Schnellbauhalle könnte mehrere Hundert Menschen aufnehmen

Unternehmer bietet Fläche zur Schadensbegrenzung

20.07.2021 - 09:15

Meckenheim. Klimaschutz ist normalerweise das Metier des Bonners Heinz Sturm. Weil er über eine zurzeit nur in kleineren Bereichen genutzte, rund 8000 Quadratmeter große, teilweise bebaute Fläche in der Nähe des Meckenheimer Bahnhofs verfügt, bietet er das Areal für obdachlos gewordene Menschen oder kommunale Verwaltungen zur Vermietung an. „Eine Schnellbauhalle könnte innerhalb von fünf bis sechs Tagen stehen“, schätzte der Unternehmer. Kommunen könnten mit ihm in Kontakt treten und zerstörte Verwaltungsbereiche nach Meckenheim auslagern oder Menschen unterbringen – oder beides.


Wohn- und Duschcontainer wären ebenfalls schnelle Lösungen, sagte Heinz Sturm. So könnte auf dem eingezäunten Gelände übergangsweise Wohnraum für mehrere Hundert Menschen geschaffen werden, sagte Sturm. In der bereits bestehenden Halle sei kurzfristig der Aufbau einer Küche mit großem Speisesaal möglich. Zusätzlich sind ausreichend Räume vorhanden, die ohne großen Aufwand zu Aufenthaltsräumen werden könnten. Im Obergeschoss warten zwei 70 Quadratmeter große Wohnungen mit zwei beziehungsweise drei Zimmern auf Bewohner.

„Die Möglichkeiten sind da, man muss es nur machen“, fand Sturm. „Hier könnten auch Verwaltungsbereiche längere Zeit unterkommen“, bot der Unternehmer an. Angegliedert an die Halle verfügt er über sieben Büroräume und einen großen Seminarraum. „Die Menschen brauchen einen Platz, wo sie bleiben können“, fand Heinz Sturm. Diese Interimslösung könnte seiner Meinung nach auch länger bestehen. „Eins, zwei oder drei Jahre. So lang wie es dauert“, sagte er im klaren Bewusstsein, dass der Aufbau in vielen durch die Flut zerstörten Orten viel Zeit in Anspruch nehmen wird.


Kontakt


HeinzSturm@t-online.de, Mobil: 0152 56436573.

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Kommentare
Frau Heidtmann:
Sehr schöner Artikel Danke Ihnen. So ist er der Mann für alle Fälle :) ...
Peter Gregorius:
Ich wohne weit weg von diesem schlimmen Ereignis, aber wenn ich sehe welche Solidarität da vorherrscht, kann ich nur sagen: wir halten zusammen egal woher wir kommen, egal wohin wir gehen-wir alle sind Menschen und brauchen Unterstützung in der Not- und genau da zeigen wir wie zivilisiert wir in Deutschland...

„Sagen und Legenden aus der Eifel“

Mark Bloemeke:
Spannend! Schade, dass wir so weit weg sind, aber toll, dass es in dieser gebeutelten Region, kulturell wieder etwas zu erleben gibt....
 
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