Frühlingsempfang des Jobcenters Mayen-Koblenz
Unternehmernetzwerke stärken und ausbauen
Kreis MYK. Unter dem Motto „MYK-Zukunft“ startete im Bürgerhaus Miesenheim die diesjährige Veranstaltungsreihe der Projekte INKA-MYK und MYKfamnetz, welche vom Jobcenter des Landkreises Mayen-Koblenz initiiert wurden und sich als Partner des regionalen Mittelstandes verstehen. Der Fokus des Empfangs lag auf dem Themenbereich „Digitalisierung“, denn es ist heute für mittelständische Unternehmen wichtig, sich mit Sozialen Medien und digitalen Betriebsabläufen zu befassen. „Wir wollen Unterstützer sein, dass die regionale Wirtschaft den Spagat zwischen ausreichend angebotenen Arbeitsplätzen und digitaler Zukunft gemeistert bekommt“, so Rolf Koch, Geschäftsführer des Jobcenters.
Christoph Krause, Digitalisierungsberater und Leiter eines HwK-Kompetenzzentrums, stellte in seinem Impulsvortrag die Herausforderungen der Digitalen Zukunft für den Mittelstand vor. Er machte deutlich, dass der Sprung ins digitale Zeitalter ohne Verlust von bisherigen Angeboten, Dienstleistungen und Produkten der Unternehmen gelingen kann. Hierzu führte er aus, dass Digitalisierung die rasante Zunahme der Nutzung von digitalen Werkzeugen und deren gleichzeitige Vernetzung bedeute: „Schon heute sind Autos, Türschlösser und Heizungsanlagen mit dem Internet verbunden und bieten für die Kunden mehr Sicherheit und Komfort.“ Unternehmen sollten sich bereits frühzeitig auf Produkte und Dienstleistungen für die digitalen Gewohnheiten und Wünsche von morgen einstellen. In einzelnen Bereichen sind Unternehmen schon heute digitalisiert. Computer, Smartphones und Tablets gehören zum Alltag. „Nicht jedes Unternehmen wird gleich mit Hilfe von 3D-Druckern produzieren, allerdings werden alle Unternehmen ihre Geschäftsprozesse digitalisieren müssen – und über digitale Plattformen Kunden ansprechen und mit ihnen kommunizieren“, differenziert Krause.
Themen wie die vernetzte Produktion, das Internet der Dinge oder die Veränderung zur Arbeit 4.0 werden Unternehmen und die gesamte Gesellschaft immer stärker beschäftigen. Dazu Rolf Koch: „Alle Lebensbereiche werden zunehmend digitalisiert. Wer erfolgreich sein will, muss offen sein für neue Ideen.“ Eine regionale Tischlerei bietet ihren Kunden beispielsweise den Service an, Möbelstücke über das Internet per Smartphone-App selbst zu konfigurieren. Gefertigt werden diese in der heimischen Tischlerei. „Das Unternehmen stellt sich zukunftsfähig auf und stärkt gleichzeitig den regionalen Arbeitsmarkt“, freut sich der Geschäftsführer. Weitere praxisnahe Anwendungsbereiche aus dem breiten Feld der Digitalisierung ergeben sich für viele Betriebe beim Gewinn von Home Office-Mitarbeitern, was wiederum unmittelbar Vereinbarkeit von Familie und Beruf unterstützt.
Seitens des Jobcenters und der Projekte INKA-MYK und MYKfamnetz, welche aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds sowie den rheinland-pfälzischen Arbeits- und Familienministerien gefördert werden, ist man sich sicher, dass man den Ausbau von Unternehmernetzwerke bei regelmäßigen Treffen weiter unterstützt. Die Betriebe sollen von den Erfahrungen anderer profitieren und die gewonnenen Tipps in ihrer täglichen Arbeitspraxis gewinnbringend umsetzen. Vorträge zu aktuellen Themen, wie Beschäftigung von Flüchtlingen, anonymisiertes Bewerbungsverfahren oder Mitarbeiterbegeisterung sind bereits geplant.
Pressemitteilung
Jobcenter Mayen-Koblenz
