketurm zur Erinnerung an Dr. Adolf Dronke, der 1888 den Eifelverein gründete und dabei gleich den Remagener Bürgermeister Clemens von Lassaulx bewog, auch in Remagen noch im selben Jahr eine eigene Ortsgruppe ins Lebens zu rufen. Den phantastischen Ausblick von diesem Turm ließen sich die Remagener natürlich nicht entgehen. Mit einer fröhlichen Einkehr in der Üdersdorfer Mühle wurde diese dreitägige Wanderung beendet.
In besonderer Erinnerung aber bleibt das unbedingt sehenswerte Mausefallenmuseum in Neroth. Im 19. Jahrhundert herrschte in den Dörfern der kargen Vulkaneifel oft bittere Not.
Viele Bewohner wanderten nach Amerika aus. In Neroth aber hatte ein tüchtiger, handwerklich geschickter Dorfbewohner die Idee, sich auf die Herstellung verschiedenster Mausefallen aus Drahtgeflecht zu spezialisieren. Die Idee wurde ein voller Erfolg, die Firma beschäftigte bald das halbe Dorf und Wanderburschen verkauften die Fallen allerorten in Deutschland und darüber hinaus. Bis 1970 wurde dieses Gewerbe dort noch betrieben.
