Allgemeine Berichte | 31.01.2022

Umweltschutzwanderung mit Landwirten und Interessierten

„Unser hohes Gut - der Boden - die Erde“

Gespräche über Klima- und Bodenschutz, sowie die Situation der Bauern auf dem Maifeld

Ein Teil der TeilnehmerInnen der Fachkonferenz bei der Neumühle Gappenach.  Foto: privat

VG Maifeld/VG Rhein-Mosel. Die Fachkonferenz Umweltschutz des Kirchengemeindeverbandes Maifeld-Untermosel hatte eingeladen und am Sonntag, den 20. Januar, trafen sich etwa 20 Mitglieder und Interessierte an der Neumühle bei Gappenach zu einer gemeinsamen Wanderung auf dem Paradiesweg. Aus dem ganzen Bereich des Pastoralen Raumes, der den Hunsrück, die Untermosel und das Maifeld umfasst, hatten sich Interessierte eingefunden, um über Klima- und Bodenschutz, die Situation der Bauern auf dem Maifeld und ihre Zukunft, über den Einsatz von Dünger und Pestiziden zu sprechen und sich vor allem gegenseitig kennen zu lernen.

Bestärkt waren alle durch die Enzyklika Laudato Si von Papst Franziskus: „Ich lade dringlich zu einem neuen Dialog ein, über die Art und Weise, wie wir die Zukunft unseres Planeten gestalten. Wir brauchen ein Gespräch, das uns alle zusammenführt, denn die Herausforderung der Umweltsituation, die wir erleben, und ihre menschlichen Wurzeln interessieren und betreffen uns alle.“

Nach einer kurzen Vorstellungsrunde machte sich die Gruppe auf den Weg. Man kam ins Gespräch: Landwirte informierten über ihre Arbeit, über Fruchtfolgen, Wetter und Bodenbedingungen, die globalen Marktbedingungen und die gesetzlichen Rahmenbedingungen. Teilnehmerinnen fragten nach Möglichkeiten, mehr Bäume und Hecken zu pflanzen, nach insektenfreundlichen Bewirtschaftungsmethoden, regionaler Vermarktung, nach dem Unterschied von ökologischen und konventioneller Anbaumethoden. Die Landwirte fühlen sich oft an den Pranger gestellt und wünschen sich von Gesellschaft und Politik mehr Gehör und Mitbestimmung, wenn es um Ihre Existenz geht!

Gemeindereferent Rudolf Demerath formuliert das Anliegen der Fachkonferenz so „Uns treibt das Thema Biodiversität und Klimaschutz um: Wie kann man gemeinsam diesem Anliegen Rechnung tragen? Auch die Landwirtschaft spürt den Klimawandel. Wie kann die Gesellschaft, die Kirche als Landbesitzer und als Gemeinschaft dieses Anliegen mehr unterstützen und fördern! Welche Rahmenbedingungen müssen sich ändern, um Landwirten ein gutes Auskommen zu gewährleisten“.

Landwirt Franz Gilles ergänzt. „Wenn die Menschen in unseren Kirchen für die Ernte danken, kann/sollte deutlich werden, dass jeden Tag auf dem Maifeld, an der Untermosel und auf dem Hunsrück andere Menschen für unsere Lebensmittel und für die Erhaltung und Pflege unserer schönen Heimat sorgen. Jede und jeder kann sich fragen, was sind mir die Lebensmittel wert. Billig einkaufen und nach mehr Tierwohl rufen, passt das zusammen?“

Ein guter Schrittaufeinander zu

Die komplexen Fragen sind gestellt und der Nachmittag ist ein guter Schritt aufeinander zu: Sich heraus zu begeben aus den Meinungsblasen und gemeinsam ins Gespräch zu kommen!

In der Schlussrunde wurde deutlich, dass das Gespräch im Blick auf Landwirtschaft fortgeführt wird, und auch weitere Themen im Blick auf den Klimaschutz angegangen werden sollen. Das nächste Treffen ist am: Dienstag, den 15. Februar, 18.30 Uhr Gemeindezentrum Ochtendung, Hospitalstraße 10. Es gilt die 2G + Regel. Interessierte sind herzlich willkommen: Infos und Anmeldung Rudolf Demerath, rudolf.demerath@bgv-trier.de 0 26 07-96 32 96

Pressemitteilung Pastoraler Raum

Maifeld-Untermosel

Ein Teil der TeilnehmerInnen der Fachkonferenz bei der Neumühle Gappenach. Foto: privat

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare
  • Sandra Sattler: Der Zustand der L330 zwischen. Nassau und Zimmerschied ist eine absolute Katastrophe- und das nicht erst seit gestern! Wir sind wohnhaft in Hömberg und werden seit vielen Jahren mit diversen Ausreden vom LBM vertröstet.
  • Janek: Wer die Strecke kennt, kann sich den Grund bereits denken … Der Straßenzustand ist dort so schlecht, dass er besonders für Motorradfahrer ein ernstzunehmendes Sicherheitsrisiko darstellt. Dem verunglückten...
  • Siegfried Kowallek: Verwunderlich ist weiterhin, dass die SPD der Neuwieder CDU vorhält, gegen den Unvereinbarkeitsbeschluss der Christdemokraten in Bund und Land im Hinblick auf die Partei Die Linke zu verstoßen. In insgesamt...
  • Siegfried Kowallek: Die Nennung von BSW und der Partei Die Linke im selben Kontext ist sachlich nicht gerechtfertigt und damit unredlich. Prominentester linker Befürworter deutscher Waffenlieferungen an die Ukraine ist Bodo...
  • Beatrix Biskup: Ich habe Bibliotheken immer geliebt und ich freue mich über jeden Schritt den die Stadtbibliothek in Richtung Zukunft geht und über jede Veranstaltung die diese durchführen würde.
Dauerauftrag 2026
Innovatives rund um Andernach
Auftrag, Nr. AF2025.000354.0, April 2026
Container Anzeige
First Friday Anzeige März
Rund ums Haus
PR-Anzeige
Mitarbeiter IT-Administrator
Stellenanzeige Kita
Empfohlene Artikel
Mit dem Tod des Schauspielers Mario Adorf trauert die Stadt um einen ihrer Ehrenbürger.
268

Mayen. Mit seinem Tod verliert unsere Stadt eine der bedeutendsten Persönlichkeiten, die Mayen hervorgebracht hat. Mario Adorf, geboren 1930 in Zürich und aufgewachsen in Mayen, hat von hier aus seinen Weg in eine außergewöhnliche internationale Karriere als Schauspieler gefunden. Trotz seines weltweiten Erfolges ist er seiner Heimatstadt stets eng verbunden geblieben.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Die Stadt Mayen trauert um ihren Ehrenbürger Mario Adorf.
31

Im Foyer des Rathauses in der Rosengasse liegt ein Kondolenzbuch aus, in das sich Bürgerinnen und Bürger eintragen können

Stadt Mayen trauert um Mario Adorf

Mayen. Die Stadt Mayen trauert um ihren Ehrenbürger Mario Adorf, der am 8. April 2026 im Alter von 95 Jahren verstorben ist.

Weiterlesen

Pfarrer Jörg Meyrer. Foto: privat
6

Sie ist gerade nicht besonders verlässlich. Kriege, Krisen, harte Worte in der Politik. Vieles ist in Bewegung, manches gerät aus den Fugen. Für uns Erwachsene ist es schon nicht einfach, alles zu verfolgen – und erst recht nicht, alles zu verstehen. Und zu begreifen, warum die Mächtigen ihre Gewalt- und Kriegsspiele treiben. Wie machen Kinder das?

Weiterlesen

Dauerauftrag
Mülltonnen -Reinigung, bis auf Widerruf
fit für`s Alter?
Innovatives rund um Andernach
Wohnträume
Bestellung Nr. 4300003040 - W100 - 606 // Wohnträume MYK
Wohnträume
Werksverkauf Anhausen
Anzeigenauftrag #PR106350-2026-0220#
  WÄRMEPUMPE ÖL/GASHEIZUNG
Veranstaltung 15.April
Wohnträume
Titelanzeige Nissan  114/1407895/2454617/4746681
Blütenfest
Aushilfskraft (w/m/d)
Anzeige Tag der offenen Tür am Zeiberberg