Evangelische Kirchengemeinde Mendig.
Ungewöhnliches Programm für tolles Konzert
Saxoforte überzeugte in evangelischer Kirche
Mendig. Bereits zum dritten Mal gastierte das Saxophon-Quartett um Wilfried Umbach in der vollbesetzten evangelischen Kirche in Mendig. Viele Besucher ahnten, was auf sie zukommt und wurden in ihren Erwartungen nicht enttäuscht. Die ersten beiden Stücke, der traditionelle „Royal Garden Blues“ und „Watermelon Man“ von Herbie Hancock brachten den für Bläser erwarteten jazzigen Swingsound.
Doch was war das: „Der Barbier von Sevilla“ mit Saxophon? Fantastisch, wie Rossinis Musik mit dem fetzigen Saxophonstil harmonierte.
Das Publikum war begeistert. Zumal es jetzt genauso ungewöhnlich mit der „Pizzicato Polka“ von Johann Strauss II weiter ging.
Auch zwei Songs der Beatles „Let it be“ und „And I love her“ wurden kraftvoll, swingend und brillant vorgetragen.
Weitere speziell für Saxophon-Quartett komponierte Stücke zeigten ebenfalls das große Können der Musiker.
Sopran- und Altsaxophon wurden von Wilfried Umbach gespielt, der als Soloklarinettist und Saxophonist in verschiedensten Big-Bands und Orchestern mitwirkt.
Am Altsaxophon saß Markus Laux, ehemaliger Saxophonist im Heeresmusikkorps 300 in Koblenz.
Die Tenorstimme übernahm Timo Mattes der auch Jazz-Saxophon studierte. Für eine kräftige, erdige Bariton-Basis sorgte Walter Eich, der unter anderem bereits mit dem unvergessenen Peter Herbolzheimer zusammen arbeitete.
Die vier Künstler brachten die Kirche mit der Filmmelodie „Die glorreichen Sieben“ vollends zum Brodeln.
Natürlich konnten sie erst nach zwei Zugaben das Podium verlassen. Der „Wild Cat Blues“ und das amerikanische Volkslied „Shenandoah“ beendeten ein hervorragendes Konzert.
