Neues von der Zottelbärengruppe und ihrer Umwelt
Umwelterziehung kann schon früh gelingen, wenn alle mitmachen
Mülheim-Kärlich. Die Zottelbären (Krippenkinder im Alter von zwölf Monaten – drei Jahren) sind gerne an der frischen Luft. Ob Sonne, Wolken, Wind und Schnee - die Zottelbären finden Spazierengehen schön.
Da die kleinen Beine und Füße noch nicht so weite Strecken zurücklegen können, laufen die Zottelbären meistens ihre gewohnte Kurzstrecke am nahegelegenen Mülheimer Bach entlang. Leider wurden die Naturerfahrungen der Kleinen in der letzten Zeit immer häufiger von unangenehmen Begleitumständen getrübt. Neben der Tatsache, dass überall Müll in der Natur herum liegt, haben auch einige Personen nicht viel Verständnis für die kleinen Spaziergänger. Dabei sind die Kinder immer sehr offen und freundlich, einige winken sogar oder begrüßen ihre Mitmenschen. Immer wieder wird geübt, an die Seite beziehungsweise aus dem Weg zu gehen, wenn ein Jogger, Radfahrer oder auch ein Motorroller vorbeikommt. Doch das klappt nicht immer auf Anhieb bei fast 32 „Zwergen“, was bei einigen Passanten leider auf Unverständnis oder manch unfreundliche Reaktion stößt. Schade ist es auch, dass einige Hundebesitzer den Tütenspender, der extra aufgestellt wurde, um den Kot aufzusammeln, nicht nutzen. Die Zottelbärenkinder sind zwar mittlerweile schon geschult im Erkennen von Tretminen, aber oft sind es so viele, dass sie nicht mehr ausweichen können. Auch wenn die Eltern alle dankbar sind, dass sich ihre Sprösslinge an der frischen Luft bewegen, sind sie verständlicherweise weniger begeistert, den stinkenden Kot von den Schuhen ihrer Kinder entfernen zu müssen. Nicht nur riesige Häufchen, sondern auch sehr viel Müll und Glasscherben begegnen den kleinen Entdeckern bei ihrer Tour am Bach entlang. Verschrottete Einkaufswagen, Laptops, Porzellan, Kleidung und sogar ganze Mülltüten liegen auf dem Weg oder im Gebüsch verteilt. Nach Weihnachten lag sogar ein Tannenbaum im Bach.
Da kommen selbst die Erzieherinnen oft in Erklärungsnot. Das ist kein schöner Anblick und was denkt man sich dabei? Die größte Gefahr für die Kleinen lauert jedoch unter den beiden Unterführungen. Haufenweise Glasscherben liegen überall verstreut. Dadurch muss der „Wettlauf“ oft abrupt unterbrochen und die Kinder an die Hand genommen werden. Nicht auszudenken, was passiert, wenn dort ein Kind unglücklich stürzt. Obwohl zwei Mülleimer zur Verfügung stehen, werden diese nicht genutzt. Der Anblick der schönen Natur wird dadurch leider sehr getrübt. Bei jedem Spaziergang wird den Kindern erklärt, dass man Müll in die Mülltonne schmeißt und nicht einfach dorthin, wo man geht und steht. Doch aus den Worten sollten nun auch Taten folgen. Und so haben sich die Zottelbären mit Tüten, Schaufeln und Greifzangen ausgerüstet und mit der Müllsammelaktion losgelegt. Alle, selbst die Allerkleinsten, haben fleißig mit angepackt. Hierbei erhielten die Kinder eine Vorstellung von der Müllmenge, die auf ihrem Spazierweg liegt. Sie erkannten genau, was Müll ist und was nicht in die Natur gehört.
Das Umweltbewusstsein sollte schon früh anfangen, damit die Kinder auch in Zukunft verantwortungsvoll mit ihrer Umwelt umgehen werden. Gerade in der heutigen Zeit, wo Müll weltweit ein großes Problem darstellt, ist es wichtig, sensibel mit diesem Thema umzugehen. Die Zottelbären hoffen, dass diejenigen Personen, die ihnen demnächst auf ihrer kleinen Erkundungstour begegnen, zukünftig etwas verständnisvoller sein werden und natürlich hoffen sie auch, dass sie einige Mitmenschen zum Nach- oder Umdenken ermuntert haben.
Pressemitteilung der Kindertagesstätte Chateau Renault
Selbst die Kleinsten halfen bei der Müllsammelaktion.
Manche Kinder hat das Müllsammeln auch ein wenig müde gemacht.
