Allgemeine Berichte | 10.03.2025

Naturschutzgarten Niederwerth: Mit-Mach-Theater für kleine und große Kinder auf dem Schulhof in Niederwerth:

Unglaublich - es geht doch: Eine Reise zurück in die Vergangenheit!

Ein wirklich kostbarer Schatz: Die Original Niederwerther Steinbeilklingen aus der Jungsteinzeit. Ca. 5000 Jahre altes kulturelles Erbe.  Foto: Stefan Krumme

Niederwerth. „Wir schauen, hören, ja wir „fühlen“ … ganz weit zurück … bis in die Eiszeit!“ Wie das, als ein experimentelles, offenes Theater so völlig ohne Probe geht? „Oh, oh … ehrlich gesagt war es eine Mammut - Aufgabe, an alles Mögliche gleichzeitig zu denken. Ohne Herzblut geht so etwas nicht,“ so Stefan Krumme. „Ach, … die Mammuts, wo stellen wir „die“ eigentlich genau hin?“

Und so geht es auch schon los: Alle Zuschauer stehen wortwörtlich auf der Jetzt - Linie, die da heißt „Gegenwart“. Der „Zukunft“ kehren wir dabei – ausnahmsweise einmal - den Rücken zu. Jedes Jahr wird auf einem ausgerolltem 35 Meter langen Zeitstrahl auf nur einen Millimeter reduziert. Ein dreijähriges Kind hat, also in seinem Leben schon mal auf diesem Zeit - Strahl 3 mm „zurückgelegt“.

In nur 85 cm Entfernung „sieht“ man dann die (Weihe der) Niederwerther St. Georgskirche. Kolumbus im Playmobil - Piratenboot mit Kartoffeln und Tomaten an Bord … In 2,025 Meter Entfernung vom „Jetzt“ sehen wir Jesus in der Krippe liegen, … sehen wir in ca. 5 m die originalen, jungsteinzeitlichen Niederwerther Steinbeilklingen. Dahinter dann den feurigen Ausbruch des Laacher See Vulkans, und und. Der absolute Höhepunkt, wichtig: Bitte Augen schließen und wirklich … silent; Ruhe: Ein kindliches Flötenspiel in einer Eiszeit - Höhle in … 35 Meter Entfernung.

Am Schluss werden ein oder zwei der Kinder (natürlich nur, wenn sie das auch möchten) den „Sinn des Ganzen“ nochmal in Kurzform, in ihrer ganz eigenen Art, erklären.

Nach dieser eigentlichen Aufführung werden gerne noch weitere wichtige Fragen beantwortet. Dabei wird besonders Wert auf eine nachvollziehbare, kindgerechte Vermittlung gelegt, wieso es z. B. natürlich richtig und sinnvoll ist, immer mögliche „Schatzfunde“ der Archäologie zu melden. Das kann z. B. passieren, wenn man einen Teich mit seinen Eltern anlegt und dabei zufällig etwas sehr Wertvolles entdeckt. Warum es auch überhaupt nicht erlaubt ist, ohne Genehmigung der Archäologen gezielt nach Artefakten zu suchen? Kann man u. U. als zufälliger „Finder“, zu einem vorübergehenden „Hüter“ z. B. eines uralten Werkzeuges werden?

Auch andere, kinderbewegende Fragen werden beantwortet: Sind die Dinos wirklich alle ausgestorben? Und wo hat - auf diesen Zeitstrahl gerechnet - das Leben überhaupt seinen Anfang genommen ?… und wo haben die Dinos dann ihr Ende gefunden?

Wer mag, darf die echten Steinbeile unter Aufsicht auch selbst einmal vorsichtig in die Hand nehmen und sich mal ganz tief hinein, zeitzurückversetzt „fühlen“. Ganz besonders interessierte Kindern könnten möglicherweise schon ganz bald einmal einem „echten“ Archäologen zuhören. Vielleicht ihm auch mal kurz über die Schulter schauen, was die da so gerade „freipinseln“. Ihn auch mal eine Frage stellen. Das wird aber dann noch mit allen Beteiligten vorher abgesprochen und genau abgeklärt werden. Auf jeden Fall sind die Archäologen schon mal sehr an den Niederwerther Funden interessiert.

Wann: 14. März, 14 Uhr 20 auf dem Schulhof in Niederwerth, gutes Wetter vorausgesetzt. Leichter Regen wäre kein Problem. Dauer: Weniger als 30 min! Bitte pünktlich sein. Bei entsprechender Nachfrage ist auch zu einem anderen Zeitpunkt oder Ort eine Wiederholung der Veranstaltung möglich. Kurzweiligkeit wird garantiert! Der Eintritt ist frei.

Stefan Krumme

Ein wirklich kostbarer Schatz: Die Original Niederwerther Steinbeilklingen aus der Jungsteinzeit. Ca. 5000 Jahre altes kulturelles Erbe. Foto: Stefan Krumme

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