Ohne Spenden aus der Bevölkerung kann die „Zugabe“ nicht helfen
Unterstützer benötigen Unterstützung!
Wachtberg. Seit Mai 2013 gibt es in Wachtberg das caritative Projekt „Zugabe“ der Kath. Kirchengemeinde St. Marien! Seitdem können Wachtberger Bürgerinnen und Bürger, die sozial schwächer gestellt sind, bei der „Zugabe“ Lebensmittel und Dinge des täglichen Bedarfs gegen eine geringe Aufwandsentschädigung erwerben. In diesen vielen Jahren gibt es im Rahmen der „Zugabe“ ein Begegnungscafé, wo zu Kaffee und Kuchen geladen wird, wo Austausch und Beratung stattfindet. Und diese „Zugabe“ gibt es letzten Endes nur, weil viele Mitmenschen überzeugt sind von diesem Konzept der praktizierenden Mitmenschlichkeit, indem sie das Projekt finanziell und/oder mit ihrem ehrenamtlichen Einsatz unterstützen.
Und nun kam die Corona-Pandemie! Was ist von all dem geblieben in Zeiten der Pandemie, durch die alle - nicht zuletzt in diesen vergangenen Tagen - im eigenen Leben eingeschränkt werden? Die neuen, drastisch verschärften Schutzmaßnahmen im Kampf gegen Covid-19 beeinträchtigen auch die Arbeit mit und für die „Zugabe“. Die Pandemie geht an allen nicht spurlos vorbei: steigende Preise für Lebensmittel und zusätzliche Kosten für Hygiene, Desinfektion und für Alltagsmasken, geringere Einkommen durch Kurzarbeit oder sogar Wegfall der Beschäftigung, erhöhte Kosten in den Familien aufgrund der Schließungen von Schulen und Kindergärten im Frühjahr. Und wieder einmal sind Haushalte mit geringem Einkommen am stärksten betroffen.
Als im März diesen Jahres der erste Lockdown verkündet wurde, war es für das Team der „Zugabe“ schnell klar: „Wir dürfen die Bedürftigen nicht alleine lassen!“ Dies gelang auch dank Spenden, die bis dahin eingegangen waren. Leider musste das Team der „Zugabe“ in den vergangenen Monaten einen Rücklauf von Spenden registrieren. Dies liegt sicherlich einerseits an den abgesagten Veranstaltungen und Konzerten in und um Wachtberg, bei denen in der Vergangenheit vonseiten der Veranstalter häufig um finanzielle Unterstützung für die „Zugabe“ geworben wurde.
Ein weiterer Grund für den Rückgang der Spenden liegt verständlicherweise in den unsicheren Zukunftsaussichten eines jeden, die Angst vor Verschlechterung der eigenen Lebens- und Einkommenssituation steckt tief. Schmerzlich vermisst das Team der „Zugabe“ in diesem Jahr auch zwei große Sammlungen am hiesigen Einkaufszentrum am Wachtberg, Corona schlug auch hier zu und machte alle Pläne zunichte! Der „Zugabe“ wurden zwei wichtige Tage genommen, an denen über viele Stunden mit der Bitte „Kaufe deins - schenke eins“ für zusätzliche Einkäufe und anschließende Spende geworben wurde. Eine an diesen Sammeltagen übliche große Spendenbereitschaft füllte in der Vergangenheit für einige Wochen das Lager auf, so dass derstets notwendige Warenzukauf geringer ausfallen konnte. Dem ist in Corona-Zeit nicht so! Die Zukäufe mussten vergrößert werden, um den Bedarf aller Kundinnen und Kunden zu decken. Allgemeine Prognosen lassen vermuten, dass der Kreis derjenigen, die unsere Hilfe benötigen, in Zukunft noch größer werden wird.
Es ist nicht absehbar, wie lange alle durch den Virus in ihrem Alltagsleben eingeschränkt werden. Es ist jedoch erkennbar, dass weiterhin viele Menschen die Unterstützung der „Zugabe“ benötigen; und leider ist es sicher, dass die finanziellen Mittel dank der bisherigen großzügigen Spendenbereitschaft aller Bürgerinnen und Bürger irgendwann aufgebraucht sind und in diesem Fall die „Zugabe“ ihre Türen schließen müsste. Soweit darf es nicht kommen.
Näheres zur „Zugabe“ unter www.kath-wachtberg.de; Spenden werden dankend entgegengenommen auf dem Konto der „Zugabe“: IBAN DE23 3826 0082 2507 3700 23.
Die „Zugabe“ benötigt Unterstützung. Quelle: Kirchengemeinde St. Marien Wachtberg
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