Die Nibelungensage am Are-Gymnasium
„Uns ist in alten maeren wunders vil geseit“
Bad Neuenahr. Es war ein gewaltiges Unterfangen, das die Kurse Darstellendes Spiel 12 und 10 unter der Leitung ihrer Lehrerinnen Elisabeth Bröhl und Bettina Lipka-Roloff sich vorgenommen hatten. Über hundert SchülerInnen waren an dem Projekt, das in der Alten Turnhalle des Are-Gymnasiums aufgeführt wurde, beteiligt. Bei dem Abtauchen in die Zeit des Mittelalters wurde die Frage nach der deutschen Vorgeschichte gestellt, und ob diese noch eine Relevanz für uns moderne Menschen hat. Dafür mussten die alten Handschriften nicht nur gekürzt, sondern auch für die Bühne praktisch umgesetzt werden und die Figuren Siegfried, Brunhild, Kriemhild und Hagen lebendig gemacht werden. Ohne die hervorragende Zusammenarbeit mit den Musiklehrern René Fromm und Thomas Giesen wäre dieses Projekt nicht zu bewerkstelligen gewesen. Erst durch den Einsatz von Musik, Tanz und eines Raps, deren Parts die SchülerInnen des achten und neunten Jahrgangs des Faches Kultur hatten, wurde dem Bühnenstück Tiefe und Atmosphäre gegeben. Mit modernen und zeitlosen Effekte wie Videoprojektionen, Schattenspiele und akustischen Einspielungen, die von den Kunstlehrerinnen Gina Ley und Ulrike Schorn-Fromm künstlerisch bearbeitet worden sind, beschworen die Schüler die alten Mären und begeisterten das Publikum.
Krimhild und Etzel (Mohammed Mardini) im Dialog.
Greta Kimich in der Hauptrolle der Kriemhild. Fotos: Privat
