AWO Kreisverband Bonn/ Rhein-Sieg e.V. überreicht Spendenscheck an Grünhelme
Unterstützung für Hilfe vor Ort
Rhein-Sieg-Kreis. Einen Scheck in Höhe von 5.000,- Euro zur Unterstützung der Flüchtlinge im Nordirak überreichte der Geschäftsführer der AWO Bonn / Rhein-Sieg e.V. dem Ehrenvorsitzenden der Grünhelme Deutschland Dr. Rupert Neudeck. Das Geld ist der Erlös aus einer Sondersammlung gebrauchter Kleidung, die der Vorsitzende der Kurdischen Gemeinschaft Rhein-Sieg/ Bonn, Musa Ataman, initiiert hatte. Bei der Übergabe betonte Franz-Josef Windisch, dass die AWO die Idee von Musa Ataman, eine Sonderkleidersammlung für die Flüchtlinge im Nordirak durchzuführen, gerne aufgegriffen habe. Gesammelt wurde durch die Mitarbeiter des integrativen Altkleiderprojekts der AWO. Die Resonanz der angesprochenen Bürgerinnen und Bürger sei erfreulich groß gewesen, sodass letztlich ein leicht nach oben aufgerundeter Betrag in Höhe von 5.000,- Euro zustande kam. Rupert Neudeck dankte für die Spende, die zur richtigen Zeit komme.
Er habe sich persönlich von der Situation in den provisorischen Flüchtlingscamps im Nord-Irak informieren können. Da hier in vier Wochen der Winter beginne, müsse jetzt schnell gehandelt werden, um das Überleben der Menschen zu sichern. Der Vorsitzender der Grünhelme e.V. Martin Mikat ergänzte, dass man im ersten Schritt die unerträglichen sanitären Bedingungen im Flüchtlingslager Delal verbessern wolle. Konkrete Eindrücke vor Ort konnte auch Youssuf Klein von der Kurdischen Gemeinschaft sammeln. Er betonte, dass bei einer Bevölkerungszahl von etwa 4,5 Mio. Menschen im Nord-Irak jetzt schon mehr als 1 Mio. Flüchtlinge zu registrieren seien. Die Regierung leiste vor Ort, was sie könne, aber die Not sei trotzdem noch groß.
Bei der Scheckübergabe vor der gesammelten Kleidung v.l.n.r.: Musa Ataman, Youssef Klein, beide Kurdische Gemeinschaft, Franz-Josef Windisch, Geschäftsführer AWO Bonn / Rhein-Sieg, Dr. Rupert Neudeck, Ehrenvorsitzender Grünhelme, Mesgin Josef, Jesidischer Rat, Martin Mikat, Vorsitzender Grünhelme und Maria Sido, Gesellschaft für bedrohte Völker. Foto: privat
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