Allgemeine Berichte | 07.09.2018, 13:16 Uhr

Auftakt der Präventionskampagne kommmitmensch

Unfälle reduzieren, Sicherheit und Gesundheit fest verankern

Kommunikation ist das A und O für sichere und gesunde ZusammenarbeitUnfallkasse Rheinland-Pfalz/Thomas Frey
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Mainz. „Jeder Unfall am Arbeitsplatz ist einer zu viel! Die Kampagne kommmitmensch setzt an den richtigen Stellen an, nämlich Sicherheit und Gesundheit in allen Entscheidungen und Abläufen im Betrieb zu berücksichtigen, mit dem Ziel, Gesundheit und Sicherheit als Werte in Unternehmen und Einrichtungen fest zu verankern“, betonte Sabine Bätzing-Lichtenthäler, Ministerin für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie, anlässlich der Eröffnung der Präventionskampagne kommmitmensch der Unfallkasse Rheinland-Pfalz im Entsorgungsbetrieb der Stadt Mainz. „Hier sind die Unternehmensleitungen und Führungskräfte aller Branchen gefragt. Der Entsorgungsbetrieb der Stadt Mainz geht mit gutem Beispiel voran“, so die Ministerin.

Die Kampagne der gesetzlichen Unfallversicherung will erreichen, dass weniger Unfälle passieren und Gesundheit und Sicherheit als Werte in allen Lebensbereichen selbstverständlich berücksichtigt werden. „Einer der Anlässe für die Kampagne ist, dass die Unfallzahlen in den vergangenen Jahren auf einem immer noch zu hohen Niveau stagnieren“, erläuterte Manfred Breitbach, Geschäftsführer der Unfallkasse Rheinland-Pfalz. „Digitales Arbeiten sowie der technische und demografische Wandel verlangen neues Denken und Handeln.“ Das gelte auch für psychische Belastungen am Arbeitsplatz, die ebenfalls immer weiter zunehmen. Die Kampagne ist auf zehn Jahre ausgelegt. Sechs Handlungsfelder thematisieren die Weiterentwicklung von Sicherheit und Gesundheit: Führung, Kommunikation, Beteiligung, Fehlerkultur, Betriebsklima und Sicherheit und Gesundheit. „Die Müllwerkerinnen und Müllwerker der Stadt Mainz stehen für viele andere Berufssparten und Beschäftigte der Stadt Mainz sowie Versicherte der Unfallkasse Rheinland-Pfalz“, betonte der Geschäftsführer der Unfallkasse.

„Wir haben in Mainz bereits vor einigen Jahren ein umfassendes Betriebliches Gesundheitsmanagement eingeführt, das neben der körperlichen Gesundheit auch Themen wie psychische Belastungen umfasst“, teilte Oberbürgermeister Michael Ebling mit. „Die Resonanz ist groß und zeigt, dass eine Kultur der Prävention ausdrücklich gewünscht ist,“ so Ebling.

Eine offene Kommunikation hilft

Hermann Winkel, Leiter des Mainzer Entsorgungsbetriebes, erläuterte: „Eine offene Kommunikation und Vertrauen sind das A und O für eine gute Zusammenarbeit. Und die lässt sich nicht verordnen. Sie wird gelebt. Auch eine gesunde Führung lässt sich nicht verordnen. Wenn etwas passiert ist, arbeiten wir das Unfallgeschehen auf und loten aus, welche Verbesserungen möglich sind.“

Wie wichtig der reflektierte Umgang mit Fehlern ist, hob Burkhard Müller, geschäftsführender Direktor des Landkreistags Rheinland-Pfalz, mit Blick auf die Bildungseinrichtungen hervor. „Ich nenne da das Handlungsfeld Führung und auch besonders in Schulen den Umgang mit Fehlern. Der Rotstift ist nicht besonders zielführend. Lehrerinnen und Lehrer sollten darin bestärkt werden, neue Wege des kooperativen Arbeitens zu gehen“, so Müller. „Das heißt durch eine Feedback-Kultur mehr Transparenz und damit Vertrauen schaffen.“

Aufgabenspektrum stellt Feuerwehren auf die Probe

Die Bedeutung der Kampagne für Feuerwehren und Hilfeleistungsunternehmen bekräftigte Dr. Karl-Heinz Frieden, Geschäftsführer des Gemeinde- und Städtebundes Rheinland-Pfalz. Allein 50.000 aktive Feuerwehrleute sind bei der Unfallkasse gesetzlich unfallversichert. „Das Engagement reicht von der Begleitung von Martinszügen bis hin zur Rettung von Menschen und Tieren und Brandeinsätzen“, umschrieb Dr. Frieden. Dieses breite Aufgabenspektrum stelle auch die Führungskräfte der Feuerwehren vor enorme Herausforderungen. „Mit der Kampagne zur Kultur der Prävention gibt es viele Möglichkeiten, die Feuerwehr auch für junge Menschen attraktiver zu machen. Ich wünsche mir an dieser Stelle eine gezielte, individuelle Förderung und Unterstützung der Feuerwehren und Hilfeleistungsunternehmen durch die Unfallkasse“, so Dr. Frieden.

„In diesem Sinne liefert die Kampagne Instrumente, die dabei helfen, die Kultur des eigenen Unternehmens oder Verbandes zu reflektieren“, so Breitbach. Die Präventionsfachleute der Unfallkasse Rheinland-Pfalz tragen die Kampagne in die Betriebe und Einrichtungen, beispielsweise über Seminare und in die Beratungen unserer Mitgliedsunternehmen. „Führungskräfte haben als Multiplikatoren und Vorbilder großen Einfluss auf das Verhalten der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“, ergänzte er. Sie werden zum Beispiel in Fortbildungen darin geschult, Sicherheit und Gesundheit in den beruflichen Alltag einfließen zu lassen und zu thematisieren.

Weitere Infos unter www.ukrlp.de oder www.kommmitmensch.de.

Pressemitteilung der

Unfallkasse Rheinland-Pfalz

Die Unfallkasse Rheinland-Pfalz eröffnete im Mainzer Entsorgungsbetrieb die Kampagne zur Kultur der Prävention.privat

Die Unfallkasse Rheinland-Pfalz eröffnete im Mainzer Entsorgungsbetrieb die Kampagne zur Kultur der Prävention.Foto: privat

Kommunikation ist das A und O für sichere und gesunde Zusammenarbeit Foto: Unfallkasse Rheinland-Pfalz/Thomas Frey

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